Beschreibung der Studie

Untersucht wird der Einfluss und die Aussagekraft der Altersmedizinischen Bewertung auf die Dauer der Krankenhausaufenthalte älterer Patienten. Dies geschieht durch eine gezielte Befragung der Patienten mittels Fragebögen zu ihren Lebensumständen, ihrer Lebensweise (z.B. Ernährung, Alltagstätigkeiten, Fortbewegung etc.) und ihrer gesundheitlichen Situation. Am Ende der Befragung ergibt sich dadurch die Möglichkeit eine Wahrscheinlichkeit auszurechen, welche etwas über den weiteren Krankenverlauf des Patienten aussagen kann. Diese Wahrscheinlichkeit wird „Multidimensionaler Prognostischer Index“ (MPI) genannt. Dieser Ansatz kann erfolgreich für klinische und administrative Zwecke eingesetzt werden und auch der Patient kann davon profitieren. Beispielsweise können wir durch die Befragung auf Probleme oder Gefahren im Patientenalltag aufmerksam gemacht werden, die dann angegangen werden können. Im Rahmen dieser Studie soll nun zuerst gezeigt werden, ob bereits die Altersmedizinische Bewertung einen Einfluss auf die Dauer des Krankenhausaufenthaltes von altersmedizinischen Patienten hat. Anschließend soll durch die Befragung aufgezeigt werde, welche Faktoren, die vor allem bei der Aufnahme des Patienten durch eine gezielte geriatrische Anamnese erhoben werden können, einen Zusammenhang mit der Dauer des Krankenhausaufenthaltes zeigen. Zudem soll herausgestellt werden, welche vielfältigen Besonderheiten ältere Patienten einer akuten, internistischen Station der Uniklinik Köln zeigen. Dabei geht es darum, 1. die Dauer des Krankenhausaufenthaltes 2. die Notwendigkeit von apparativer Diagnostik (z.B. Röntgen, CT) 3. die Notwendigkeit von künstlicher Ernährung 4. die Überlebensrate nach einem Jahr 5. die Inanspruchnahme von ambulanter Pflege 6. Rück-Einweisungen ins Krankenhaus, insbesondere auf dieselbe Station 7. Den Umzug in eine Pflegeeinrichtung 8. Die Notwendigkeit neuer Medikamente 9. Geriatrische Ressourcen 10. Geriatrische Syndrome nachzuverfolgen, zu erfassen und mit der Befragung und dem erhobenen MPI in Verbindung zu bringen. Dies ist bislang unbekannt. Die ersten 200 Patienten dieser Studie wurden randomisiert, wobei 2/3 der Patienten mittels eines CGA und MPI-Berechnung bei Aufnahme und Entlassung befragt wurden, 1/3 der Patienten wurden nur mittels eines üblichen Geriatrischen Screenings befragt. Auf Grund vieler wichtiger und interessanter Ergebnisse des ersten Teils der MPI_InGAH Studie (DRKS00010606), wurde die Studie nach einer erneuten Prüfung durch die Ethikkommission mit weiteren 200 Patienten fortgeführt. Hierzu gab es 3 Änderungen im Studienplan: 1. Änderung: Zusätzliche Erhebung der Hauptdiagnose Für das geriatrische Assement ist es von Vorteil zu wissen, ob und wenn ja, wie sich Haupt- und Aufnahmediagnose des Studienteilnehmers unterscheiden und wie eine akut neu aufgetretene Aufnahmediagnose (z.B. die Folgen eines Sturzes) das Risikoprofil des Patienten beeinflusst. 2. Änderung: Einführung eines dritten Assesments zur Hälfte der Hospitalisierungsdauer Um besser einschätzen zu können, wie sich der multidimensionale prognostische Index des Studienteilnehmers während der Hospitalierung verändert, sowohl im Vergleich zur Aufnahme, als auch zur Entlassung des Patienten, befragen wir den Studienteilnehmer nach sieben bis zehn Tagen nach Aufnahme erneut. Hierfür werden ein drittes Mal dieselben Parameter des Comprehensive Geriatric Assessments (CGA) erhoben. 3. Änderung: Aufhebung der Randomisierung Da sich im bisherigen Verlauf der Studie kein Vorteil der Randomisierung und keine signifikanten Unterschiede zwischen den Randomisierungsgruppen gezeigt haben, haben wir die Randomisierung entfallen lassen. Die Patienten werden nun fortlaufend in die Interventionsgruppe der Studie eingeschlossen, welche aus 3 CGA mit MPI-Berechnung während ihres Krankenhausaufenthaltes besteht. Somit haben alle Patienten die gleiche Chance von einer umfassenden Erhebung ihrer altersmedizinischen Situation durch bessere klinische Entscheidungsfindung zu profitieren. Dies ist eine Fortführung der ursprünglichen MPI_InGAH Studie (DRKS00010606).

