Beschreibung der Studie

Diese Studie beschäftigt sich mit der Evaluation eines Seminars zu gesundheitsorientierter Führung, das im Auftrag der AOK Baden-Württemberg entwickelt wurde. Ziel ist die Prävention psychischer Erkrankungen und Burnout am Arbeitsplatz. Der Kurs findet in Gruppen á 10-12 Teilnehmern statt und erstreckt sich über 3 Termine á 8 Stunden und zwei Nachhaltigkeitsterminen á 1,5 Stunden. Ziel des Kurses ist, Führungskräfte in einem gesundheitsförderlichen Umgang mit sich selbst und mit ihren MitarbeiterInnen zu schulen. Der Kurs beinhaltet daher drei inhaltliche Themenblöcke (Gesunde Selbstführung, Gesunde Mitarbeiterführung, Umgang mit belasteten Mitarbeitern), sowie zwei Nachhaltigkeitstermine, in denen die Integration erlernter Strategien in den Arbeitsalltag zusätzlich gefördert werden soll. Führungskräfte unterschiedlicher Unternehmen in Baden-Württemberg werden eingeladen im Zeitraum 09/2017-12/2018 diesen Kurs zu besuchen. Die teilnehmenden Führungskräfte und deren direkte MitarbeiterInnen werden zu drei Messzeitpunkten schriftlich befragt. Als Kontrollgruppe werden Versicherte der AOK-Baden-Württemberg angeschrieben, die statistisch gesehen, ähnliche Merkmale wie die Führungskräfte und MitarbeiterInnen aufweisen. Die Probanden der Experimental- und Kontrollgruppe werden zu drei Zeitpunkten (vor Beginn der Kurse, direkt nach Abschluss der Kurse sowie drei Monate später) schriftlich befragt. Eine unaufgeforderte Teilnahme an der Studie ist nicht möglich. Ziel der Evaluationsstudie ist die Untersuchung der Effektivität und Kosteneffektivität der Kurse. Die Hypothesen sind, dass der gesundheitsorientierte Führungsstil der Führungskräfte steigt und folglich psychische Belastung und Krankheitskosten sowohl bei den Führungskräften als auch deren MitarbeiterInnen sinken.

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Studiendetails

Studienziel Messzeitpunkte sind vor Beginn der Kurse (t0), nach der letzten Kurseinheit (t1= t0+12 Wochen) sowie 3 Monate nach Abschluss des Kurses (t2 = t1 + 12 Wochen). Die Evaluationsstudie wird mit fragebogenbasierten Selbstratings durchgeführt. Folgende Messinstrumente sind primäre Endpunkte und werden zu allen drei Messzeitpunkten eingesetzt: - „Health Oriented Leadership" Selbsteinschätzung durch Führungskraft und Fremdeinschätzung durch Mitarbeiter" (HoL; Franke, Felfe & Pundt, 2014) - "Wertschätzung am Arbeitsplatz": Selbsteinschätzung durch Führungskraft und Fremdeinschätzung durch Mitarbeiter (WAA; Jacobshagen, Oehler, Stettler, Liechti, & Semmer., 2008) - „Hospital Anxiety and Depression Scale" Selbsteinschätzung durch Führungskraft und Mitarbeiter“ (HADS-D; Herrmann-Lingen, Buss & Snaith, 2007) Sekundäre Endpunkte sind die spezifischen und unspezifischen Krankheitskosten. Diese werden von der AOK-Baden-Württemberg aus den Bestandsdaten ermittelt. Literatur Franke, F., Felfe, J., & Pundt, A. (2014). The impact of health-oriented leadership on follower health: Development and test of a new instrument measuring health-promoting leadership. German Journal of Human Resource Management, 28(1-2), 139-161. Herrmann-Lingen, C., Buss, U., & Snaith, R. P. (2007). Hospital anxiety and depression scale: HADS-D; deutsche Version; ein Fragebogen zur Erfassung von Angst und Depressivität in der somatischen Medizin; Testdokumentation und Handanweisung. Huber. Jacobshagen, N., Oehler, N., Stettler, E., Liechti, S., & Semmer, N. K. (2008). Appreciation at Work: Measurement and Associations with Well-Being. Poster presented at the 8th Conference of the European Academy of Occupational Health Psychology in Valencia, Spain.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 600
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle AOK Baden-Württemberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • aktuell vertraglich bestehendes Beschäftigungsverhältnis mit Arbeitgeber

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Unternehmen im privaterwerbswirtschaftlichen und öffentlichen Sektor, Baden-Württemberg

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Häufig gestellte Fragen

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Im Zeitalter digitaler Arbeit werden Arbeitsprozesse fortlaufend komplexer und dynamischer, sowie zeitlich und örtlich flexibel: So verzeichnet das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde seit 1991 um 45,4% (Statistisches Bundesamt, 2016). Gleichwohl erfordert der Wandel eine erhöhte Flexibilität und psychische Belastbarkeit der Beschäftigten. Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen sind seit 2005 um 79,3% gestiegen und fast jede zweite Frühberentung geht mittlerweile auf eine psychisch bedingte Erwerbsminderung zurück (Meyer, Wehner, & Cichon, 2017; DRV Bund, 2013). Die Frage, wie Arbeit gesund gestaltet werden kann, gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Die Weiterbildung von Führungskräften ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Daher wurde das Präventionsprogramm „Führung in Balance“ 2016 im Auftrag der AOK Baden-Württemberg entwickelt. Das Präventionsprogramm besteht aus drei inhaltlichen Seminarbausteinen à 8 Stunden (Gesunde Selbstführung, Gesunde Mitarbeiterführung, Umgang mit belasteten Mitarbeitern), sowie zwei Nachhaltigkeitsworkshops á 1,5 Stunden. Fragestellung Primäres Ziel der geplanten Evaluationsstudie ist die Frage nach Effektivität und Kosteneffektivität des Präventionskurses „Führung in Balance“ Hypothese 1: Bei den Führungskräften, die an dem Präventionskurs teilnehmen, steigen gesundheitsorientierter Führungsstil und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern im Vergleich zur Kontrollgruppe zum Post-Messzeitpunkt an. Die psychische Belastung der Führungskräfte im Vergleich zur Kontrollgruppe nimmt zum Post-Messzeitpunkt ab. Hypothese 2: Die direkt geführten Mitarbeiter der teilnehmenden Führungskräfte schätzen den gesundheitsorientierten Führungsstil und die Wertschätzung ihrer Führungskräfte höher ein im Vergleich zur Kontrollgruppe zum Post-Messzeitpunkt Die psychische Belastung der Mitarbeiter im Vergleich zur Kontrollgruppe nimmt zum Post-Messzeitpunkt ab. Hypothese 3: Die Führungskräfte, die an dem Präventionskurs teilgenommen haben, weisen im Jahr nach der Teilnahme signifikant geringere direkte und indirekte Krankheitskosten auf als im Vorjahr - ebenso deren direkte Mitarbeiter. Sekundäres Ziel der Evaluationsstudie ist die Untersuchung der subjektiven Zufriedenheit der Führungskräfte, die an dem Präventionsprogramme teilnehmen, sowie die Compliance. Literatur Deutsche Rentenversicherung Bund (2013). Rentenversicherung in Zeitreihen. DRV-Schriften, 22. Statistisches Bundesamt (2016). Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. Wiesbaden. Meyer, M., Wehner, K., & Cichon, P. (2017). Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft
im Jahr 2016. In B. Badura, A. Ducki, H. Schroeder, J. Klose & M. Meyer (Hrsg.), Fehlzeiten-Report 2017 (S. 281-474). Berlin: Springer.

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