Beschreibung der Studie

Bei einem Patienten, der eine Verletzung, wie z.B. einen Treppensturz erlitten hat, wird häufig zum Schutz der Halwirbelsäule vor weiteren Verletzungen eine starre Zervikalstütze („Halskrause“) angelegt. Es gibt einzelne Untersuchungen, die zeigen, dass dies Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma schaden konnte. So kann die Zervikalstütze auf die Halsvenen drücken, was zu einer Abflussstörung des Blutes führen kann, woraufhin der Druck im Kopf ansteigen kann. Bei Einwilligung in diese Studie wird eine Zervikalstütze fachgerecht für 30 Minuten unter kontinuierlicher Beobachtung des intrakraniellen Druckes und des Sauerstoffpartialdruckes angelegt. Hierbei wird das Risiko für Schäden gering gehalten, indem bei einem erhöhten intrakraniellen Druck (über 20 mmHg) bzw. einem Abfall des intrazerebralem Sauerstoffpartialdruckes unter 10 mmHg die Maßnahmen sofort abgebrochen werden. Auch bei höhergradigen Veränderungen, bei denen eine Schädigung des Patienten nicht mehr sicher auszuschließen ist, führt dies zu einem Abbruch der Maßnahme. Die Maßnahmen verzögern keine anderen Maßnahmen und werden nur unter der Voraussetzung durchgeführt, dass der Patient ohnehin aus therapeutischer Sicht eine Überwachung der beschriebenen Werte benötigt und daher bereits die hierfür nötigen Messsonden erhalten hat.

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Studiendetails

Studienziel Im Rahmen der Studie soll untersucht werden, ob die Anlage einer Zervikal-Orthese über einen Zeitraum von 30 Minuten (in Deutschland eine realistische Zeit, innerhalb derer ein Patient in eine Klinik verbracht werden sollte) zu einer Veränderung von intrakraniellem Druck und intrazerebralem Sauerstoffpartialdruck führt. Gemessen werden diese Werte über zuvor eingebrachte Messsonden während einer 30minütigen Anlage einer Halskrause.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle UKSH Kiel Klinik für Neurochirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden sollen Patienten, die auf Grund eines Schädel-Hirn-Traumas oder einer intrakraniellen Blutung ein invasives Neuro-Monitoring erhalten haben.

Ausschlusskriterien

  • Große ICP-Schwankungen (über 5mmHg)
  • n. dekompressiver Hemikraniektomie
  • Akut vorliegende Vasospasmen

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Kiel

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Häufig gestellte Fragen

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Die Anlage einer rigiden Zervikal-Orthese gehört zum Standard in der präklinischen Versorgung bei Trauma-Patienten, bei denen eine Wirbelsäulenverletzung nicht sicher auszuschließen ist. Es gibt einzelne Fallberichte und eine kleinere Studie, die einen Anstieg des intrakraniellen Druckes unter korrekt angelegter Zervikal-Orthese beschrieben haben. Dies ist wahrscheinlich durch eine Abflussstörung durch Kompression der Jugularvenen bedingt. Die bis jetzt durchgeführten Studien zeigen allerdings nur den kurzfristigen Verlauf (5 Minuten) und beschreiben auch keinen Einfluss auf den Sauerstoffpartialdruck intrazerebral. Letztendlich haben diese Daten zur Empfehlung geführt, die Zervikal-Orthese bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma kritisch zu überdenken und die Halswirbelsäule unter Umständen anders zu immobilisieren. Dies kann allerdings zu einer unzureichenden Immobilisation der HWS führen, was eine Verschlechterung des Outcomes bei einer bestehenden (Hals-)Wirbelsäulenverletzung bedingen kann.

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