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Studiendetails

Studienziel - Hospitalisierungsdauer - MPI (Multidimensionalen Prognostischen Index) - Ereignisfreies Überleben Reguläres Ende der Studie 1 Jahr nach Entlassung.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Uniklinik Köln - Zentrum Innere Medizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle geriatrischen Patienten werden zum Einschluss selektiert.
  • Die Einschlusskriterien sind:
  • Patient ist vor ≤ 2 Tagen beim Befragungszeitpunkt auf der Station 15.II stationär aufgenommen worden
  • Patient ist geboren vor 1945
  • Hospitalisierung wegen einer akuten Erkrankung oder einer Exazerbation einer chronischen Erkrankung
  • Patient ist in der Lage die informierte Einwilligung zur Studienteilnahme zu geben oder hat einen gesetzlichen Vertreter der dies für ihn übernimmt

Ausschlusskriterien

  • Patient ist vor länger als 2 Tagen beim Befragungszeitpunkt auf der Station 15.II stationär aufgenommen worden
  • Patient ist geboren nach 1945
  • Patient ist nicht in der Lage seine informierte Einwilligung zur Studienteilnahme zu geben und hat auch keinen gesetzlichen Vertreter der dies für ihn übernehmen kann
  • Patient ist auf Grund mangelnder deutscher Sprachkenntnisse nicht in der Lage an der Befragung teilzunehmen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Studie „Einfluss des Geriatrischen Assessments auf die Hospitalisierungsdauer älterer, multimorbider Patienten“ untersucht klinisch-observational den Zusammenhang von Faktoren, die durch eine gezielten Befragung von geriatrischen Patienten zu ihren Lebensumständen und ihrer Lebensweise erfahren werden können, und der Dauer des Krankenhausaufenthaltes (Length of Stay, LOS). Dadurch erhoffen wir uns ein möglichst umfassendes Bild des Patienten zu erhalten, mit dessen Hilfe die Entscheidungsfindungen in der Geriatrie verbessert werden können. Außerdem können durch die umfassende Befragung des Patienten Probleme und Gefahren in dessen Alltag aufgedeckt werden, denen eine gezieltere Intervention folgen kann. Ziel ist ein möglichst langer Erhalt der Psyche, der Funktion, der physischen Kondition und der sozialen Teilhabe älterer, multimorbider Patienten. Die rekrutierten Patienten werden mittels eines üblichen Geriatrischen Screenings und einem umfassenden Geriatrischen Assessment (CIRS, ADL, IADL, MNA-SF, SPMSQ, ESS) bei Aufnahme, nach 7-10 Tagen des Aufenthaltes und bei Entlassung befragt, der MPI wird anschließend berechnet. Die Patienten werden 3, 6 und 12 Monate nach Entlassung nachverfolgt mittels eines telefonischen Interviews um ihren Gesundheitszustand erneut zu evaluieren. Die Studie wird in der Uniklinik Köln, Klinik II für Innere Medizin – Nephrologie, Rheumatologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin durchgeführt werden. Hauptziel der Studie ist es Faktoren zu identifizieren, die einen Zusammenhang mit der Länge der Hospitalisierungsdauer aufweisen. Weiterhin soll bewertet werden, ob die Durchführung des umfangreichen Geriatrischen Assessments (Comprehensive Geriatric Assessment, CGA) mit