Beschreibung der Studie

Im Rahmen einer Stabilisierungsoperation der Lendenwirbelsäule werden Schrauben über eine Knochenbrücke (Pedikel) präzise in den Wirbelkörper eingebracht und mittels Stangensystem verbunden. Zusätzlich erfolgt die Platzierung eines Platzhalters (Cage) in das Bandscheibenfach bei degenerativen Erkrankungen, um eine ausreichende Fusion bei Instabilitäten zu gewährleisten (sog. transforaminale lumbale interkorporelle Fusion [TLIF]). Bei infektionsassoziierten oder traumatischen Instabilitäten wird auf den Platzhalter gewöhnlich verzichtet. Aufgrund des geringeren Muskeltraumas mit früherer Mobilisation der Patienten, selteneren Wundheilungsstörungen sowie eines geringeren intraoperativen Blutverlustes werden zunehmend minimal-invasive Techniken anstatt der offenen Operation eingesetzt. Die Platzierung der Pedikelschrauben kann mithilfe der konventionellen Röntgenbildgebung mittels Einzelaufnahmen (Fluoroskopie) sowie auch intraoperativem 3D-Scan und Navigation erfolgen. Eine zunehmend in den Fokus rückende Komplikation der Schraubenplatzierung ist eine Verletzung des oberen, nach der Operation weiterhin mobilen Facettengelenks durch die Schraube mit Folgen wie lokalem Schmerzsyndrom oder vermehrter Anschlussdegeneration. Demnach ist eine Tangierung der Gelenke durch die platzierte Schraube zu vermeiden. Wir möchten diesbezüglich nun unsere Erfahrungen bei minimal-invasiven TLIF-Operationen statistisch auswerten. Unsere Hypothese ist, dass die Schraubenplatzierung mittels intraoperativer Navigation eine geringere Anzahl an Facettengelenksverletzungen im Vergleich zur Verwendung der Fluoroskopie impliziert.

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Studiendetails

Studienziel Häufigkeit der kranialen Facettengelenksverletzung bei MIS-TLIF und Schraubenplatzierung mittels Fluoroskopie [FLUORO-Gruppe] und Navigation [NAV-Gruppe]
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit lumbaler Stabilisierungsoperation mit Platzierung von Pedikelschrauben und eines interkorporalen Cages [MIS-TLIF] zwischen Januar 2006 und Mai 2015 in unserer Abteilung.

Ausschlusskriterien

  • Alter unter 18 Jahre, b) offene Operation c) fehlendes postoperatives Verlaufs-CT der LWS

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Im Rahmen einer dorsalen Stabilisierung der Lendenwirbelsäule werden Schrauben über den Pedikel präzise in den Wirbelkörper eingebracht und mittels Stangensystem verbunden. Zusätzlich erfolgt die Platzierung eines Platzhalters (Cage) in das Bandscheibenfach bei degenerativen Erkrankungen, um eine ausreichende Fusion bei Instabilitäten zu gewährleisten (sog. transforaminale lumbale interkorporelle Fusion [TLIF]). Bei infektionsassoziierten oder traumatischen Instabilitäten wird auf den Platzhalter gewöhnlich verzichtet. Aufgrund des geringeren Muskeltraumas mit früherer Mobilisation der Patienten, selteneren Wundheilungsstörungen sowie eines geringeren intraoperativen Blutverlustes werden zunehmend minimal-invasive Techniken anstatt der offenen Operation eingesetzt. Die Platzierung der Pedikelschrauben kann mithilfe der konventionellen Röntgenbildgebung mittels C-Bogen und Einzelaufnahmen (Fluoroskopie [FLUORO]) sowie auch intraoperativem 3D-Scan und Navigation [NAV] erfolgen. Eine zunehmend in den Fokus rückende Komplikation der Schraubenplatzierung ist eine Verletzung des kranialen, nach der Operation weiterhin mobilen Facettengelenks durch die Schraube mit Folgen wie lokalem Schmerzsyndrom oder vermehrter Anschlussdegeneration. Demnach ist eine Tangierung der Gelenke durch die platzierte Schraube zu vermeiden. Die Häufigkeit in den vorangegangenen Untersuchungen liegt bei 20-30% aller behandelten Patienten. Die Datenlage bzgl. der Häufigkeit der Facettengelenksverletzung abhängig von den verschiedenen Implantationsverfahren (offene versus minimal-invasive Technik; Fluoroskopie versus Navigation) differiert in der vorhandenen Literatur, wodurch hier momentan noch keine klare Beurteilung abgeleitet werden kann. Daher möchten wir diesbezüglich nun unsere Erfahrungen bei minimal-invasiven TLIF-Operationen [MIS-TLIF] statistisch auswerten. Unsere Hypothese ist, dass die Schraubenplatzierung mittels intraoperativer Navigation [NAV-Gruppe] eine geringere Anzahl an Facettengelenksverletzungen im Vergleich zur Verwendung der Fluoroskopie [FLUORO-Gruppe] impliziert.

Quelle

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