Beschreibung der Studie

Durch die Weiterentwicklung von Mundpflege und Zahnmedizin konnte in den vergangenen Jahren erreicht werden, dass immer mehr ältere Menschen ihre eigenen Zähne länger behalten. Diese positive Entwicklung führt im Falle der Pflegebedürftigkeit und der damit eingeschränkten Selbstpflegekompetenz zur mangelhaften Mundgesundheit mit erhöhtem Risiko von Zahnverlusten, verschlechterter Ernährungssituation und der Entstehung von systematischen Erkrankungen. Die Lebensqualität hängt somit auch von der Mundgesundheit ab. Für eine gute Mundgesundheit ist eine angemessene zahnmedizinische Versorgung mit einer individuellen Anleitung zur Mundpflege wichtig – auch in der häuslichen Umgebung. Ziel ist es, die Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen in der Häuslichkeit aufrechtzuerhalten und zu optimieren und damit einen Beitrag zur bestmöglichen Lebensqualität leisten zu können. Potentielle Studienteilnehmende sind Versicherte der teilnehmenden Betriebskrankenkassen mit erstem Wohnsitz in den Bundesländern Bremen oder Niedersachsen, die nach Sozialgesetzbuch XI pflegebedürftig und nicht stationär versorgt sind. Die Studie evaluiert die Inanspruchnahme von zahnmedizinischen Leistungen sowie den Mundgesundheitszustand nach einer Anleitung zur individuellen Mundpflege in der Häuslichkeit.

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Studiendetails

Studienziel Beobachtungsinstrument zur Erhebung der Mundgesundheit mittels Oral Health Assesment Tool (OHAT). Erhoben ab November 2018.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Pflegebedürftig nach Sozialgesetzbuch XI

Adressen und Kontakt

in der eigenen Häuslichkeit, Bremen und Niedersachsen

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Häufig gestellte Fragen

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Aktuelle Studien zeigen, dass Pflegebedürftige zahnmedizinische Leistungen deutlich seltener in Anspruch nehmen als Nicht-Pflegebedürftige. Gleichzeitig zeigt sich ein erhöhter Unterstützungsbedarf der täglichen Mundpflege, auch bei Pflegebedürftigen der unteren Pflegestufen bzw. Pflegegrade. Das Projekt Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen (MundPflege) erprobt eine neue Versorgungsform (nVF) für ambulant versorgte pflegebedürftige Menschen mit dem Ziel, die zahnmedizinische Versorgung dieser Personengruppe zu intensivieren und ihre Mundgesundheit zu verbessern. Die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität, die unter anderem durch Schmerzfreiheit, die Fähigkeit zum adäquaten Zerkleinern und Schlucken der Nahrung, zum Sprechen und somit zur sozialen Teilhabe bestimmt wird, wird gestärkt. Die nVF wird durch niedergelassene Zahnärzte und Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) erbracht. Ein wesentliches Merkmal der nVF ist der zugehende und niedrigschwellige Ansatz. Die Pflegebedürftigen werden von den BKK angeschrieben und über die nVF informiert. Weiterhin wird ihnen die Terminvereinbarung mit einem Zahnarzt abgenommen. Nachdem ein Zahnarzt im Rahmen der nVF für jeden Pflegebedürftigen eine individuelle Risikoanalyse durchgeführt hat, leiten fortgebildete und speziell geschulte Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) die Pflegebedürftigen und ihre informellen Pflegepersonen zur individuellen Mundpflege an. Die Pflegebedürftigen können so in ihrer häuslichen Umgebung aufsuchend betreut werden. Potentielle Studienteilnehmende sind Versicherte der teilnehmenden Betriebskrankenkassen mit erstem Wohnsitz in den Bundesländern Bremen oder Niedersachsen, die nach Sozialgesetzbuch XI pflegebedürftig und nicht stationär versorgt sind. Die Studie evaluiert die Inanspruchnahme von zahnmedizinischen Leistungen sowie den Mundgesundheitszustand nach einer Anleitung zur individuellen Mundpflege in der Häuslichkeit. Die Evaluation der nVF erfolgt auf Grundlage einer zweiarmigen randomisierten kontrollierten Studie (RCT). Ergänzend wird eine BKK-Routinedatenanalyse durchgeführt, in der die Primärdaten des RCT auf Ebene der Versicherten mit den zur Verfügung stehenden Routinedaten mittels Record Linkage verknüpft werden. Zusätzlich durchgeführt werden eine gesundheitsökonomische Evaluation und eine Potentialanalyse. Bei erfolgreicher Evaluation wird angestrebt, die nVF in die Regelversorgung zu überführen und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der entsprechenden Richtlinie nach § 22a SGB V des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu leisten.

Quelle

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