anschließender Erhebung des Multidimensionalen Prognostischen Index (Multidimensional Prognostic Index, MPI), die Hospitalisierungsdauer älterer, multimorbider Patienten beeinflusst. Die mittels des CGA befragten Patienten können dabei mittels gezielter medizinischen Behandlungen und/oder individueller Pflegemodelle von einer Verminderung der Hospitalisierungsdauer profitieren. Nebenziele sind A) den Zusammenhang des MPI der Patienten mit klinischen Fakotoren darzustellen B) die individuellen Veränderungen des MPI im Verlauf der Hospitalisierung darzustellen C) die Bewertung, welche klinischen Faktoren, die über das CGA und den MPI erfahren werden, einen Zusammenhang mit folgenden Qualitätsindikatoren für stationäre Pflege haben: 1) Mortalität 2) Benutzung instrumenteller-diagnostischer Verfahren 3) Benutzung von künstlicher Ernährung 4) Inanspruchnahme von ambulanter Pflege 5) Heimunterbringung 6) Medikamentenanzahl 7) Re-/Hospitalisierungsrate, insbesondere auf dieselbe Station 8) Geriatrische Syndrome 9) Geriatrische Ressourcen Die ersten 200 Patienten dieser Studie wurden randomisiert, wobei 2/3 der Patienten mittels eines CGA und MPI-Berechnung bei Aufnahme und Entlassung befragt wurden, 1/3 der Patienten wurden nur mittels eines üblichen Geriatrischen Screenings befragt. Auf Grund vieler wichtiger und interessanter Ergebnisse der ursprünglichen MPI_InGAH Studie (DRKS 00010606), wurde die Studie nach einer erneuten Prüfung durch die Ethikkomission mit weiteren 200 Patienten fortgeführt. Hierzu gab es 3 Änderungen im Studienplan: 1. Änderung: Zusätzliche Erhebung der Hauptdiagnose Für das geriatrische Assement ist es von Vorteil zu wissen, ob und wenn ja, wie sich Haupt- und Aufnahmediagnose des Studienteilnehmers unterscheiden und wie eine akut neu aufgetretene Aufnahmediagnose (z.B. die Folgen eines Sturzes) das Risikoprofil des Patienten beeinflusst. 2. Änderung: Einführung eines dritten Assesments zur Hälfte der Hospitalisierungsdauer Um besser einschätzen zu können, wie sich der multidimensionale prognostische Index des Studienteilnehmers während der Hospitalierung verändert, sowohl im Vergleich zur Aufnahme, als auch zur Entlassung des Patienten, befragen wir den Studienteilnehmer nach sieben bis zehn Tagen nach Aufnahme erneut. Hierfür werden ein drittes Mal dieselben Parameter des Comprehensive Geriatric Assessments (CGA) erhoben. 3. Änderung: Aufhebung der Randomisierung Da sich im bisherigen Verlauf der Studie kein Vorteil der Randomisierung und keine signifikanten Unterschiede zwischen den Randomisierungsgruppen gezeigt haben, haben wir die Randomisierung entfallen lassen. Die Patienten werden nun fortlaufend in die Interventionsgruppe der Studie eingeschlossen, welche aus 3 CGA mit MPI-Berechnung während ihres Krankenhausaufenthaltes besteht. Somit haben alle Patienten die gleiche Chance von einer umfassenden Erhebung ihrer altersmedizinischen Situation durch bessere klinische Entscheidungsfindung zu profitieren. Dies ist eine Fortführung der ursprünglichen MPI_InGAH Studie (DRKS 00010606).

Quelle

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