Beschreibung der Studie

Das akute Nierenversagen (AKI) ist ein relevantes, intensivmedizinisches Erkrankungsbild, welches nach großen operativen Eingriffen relativ häufig vorkommt und mit einer hohen Sterblichkeit assoziiert ist. Gerade Eingriffe an der Hauptschlagader bergen postoperativ ein großes Risiko für die Entwicklung eines AKI, da hier oftmals eine Klemmung oberhalb der Nierenarterien oder eine hochdosierte Gabe von Kontrastmittel notwendig ist. Dies bedeutet unweigerlich eine kurzzeitige Unterversorgung mit Sauerstoff bzw. eine toxische Belastung der Nieren. Daher ist es umso wichtiger, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren und in der postoperativen Phase engmaschig zu überwachen. Nichtsdestotrotz, ist eine Vorhersage der Nierenfunktion nur schwer möglich, da es hier interindividuell große Unterscheide gibt. Daher ist es das Ziel der Studie, mit verschiedenen Biomarkern im Blut und Urin möglichst frühzeitig nach der Operation an der Hauptschlagader eine möglichst sichere Vorhersage darüber treffen zu können, ob es während des Eingriffs zu einer relevanten Schädigung der Nieren gekommen ist. Diese Erkenntnisse sollen dabei helfen, Risikopatienten zuverlässig und frühzeitig zu identifizieren. Dies könnte dabei helfen, Langzeitfolgen des AKI (wie z.B. chronische Nierenfunktionsverschlechterung, erhöhte Langzeitsterblichkeit und die eventuelle Notwendigkeit einer dauerhaften Dialyse, etc.) zu minimieren.

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Studiendetails

Studienziel Zur Prädiktion des moderaten bis schweren Nierenversagens nach aortalem Eingriff werden direkt vor und nach der Operation, sowie am Morgen des 1. postoperativen Tages Blut- und Urinproben zur Bestimmung der Standardlaborparameter und der G1-Zellzyklusarrest Biomarker “insulin like growth factor binding protein-7” (IGFBP-7) und “tissue inhibitor of metalloproteinase-2” (TIMP-2) gewonnen. Die IGFBP-7 und TIMP-2 Spiegel werden mit Hilfe eines Point of care aus dem Urin bestimmt. Die Laborparameter (z.B. Kreatinin) werden im Zentrallabor des Universitätsklinikums aus den Plasmaproben bestimmt.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gefäßchirurgischer Eingriff an der Aorta (offen oder endovaskulär)

Ausschlusskriterien

  • Nichterfüllung der Einschlusskriterien
  • Fehlende Einwilligungsfähigkeit
  • Verweigerung der Studienteilnahme

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesiologie, Heidelberg

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Das akute Nierenversagen (AKI) ist ein relevantes, intensivmedizinisches Erkrankungsbild mit hoher Inzidenz, Morbidität sowie Mortalität und stellt einen häufigen Aufnahmegrund auf Intensivstationen nach großen operativen Eingriffen dar. Gerade aortale Eingriffe bergen postoperativ ein großes Risiko für die Entwicklung eines AKI, da hier oftmals eine Klemmung oberhalb der Nierenarterien oder eine hochdosierte Gabe von Kontrastmittel (KM) notwendig ist. Je nach Ausmaß der jeweiligen Schädigung resultiert dies in einer kurzzeitigen Sauerstoffunterversorgung mit Ischämie-Reperfusionsschaden (IRI), akuter Tubulusnekrose (ATN) bzw. KM-vermittelter, toxischer Tubulusschädigung. Daher ist es umso wichtiger, Risikopatienten in der postoperativen Phase engmaschig zu überwachen. Sowohl die Klemmzeit der Nierenarterien, als auch die Kontrastmittelgabe korrelieren nicht zwangsläufig mit der Entwicklung und der Schwere eines post-interventionellen AKI. Die frühzeitige Identifikation von Risikopatienten bzw. die frühzeitige AKI-Detektion ist jedoch von enormer Relevanz, da selbst moderate Serum-Kreatinin-(SCr) Anstiege mit einer ungünstigen Langzeitprognose, in Form von erhöhter Mortalität sowie chronischer- oder terminaler Niereninsuffizienz korrelieren. Da mittels aktuell etablierter Nierenfunktionsmarker (S-Kreatinin, Harnstoff) ein AKI erst mit einer Latenz von bis zu 48-72h diagnostiziert werden kann bzw. diese „Standard“-Laborparameter durch verschiedene Störfaktoren verfälscht werden, ist die Etablierung eines unabhängigen Biomarkers zur Risikostratifizierung und frühzeitigen AKI Detektion sinnvoll, um Langzeitfolgen durch optimale Therapie- und Überwachungsmaßnahmen zu minimieren. Die beiden “insulin like growth factor binding protein-7” (IGFBP-7) und “tissue inhibitor of metalloproteinase-2” (TIMP-2) bewiesen bereits ein enormes diagnostisches Potential hinsichtlich der Prädiktion eines moderaten bis schweren AKI.

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