Beschreibung der Studie

Auch wenn eine Operation in vielen Fällen ohne Komplikationen für den Patienten verläuft, gibt es für bestimmte Personengruppen ein erhöhtes Risiko, dass dennoch Probleme wie das Delir (vorübergehender Verwirrtheitszustand), Blutungen, Infektionen, Stürze, Elektrolytentgleisungen und andere während des stationären Aufenthaltes auftreten. Eine dieser Personengruppen umfasst geriatrische Patienten, also Menschen, die unter anderem über 70 Jahre alt sind und zusätzlich mehrere chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche, Diabetes, Demenz, Parkinson usw. haben und entsprechend fünf oder mehr Arzneimittel einnehmen müssen. Hinzu kommt, dass der alte bzw. geriatrische Mensch häufig eine andere, dem Alter entsprechend angepasste, also altersgerechte Therapie benötigt. Bislang gibt es in Deutschland kein Standardverfahren zur Vermeidung des Delirs sowie anderer durch Medikamente verursachte Komplikationen bei älteren, geriatrischen Menschen im Rahmen einer Operation. Aus diesem Grund nimmt ein Team aus Geriatern und Apothekern an der medizinischen Versorgung dieser Patienten teil.

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Studiendetails

Studienziel Reduktion der postoperativen ABP (arzneimittelbezogene Probleme)-Rate während des Krankenhausaufenthaltes
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1725
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesverwaltungsamt

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 70 Jahre und älter;
  • ISAR-Score > 2;
  • Einnahme von 5 oder mehr Medikamenten;
  • Vormedikation bekannt;
  • Haupt- und Nebendiagnosen bekannt;
  • Medikationsanalyse durchgeführt:
  • Postoperativ (Kontrollgruppe)
  • Prä- und postoperativ (Interventionsgruppe);
  • Erstellung und Weitergabe von Therapieempfehlungen prä-operativ (gilt nur für die Interventionsgruppe);
  • mindestens eine durchgeführte Medikationsanalyse samt Befundung sowie die Erstellung und Weitergabe von Therapieempfehlungen;
  • post-operativ Medikationsanalyse und Befundung der Entlassmedikation;
  • Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • lt; 70 Jahre;
  • lt; 5 Medikamente;
  • ISAR-Score < 3;
  • Vormedikation unbekannt;
  • Haupt- und Nebendiagnosen unbekannt;
  • keine Medikationsanalyse durchgeführt;
  • keine Erstellung und Weitergabe von Therapieempfehlungen prä-operativ (gilt nur für die Interventionsgruppe);
  • keine Einverständniserklärung abgegeben

Adressen und Kontakt

Evangelisches Krankenhaus Johannisstift, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Mit dieser Untersuchung soll ein Konzept vorgestellt und dessen klinischer Effekt evaluiert werden, um in einer chirurgischen Abteilung bei multimorbiden und hochbetagten Patienten Risikofaktoren für Komplikationen zu identifizieren, zu beheben und somit iatrogene Schädigungen zu vermeiden. Die Besonderheit dieses Projektes ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit eines geriatrisch-pharmazeutischen Teams in einer chirurgischen Abteilung in Verbindung mit der Anästhesie. Mehrere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass hochbetagte Personen von einer interdisziplinären Betreuung durch einen Geriater bzw. einer Geriaterin und einen Apotheker bzw. eine Apothekerin profitieren. Daher ist es naheliegend, diese Hochrisiko-Patienten in einer chirurgischen Abteilung nicht ausschließlich durch einen Geriater bzw. Geriaterin (bzw. Internisten/Internistin) oder durch einen Apotheker bzw. Apothekerin zu betreuen. Aus diesem Grund erfahren die Patienten in unserer Untersuchung eine Betreuung durch ein Team, dass sich aus beiden Professionen zusammensetzt. Solche Untersuchungen haben ebenfalls bisher unseres Wissens noch nicht stattgefunden. Einerseits soll die Häufigkeit von AMP wie Arzneimittelinteraktionen, andere UAW, Über-/Unterdosierungen, unbehandelte Indikationen, Arzneimittel ohne Indikationen, Arzneimitteltherapie trotz vorliegender Kontraindikation, als auch andererseits altersspezifische Faktoren wie der Einsatz von PIM oder anticholinerger Arzneimittel, die Einfluss auf die Arzneimitteltherapiesicherheit bzw. auf die Rekonvaleszenz bei älteren Menschen haben, ermittelt werden.

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