Beschreibung der Studie

Es ist seit langem bekannt, dass bei Patienten mit einer Pumpschwäche der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz) nächtliche Atempausen auftreten können. Diese bezeichnet man als (zentrale) Schlafapnoe. Typisch hierfür ist ein Atemmuster im Schlaf, welches durch den regelmäßigen Wechsel eines reduzierten und eines gesteigerten Atemantriebs gekennzeichnet ist. Dies wird als periodische Atmung oder Cheyne-Stokes-Atmung bezeichnet. Derzeit ist noch unklar, ob dieses Atemmuster ohne jeden Zweifel gesundheitsschädlich ist oder ob es einen Versuch des Körpers darstellt, die Folgen der Herzschwäche abzumildern oder sogar zu einer gewissen Entlastung des Herzens beizutragen. Daher soll in dieser Studie untersucht werden, welche kurzfristigen Auswirkungen verschiedene Atemmanöver (hierunter auch eine „nachgemachte“ bzw. simulierte Cheyne-Stokes-Atmung) tagsüber auf Herz und Kreislauf hat. Dies soll gemäß Fallzahlkalkulation (Gutachten des Institutes für Biometrie und Klinische Forschung der medizinischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster vom 13.07.2017) bei 60 (3 Gruppen á 20) Patienten in hinsichtlich der verschiedenen Atemmanöver zufälliger Reihenfolge erfolgen. Die 3 Gruppen von Patienten werden sich maßgeblich hinsichtlich Ihrer Herzfunktion unterscheiden (Linksherzschwäche vs. Rechtsherzschwäche vs. Patienten ohne Herzschwäche).

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Studiendetails

Studienziel Muskulär sympathischen Aktivität [Burst rate/min; Burst rate/100 beats; Messung mittels eines Mikroneurographie Gerätes von AD Instruments mit einer kleinen Nadel im N. peroneus], Hochfrequenzkomponente der Herzfrequenzvariabilität [%; Messung mittels eines nicht invasiven Hämodynamik Monitores: dem sog. Task Force Monitor von CNSystems], Niedrigfrequenzkomponente der diastolischen Blutdruckvariabilität [%; Messung mittels eines nicht invasiven Hämodynamik Monitores: dem sog. Task Force Monitor von CNSystems] - > jeweils Auswertung der (Mittel-) Werte unter den verschiedenen Interventionen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Else Kröner-Fresenius-Stiftung (A 109)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • >18 Jahre (Gruppe 1, 2 und 3)
  • einwilligungsfähig (Gruppe 1, 2 und 3)
  • klinisch, laborchemisch, echokardiographisch bzw. invasiv gesicherte Rechts bzw. Linksherzinsuffizienz für die Gruppen 1 und 2 (Diagnose einer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion -HFrEF- bzw. Rechtsherzinsuffizienz infolge einer Nizza Typ I pulmonal arteriellen Hypertonie -PAH- im Einklang mit den neuesten entsprechenden Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie -ESC-; >12 Wochen seit der Diagnose der HFrEF bzw. PAH; Keine Hospitalisierung in den letzten 4 Wochen vor Einschluss in die Studie; Optimale medikamentöse Therapie im Einklang mit den jeweils neuesten ESC Leitlinien mit keiner Änderung der Medikation in den letzten 4 Wochen und einer Kombinationstherapie für sowohl die PAH als auch die HFrEF -bei Nicht-Vorhandensein einer Kombinationstherapie bei der PAH bzw. Nicht Vorhandensein eines beta-blockers oder ACE-Hemmers/ARBs bei der HFrEF muss der Grund dafür dokumentiert werden-) (Gruppe 1 und 2)
  • Alters und Geschlechts-entsprechende gesunde Kontrollpersonen für die Gruppe 3 (unauffälliges Echo und Elektrokardiogram und nicht erhöhtes NT-BNP) (Gruppe 3)

Ausschlusskriterien

  • andere schwerwiegende internistische Vorerkrankung, insbesondere Diabetes, schwere Niereninsuffizienz
  • Schwerwiegende neurologische Vorerkrankung wie Schlaganfall, insbesondere Hirnstamminfarkt
  • Einnahme von Opiaten und Opioiden
  • Schwerwiegende psychiatrische Vorer-krankung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Während die Wechselbeziehung zwischen obstruktiver Schlafapnoe und Herzinsuffizienz sowohl klinisch-empirisch als auch pathophysiologisch umfangreich belegt ist, wird der Stellenwert der Cheyne-Stokes-Atmung (CSA-CSR) bei Patienten mit Herzinsuffizienz immer noch kontrovers diskutiert. Die CSA-CSR ist dabei gekennzeichnet durch eine zentral bedingte Hyperventilationsneigung, bei der sich ein Crescendo-Decrescendo Atemmuster mit zentralen Apnoen abwechselt. Konkret stellt sich die Frage, ob die CSA-CSR nur ein den Schweregrad der Herzinsuffizienz widerspiegelndes Epiphänomen im Sinne eines vielleicht sogar protektiv wirksamen Kompensationsmechanismus ist oder ob sie einen unabhängigen, prognostisch ungünstigen Risikofaktor für weitere kardiovaskuläre Komplikationen darstellt. Dementsprechend ist nicht abschließend geklärt, ob die CSA-CSR bei Patienten mit Herzinsuffizienz therapiert werden sollte oder nicht. Die wissenschaftliche Fragestellung der Studie lautet daher: Hat die CSA-CSR kurzfristig günstige Effekte auf Surrogatmarker des autonomen Nervensystems und der Herz-/Kreislauffunktion, so dass die Hypothese gestützt wird, dass die CSA-CSR einen kompensatorischen Effekt des versagenden Herzens mit potentiell protektiven Eigenschaften darstellt? Welche Effekte hat dabei eine willentliche Beeinflussung der Atemfrequenz und oder des Atemzugvolumens auf Surrogatmarker des autonomen Nervensystems und der Herz-/Kreislauffunktion ? Dies soll gemäß Fallzahlkalkulation (Gutachten des Institutes für Biometrie und Klinische Forschung der medizinischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster vom 13.07.2017) bei 60 (3 Gruppen á 20) Patienten in hinsichtlich der verschiedenen Atemmanöver zufälliger Reihenfolge erfolgen. Die 3 Gruppen von Patienten werden sich maßgeblich hinsichtlich Ihrer Herzfunktion unterscheiden (Linksherzschwäche vs. Rechtsherzschwäche vs. Patienten ohne Herzschwäche).

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