Beschreibung der Studie

Im Laufe einer Demenzerkrankung kommt es zu einem Rückgang der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Im Projekt „MobiAssist“ wird ein Exergame zur Förderung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit von Patienten mit Demenz entwickelt. Das Bewegungsprogramm enthält Kraft- und Koordinationsübungen sowie geistige und biografische Stimulation. Trainiert wird vor dem Fernseher; die Steuerung erfolgt über die MS Kinect. So werden Nutzer auf einfache Art und Weise zu körperlichen Aktivitäten anregt. Auf diese Weise trägt „MobiAssist“ dazu bei, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern und die Krankheitsprävention von Demenzpatienten in ihrem Zuhause zu unterstützen.

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Studiendetails

Studienziel Funktionaler Status Selbstversorgungsfähigkeiten gemessen mit dem Barthel-Index (Hamburger Manual). Zeiträume: Dezember 2017 bis Januar 2018 (T0), März bis April 2018 (T1), Juli bis August 2018 (T2)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 45
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Demenz vom Alzheimer-Typ bzw. vaskuläre Demenz; diagnostiziert (CERAD Testbatterie) durch Fachpersonal der Gedächtnissprechstunde. Alternativ (für Zentrum Siegen): Clinical Dementia Rating (CDR; Morris, 1993) Wert > 0,5
  • zustimmungs- und einwilligungsfähig
  • Teilnehmer sind im Ruhestand
  • Bewegungsfähigkeit (Fähigkeit, selbstständig vom Stuhl aufzustehen und mind. 6 m zu gehen)
  • Pflegebedarf gegeben und durch Barthel-Index ermittelt; Barthel-Index nicht < 60 Punkte (Mahoney & Barthel, 1965)
  • Unterstützung durch Pflegeperson und/oder pflegenden Angehörigen
  • Schriftliche Einverständniserklärungen vom Demenzerkrankten und Pflegenden
  • Ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • Kognitive/soziale Voraussetzungen (interessiert, motivationsfähig, kein aggressives Verhalten, gezeigte Übungen imitieren können, einfache verbale Informationen verstehen)
  • Physische Voraussetzungen (Sehfähigkeit, Hörfähigkeit, Fähigkeit zu Sprechen sowie Sprachverstehen, Sitzen, Aufstehen, Stehen können, min. Gehstrecke möglich, Greifen, festhalten (an Stuhllehne; evtl. auch für Fang-/Werfbewegungen)
  • Umgebungsvoraussetzungen/Vorbereitung (Fernsehgerät mit HDMI-Anschluss und Internetzugang mit WLan zu Hause)

Ausschlusskriterien

  • Andere Demenzerkrankungen, wie z.B. Frontotemporale Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz, Korsakow-Syndrom, familiäre Demenz etc.
  • Psychische Erkrankungen, wie aktuell bestehende schwere Depressionen, Ängste und Zwänge, die nicht seit mindestens sechs Monaten medikamentös zufriedenstellend behandelt sind; substanzbe-zogene Erkrankungen (inkl. Alkohol) innerhalb der letzten zwei Jahre; Schizophrenie und andere psychotische Erkrankungen
  • neurodegenerative Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wie Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, ALS etc.
  • Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, wie instabile Angina Pectoris, akute Herzinsuffizienz, akute koronare Herzkrankheit; unbehandelte Herzrhythmusstörungen und Herzklappenerkrankungen; Herzschrittmacher; unbehandelte Hypertonie oder schwere Hypertonie (Stufe 3) mit systolischen Werten >180 mm Hg oder diastolischen Werten > 110 mm Hg bzw. Hypotonie mit < 90/60 mm Hg
  • unbehandelte Krebserkrankung
  • unbehandelte hormonelle Erkrankungen
  • schlecht eingestellter Diabetes (z.B. Blutglukoselevel von < 6 mmol/L oder >15 mmol/L)
  • Epilepsie
  • COPD (Grad 4)
  • akute Infektionen oder Fieberzustände
  • akute Niereninsuffizienz
  • Osteoporose (fortgeschritten)
  • Operationen in den letzten sechs Monaten
  • Einnahme von Neuroleptika und/oder Benzodiazepinen
  • aktuelle Teilnahme an einer weiteren Studie bzgl. der Demenz

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Symptomatisch für dementielle Erkrankungen sind nicht nur der Rückgang geistiger, sondern auch körperlicher Leistungen. Dabei nehmen mit zunehmendem Demenzschweregrad die Fähigkeiten für die Alltagaktivitäten ab und der Umfang des Unterstützungs- sowie Pflegebedarfs nimmt entsprechend zu. Aktivitäten, die die geistigen und körperlichen Leistungen anregen oder trainieren würden, werden reduziert oder gar aufgegeben. Ein Großteil der Pflege von dementiell Erkrankten, vor allem bei beginnender Demenz, wird privat, d.h. im jeweiligen häuslichen Umfeld und in vielen Fällen von Familienmitgliedern realisiert. Studien zur häuslichen Pflege Demenzkranker weisen eine deutlich höhere Belastung der Pflegepersonen im Vergleich zu Pflegenden von Nichtdemenzerkrankten nach. Ziele des Projekts sind die Verbesserung oder Erhalt der körperlichen und geistigen Fähigkeiten und somit eine Stärkung der Fähigkeiten für Alltagsaktivitäten und der Selbständigkeit der an Demenz erkrankten Person sowie eine Entlastung der pflegenden Angehörigen und Pflegekräfte. Realisiert wird dies mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie. Für das Bewegungsprogramm wurden Exergames entwickelt, in denen Kraft- und Koordinations- sowie kognitive Übungen spielerisch umgesetzt sind. Die Übungen des Trainings können in dem System geplant, dokumentiert und einem Monitoring-Verfahren unterzogen werden. Trainiert wird zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Die Integration in die Pflegeplanung eines ambulanten oder teilstationären Dienstes ist möglich. Das System ist durch einen sicheren Cloudserver mit verschiedenen Endgeräten (z.B. Tablet) verbunden, so dass die Information aller Beteiligten über den aktuellen Trainingsstand ermöglicht wird. MobiAssist umfasst auch ein Informations- und Ausbildungssystem, das zur Konzipierung und Durchführung von Schulungen für pflegende Angehörige und Pflegekräfte genutzt werden kann. In einer Abschlussevaluierung wird der Prototyp auf Durchführbarkeit des Systems und Effektivität des Programms auf Verbesserung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten, der Alltagsaktivitäten und auf Reduzierung der Pflegebelastung in einem Eigenkontrollgruppendesign überprüft. Ablaufplan für alle Probanden: erster Messzeitpunkt, 16-wöchige Kontrollphase, zweiter Messzeitpunkt, 16-wöchige Interventionsphase, dritter Messzeitpunkt.

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