Beschreibung der Studie

Bei Patienten mit Hirntumoren kommt es auf eine genaue Diagnostik an, insbesondere bei der Beurteilung des Therapieansprechens. Die neuen Radio- und Chemotherapien gehen oftmals mit Nebenwirkungen in der Hirnsubstanz einher. Diese Nebeneffekte – beispielsweise Entzündungen - sind unspezifisch, täuschen häufig eine Rückkehr des Tumors vor und es ist schwierig, sie mit den herkömmlichen Untersuchungen zu erkennen. In dieser Studie geht es darum, bei Patienten mit Verdacht auf solche unspezifische Veränderungen der Hirnsubstanz nach der Therapie eines Hirntumors zwei verschiedene bildgebende Verfahren, Kernspin (Magnetresonanztomographie) und Positronenemissionstomographie (PET), die bei der klinischen Tumordiagnostik getrennt eingesetzt werden können, in einem Untersuchungsschritt an einem neuen Gerät (PET/MRT) zu kombinieren. Ziel der Studie ist es, eine genauere Abgrenzung der unspezifischen Veränderungen von einem Rückfall der Erkrankung oder Resttumor zu ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Messung der Therapieeffekte im Hirnparenchym. Dies erfolgt durch Vergleich von Parameterdatensätzen, die aus den Diffusions-, Perfusions-, Arterial Spin Labeling (ASL)-, Spektroskopie-, PET- und konventionellen MRT-Messungen erzeugt werden.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 107
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Tübingen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18-80 Jahre alt
  • histologisch gesichertes höhergradiges Gliom WHO II-IV
  • nach adjuvanter Radiochemotherapie unter dem Verdacht auf Rezidiv bei regelmäßigen klinischen/MRT Verlaufskontrollen
  • Einwilligung zur Studie nach Aufklärung

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Eingeschränkte Geschäftsfähigkeit
  • Erkrankungen, die ein 100minütiges, ruhiges Liegen im Untersuchungsgerät verhindern (z.B. Schmerzen, Klaustrophobie)
  • Allgemeine Kontraindikationen gegen eine MRT Untersuchung: z.B. Metallimplantate wie Herzschrittmacher etc.
  • Kontraindikation gegen Gadolinium: bekannte Allergie gegen Gadolinium-haltiges Kontrastmittel, eingeschränkte Nierenfunktion (<60 GFR ml/min/1,73m²)

Adressen und Kontakt

Neuroradiologie, Tübingen

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Einführung neuer Therapien in die Behandlung höhergradiger Gliome, insbesondere des Glioblastoms, hat zu einer Änderung der Morphologie des Rest- oder Rezidivtumors geführt. Sowohl die Pseudoprogression nach kombinierter Radio-Chemotherapie als auch die Pseudoresponse unter antiangiogenetischer Therapie und die therapieinduzierte Nekrose stellen Herausforderungen an die Bildgebung dar. Das simultane PET/MRT-Verfahren sowie Entwicklungen in der MRT-Diagnostik wie neue Spektroskopiesequenzen mit verbesserter Auflösung, Diffusionssequenzen mit mehreren bzw. hohen b-Werten, neuere Techniken zur Nachbearbeitung der Arterial Spin Labeling (ASL)-Daten und Modellen zur Nachbearbeitung von Perfusionsdatensätzen mit Berechnung mikrozirkulatorischer Parameter sind in vorausgegangenen Studien nicht berücksichtigt worden. Solche Entwicklungen in der funktionellen MRT-Diagnostik sind vielversprechend und können ein deutlich verbessertes Follow-up von Gliompatienten ermöglichen. Daher sollen in der Studie kombinierte PET/MRT-Methoden (morphologisch und funktionell) genutzt werden, die Therapieresponsekriterien für Gliome zu optimieren.

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