Beschreibung der Studie

Es ist seit langem bekannt, dass bei Patienten mit einer Pumpschwäche der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz) nächtliche Atempausen auftreten können. Diese bezeichnet man als (zentrale) Schlafapnoe. Bei der pulmonal-arteriellen Hypertonie (Lungenhochdruck) ist vor allem die rechte Herzkammer überlastet, so dass eine Rechtsherzinsuffizienz entstehen kann. Die Frage, ob und wie häufig auch in dieser Patientengruppe nächtliche Atempausen auftreten können, ist derzeit noch unzureichend untersucht. Von der Durchführung der vorgesehenen Studie erhoffen wir uns daher neue Erkenntnisse über die Häufigkeit von Atmungsstörungen im Schlaf bei Patienten mit einer pulmonal-arteriellen Hypertonie. Ferner soll untersucht werden, wie schlafbezogene Atmungsstörungen überhaupt entstehen und inwieweit sie durch den Schweregrad der pulmonal-arteriellen Hypertonie beeinflusst werden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Vorhandensein (Typ und Schwere) einer schlafbezogenen Atmungsstörung (SBAS) [keine SBAS vs. obstruktive SBAS vs. zentrale SBAS; geringgradig vs. mittelgradig vs. hochgradig]
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Department für Neurologie-Klinik für Schlafmedizin und neuromuskuläre Erkrankungen Universitätsklinikum Münster

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • >18 Jahre
  • einwilligungsfähig
  • invasiv gesicherte Diagnose einer Nizza Typ I pulmonal arteriellen Hypertonie -PAH- im Einklang mit den neuesten entsprechenden Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie -ESC-; >12 Wochen seit der Diagnose der PAH; Keine Hospitalisierung in den letzten 4 Wochen vor Einschluss in die Studie; Optimale medikamentöse Therapie im Einklang mit den jeweils neuesten ESC Leitlinien mit keiner Änderung der Medikation in den letzten 4 Wochen und einer Kombinationstherapie für die PAH -bei Nicht-Vorhandensein einer Kombinationstherapie bei der PAH muss der Grund dafür dokumentiert werden-

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen einer sekundären pulmonalen Hypertonie (pulmonal-arterieller Mittel-Druck > 25 mmHg; PCWP >15 mmHg)
  • andere schwerwiegende internistische Vorerkrankung, insbesondere Diabetes, schwere Niereninsuffizienz
  • Schwerwiegende neurologische Vorerkrankung wie Schlaganfall, insbesondere Hirnstamminfarkt
  • Einnahme von Opiaten und Opioiden
  • Schwerwiegende psychiatrische Vorerkrankung
  • Kontraindikation gegen die Durchführung einer MRT-Untersuchung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Pulmonale Hypertonie-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

In dieser Untersuchung soll der aktuelle Wissenstand zur Prävalenz schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit präkapillärer pulmonaler Hypertonie auf eine breitere Basis gestellt werden. Weiterhin sollen mit einem multimodalen diagnostischen Ansatz die klinischen und pathophysiologischen Charakteristika schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit präkapillärer pulmonaler Hypertonie umfassend untersucht werden. Im Einzelnen sollen hierbei die MRT-Bildgebung des Herzens, die Lungenfunktionsdiagnostik inkl. Blutgasanalyse, die kardiorespiratorische Polygraphie, die Evaluation des zentralen Atemantriebes, sowie für die PH und Schlaf (Apnoe) validierte Symptomscores zur Anwendung kommen. Dies soll gemäß Fallzahlkalkulation (Gutachten des Institutes für Biometrie und Klinische Forschung der medizinischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster vom 12.07.2017) bei 80 Patienten erfolgen. Aufgrund zu erwartend verschiedener Pathophysiologien soll dabei unterschieden werden zwischen distinkten Untergruppen von Patienten mit präkapillärer pulmonaler Hypertonie. Hier vor allem: -die primäre pulmonale Hypertonie (PAH; Nizza I) bei Bindegewebserkrankung -die primäre pulmonale Hypertonie (PAH; Nizza I) bei angeborenem Herzfehler -die primäre pulmonale Hypertonie (PAH; Nizza I) bei idiopathischer Ursache (IPAH) -die (präkapilläre) pulmonale Hypertonie bei chronischen Thromboembolien (Nizza IV). Letztlich wird noch eine (telefonische) Follow-UP Untersuchung nach 12 und nach 24 Monaten durchgeführt. Dies wird Aussagen über den prädiktiven Wert hinsichtlich harter klinischer Endpunkte wie Mortalität/kardiovaskulärer Mortalität/stationäre Krankenhausaufenthalte wegen kardialer Dekompensation der o.g. Untersuchungen ermöglichen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: