Beschreibung der Studie

Immer mehr Menschen fühlen sich in ihrem Alltag gestresst, bisweilen auch überfordert. Die Anforderungen im Beruf wie auch im Privaten steigen immer weiter. Natürliche Regenerationsphasen reichen oft nicht mehr aus, um das Leben im inneren Gleichgewicht zu halten. Warnsignale wie gesteigerte Anfälligkeit für Erkältungen und Rückenschmerzen, zunehmende physische und emotionale Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen oder ein beginnender sozialer Rückzug können die ersten Anzeichen für ein gesundheitliches Problem sein. Das 2-wöchige Präventionsprogramm „Stark gegen Stress“ kombiniert balneotherapeutische Anwendungen, Bewegungs- und Entspannungstrainings mit einem speziell entwickelten Stressmanagementprogramm und hilft den Teilnehmern, Abstand vom Alltag zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu schöpfen. Ziel ist es, akuten Stress zu reduzieren und Strategien im Umgang mit Stress zu vermitteln. Zur Verstetigung der Wirkung des Programms wird für die Hälfte der Teilnehmer die Durchführung eines individualisierten, strukturierten Telefon Coachings in den Monaten nach Abschluss des 2-wöchigen Präventionsprogramms integriert. Im Rahmen der Studie wird die Wirksamkeit des Programms + Telefon Coaching exemplarisch überprüft bei UnternehmerInnen aus den grünen Berufen (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau) mit erhöhter Stressbelastung.

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Studiendetails

Studienziel Subjektiv empfundene Stressbelastung (Perceived Stress Scale - PSQ) – prä und 1, 3, 6, 9 Monate Follow up
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnehmer müssen noch aktiv im Beruf stehen; versichert bei der Landwirtschaftlichen Alterskasse der SVLFG; allgemein stabiler und zumindest mittelgradig belastungsfähiger körperlicher (Herz-Kreislaufsystem, Atemtrakt) und psychischer Zustand; hohe Motivation und Interesse; Einverständnis zur Studienteilnahme; Bereitschaft, in eine der beiden Studiengruppen randomisiert zu werden

Ausschlusskriterien

  • Akute, infektiöse oder immunsuppressive Erkrankung; Offene, superinfizierte Wundverhältnisse am Körper; Akut behandlungsbedürftige onkologische Erkrankung; Akut behandlungsbedürftige, symptomatische und chronische psychische und neurologische Erkrankungen (z.B. mittelgradig- bis schwere depressive Episode, Angststörung, Demenz-Erkrankungen, Epilepsie und andere Anfallsleiden, akuter Schub einer Multiplen Sklerose etc.); Akute und chronische fortgeschrittene Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (z.B. Arterielle Hypertonie mit hypertensiven Entgleisungen / Krisen, Herzinsuffizienz Grad NYHA III-IV etc.); Akute und schwere chronische Erkrankungen des Respirationstraktes (z.B. Asthma bronchiale mit rezidivierendem Status asthmaticus, COPD-Gold III u IV etc.)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Chronische psychische Belastung scheint in den letzten Jahren zugenommen zu haben, speziell in der arbeitenden Bevölkerung. Die Statistiken der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen zeigen einen deutlichen Anstieg psychischer Probleme, wie z.B. Erschöpfung, Burnout und Depression. Dies betrifft auch den Bereich der modernen Land- und Forstwirtschaft, wo eine Umverteilung der Belastungen weg von körperlichen hin zu psychischen Anforderungen zu beobachten ist. Zu den Stressoren, von denen sich die sogenannten UnternehmerInnen aus den grünen Berufen besonders belastet fühlen, zählen u. a. hohe Verantwortung, Termindruck, Zeitnot, viele Arbeitsspitzen, Wetterabhängigkeit, lange Arbeitszeiten, hohe Auflagen und wenig Freizeit. Ein bereits früher entwickeltes 3-wöchiges multimodales Stresspräventionsprogramm (IMZIG), bestehend aus Stressmanagementintervention, Entspannungstechniken, körperlichen Aktivitäten und Mooranwendungen zeigte sich in der begleitenden Evaluationsstudie sowohl kurz- als auch mittelfristig höchst effektiv in der Verminderung von Stress und Burn-out-Symptomatik. Allerdings ist eine 3-wöchige Absenz, wie es das IMZIG Programm erfordert, für viele berufstätige Menschen, wie z.B. auch in der Landwirtschaft, kritisch zu sehen und kaum vermittelbar. Im Rahmen dieser Studie wird deshalb ein ähnliches, aber nur 2-wöchiges Programm ergänzt um ein im Anschluss durchgeführtes individualisiertes, strukturiertes Telefon Coaching. UnternehmerInnen aus den grünen Berufen (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau), die eine erhöhte Stressbelastung und ein Risiko für die Entwicklung physischer und/oder psychischer Gesundheitsbeeinträchtigungen aufweisen, werden per Randomisierung dem Präventionsprogramm mit nachfolgendem Telefoncoaching (IG) oder nur dem Präventionsprogramm (KG) zugeordnet. Primäres Outcome ist wahrgenommener Stress (Perceived Stress Questionnaire [PSQ]). Sekundäre Outcomes sind Schlafstörungen, Selbstwirksamkeitserwartung, Burnout Symptome, Wohlbefinden, Gesundheitszustand, Depressivität und Angst, Schmerzen, Gesundheitsverhalten und Arbeitsfähigkeit. Die Teilnehmer werden unmittelbar vor und nach der Intervention sowie 1, 3, 6 und 9 Monate nach Interventionsende schriftlich befragt.

Quelle

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