Beschreibung der Studie

Nach herzchirurgischen Eingriffen kommt es regelhaft zu Verwirrungszuständen (Delir), die zwar meist vorübergehend sind, jedoch mit Komplikationen einhergehen. Die Ursache hierfür ist im wesentlichen unklar. In einer vorangegangenen Studie konnten wir feststellen, dass ein im Gehirn gemessener Blutfluss an der Herz-Lungen-Maschine, der über dem Ausgangswert vor OP Beginn liegt, in Zusammenhang steht mit Delir. Es soll nun untersucht werden, ob ein individuell angepasster Fluss der Herz-Lungen-Maschine, gesteuert über Ultraschallflussmessungen der Hirnarterien, das Auftreten von Delir reduziert.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Delir bis 3 Tage postoperativ, gemessen mit Confusion Assessment Method (CAM) oder CAM-ICU test (Confusion Assessment Method for the intensive care unit) an den ersten 3 postoperativen Tagen
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum BonnKlinik für Anästhesiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Herzchirurgischer Eingriff mit HLM: Klappenintervention, Bypass OP

Ausschlusskriterien

  • Notfalleingriffe, Aortenbogeneingriffe, Hypotherme Perfusion (Körpertemp. <32°C)

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Bonn

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Bonn via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Der kardiopulmonale Bypass (CPB) ist ein Standardverfahren der Herzchirurgie. Neben den therapeutischen Perspektiven, die dieses Verfahren eröffnet, ist es selbst Ausgangspunkt für systemische und organspezifische Komplikationen. Typische Komplikationen sind die Herzinsuffizienz, renale und pulmonale Dysfunktionen, neurologische und kognitive Einschränkungen sowie Gerinnungsalterationen. Der herzchirurgische Patient weist (im Vergleich zu anderen operativen Gebieten) ein hohes neurologisches Gefährdungspotential auf. Insbesondere das postoperative Delir (POD) stellt nach wie vor ein schwerwiegendes Problem dar und ist mit einem schlechteren postoperativem Outcome vergesellschaftet. Da die Ätiologie nicht vollständig geklärt und wahrscheinlich multifaktoriell ist, gestaltet sich ein präventiver Ansatz schwierig. In einer vorangegangenen Studie konnten wir mittels transkranieller Dopplersonographie (TCD) eine Assoziation von höherem Patientenalter mit präoperativ reduzierter Blutflussgeschwindigkeit in der Arteria cerebri media (MCAV) zeigen. Diese Patienten hatten ein signifikant höheres Risiko, ein POD zu entwickeln. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass eine relative (im Vergleich zum präoperativen Blutfluss) cerebrale Hyperperfusion während der CPB-Zeit (definiert als MCAV <100 % des Ausgangswertes) ebenfalls in Zusammenhang stand mit der Entwicklung eines POD. Unklar ist aktuell, ob eher ein reduzierter basaler cerebraler Metabolismus oder aber eine intraoperative Hyperperfusion zur Entwicklung der Symptome des Delirs beitragen. In einer randomisierten prospektiven Studie soll nun untersucht werden, ob sich ein hämodynamisches Management, adaptiert an die basale MCAV vor Beginn des CPB, günstig auf die Entwicklung eines POD auswirkt. Primäres Ziel ist dabei die Vermeidung von POD über Anpassung des Flusses der Herz-Lungen-Maschine, orientiert an der kontinuierlich gemessenen MCAV.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: