Beschreibung der Studie

Bei einer Dysplasie im Bereich des Gebärmutterhalses handelt es sich um Zellveränderungen, die sich im Laufe der Zeit zu einer bösartigen Krebserkrankung des Gebärmutterhalses entwickeln können und frühzeitig erkannt werden sollten. Dieses wissenschaftliche Forschungsprojekt beschäfftigt sich mit der kontaktlosen Darstellung und Früherkennung frühester Gewebeveränderungen („Entartungen“) der weiblichen Geschlechtsorgane mittels sogenannter „Hyperspektraler Bildgebung“. Eingeschlossen werden Patientinnen mit dem klinischen Verdacht einer intraepithelialen oder invasiven Neoplasie der weiblichen Geschlechtsorgane

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Studiendetails

Studienziel Bestimmung der Spezifität und Sensitivität der hyperspektralen Bildgebung
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Forschungsinstitut für FrauengesundheitDepartment für Frauengesundheit

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Klinisch / Histologisch Nachweis einer intraepithelialen oder invasiven Neoplasie
  • Schriftliches Einverständnis nach Aufklärung

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Department für Frauengesundheit, Tübingen

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Häufig gestellte Fragen

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Invasive Karzinome der Schleimhäute weiblicher Geschlechtsorgane sind ernstzunehmende Krebsentitäten und gehen zumeist mit einer schlechten Prognose einher. Intraepitheliale Neoplasien stellen Krebsvorstufen in der Entwicklung hin zu invasiven Karzinomen dar. Daher kommt der Krebsfrüherkennung eine besondere Bedeutung zu. Durch flächendeckende Krebsfrüherkennung in Deutschland konnte die Inzidenz von Karzinomen der weiblichen Geschlechtsorgane drastisch gesenkt werden. Assoziiert mit der Entstehung von intraepithelialen Neoplasien sind oft einmalige und persistierende Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV). Vor allem high-risk HPV-Typen 16 und 18 sind hierbei für die Entwicklung mittel- und hochgradiger intraepithelialer Neoplasien und für die Entstehung beispielweise von 60-70% der invasiven Zervixkarzinome verantwortlich. Ebenfalls HPV-assoziierte Läsionen sind Kondylome hinter denen sich angelehnt an das Bethesda-System „low-grade squamous intraepithelial lesions“ verbergen können. Die leitliniengerechte Krebsfrüherkennung im Bereich der Zervix beispielsweise stellt höchste Qualitätsanforderungen an diagnostisches Instrumentarium und den Untersucher. Wie unterschiedlich Krebsfrüherkennung im Allgemeinen gehandhabt wird, stellten Mitchell et al. in einer Metaanalyse fest, wobei nur 9 von 86 Studien die Kriterien an Qualität und statistische Auswertbarkeit erfüllten. Die Sensitivität der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen betrug zwischen 85-96%, die Spezifität jedoch nur 48-70%. Aktuellere Studien bestätigen diese Ergebnisse. Innovative Verfahren zur Standardisierung und Automatisierung der Untersuchung, die die behandelnden Ärzte in der Diagnosestellung automatisiert und reproduzierbar unterstützen, sind derzeit jedoch größtenteils vakant. Die Therapieentscheidung bei grenzwertigen kolposkopischen Ergebnissen könnte mit derartigen Verfahren positiv beeinflusst werden. Tidy et al. konnten in einer multizentrisch prospektiven Studie zeigen, dass unterstützende biosensorische Verfahren – hier eine Gewebeimpendanzmessung – die Sensitivität und Spezifität der Früherkennung der CIN deutlich erhöht. Bisherige Studien zur optisch unterstützten Detektion von CIN waren zumeist vom Auftragen einer Tracer-Substanz wie Säuren oder fluoreszierende Substanzen abhängig. Die hyperspektrale Bildgebung wird bereits erfolgreich zur Inspektion und Verlaufskontrolle von Wundheilungsprozessen eingesetzt und stellt ein etabliertes Verfahren in der industriellen Substanzuntersuchung und Qualitätssicherung dar. Die hyperspektrale Bildgebung kann für die kontaktlose und nicht-invasive Analyse von funktionellen, molekularen und chemischen Parametern verwendet werden. Die hyperspektrale Bildgebung erfolgt kontaktlos und ohne den Einsatz von Kontrastgebenden Substanzen oder Medikamenten. Verschiedene Studien konnten bereits die Eignung der hyperspektralen Bildgebung zur Detektion von dysplastischem Gewebe nachweisen.

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