Beschreibung der Studie

Im Rahmen einer Interventionsstudie (aufbauend auf die Hauptstudie DRKS00008715) soll untersucht werden, ob Schmerzpatienten mit unsicheren Bindungsstilen im Vergleich zur bisherigen „state of the art“ –Therapie nachhaltiger profitieren, wenn ihre speziellen interaktionellen Bedürfnisse und Defizite in der therapeutischen Beziehungsgestaltung stärker berücksichtigt werden. Das Hauptziel der Intervention besteht darin, die Wirksamkeit der multimodalen Schmerztherapie bei unsicher gebundenen Patienten zu verbessern. Weiterhin soll untersucht werden, ob die Teilnahme an einer multimodalen Schmerztherapie die körperliche Funktionalität bei vorliegender Bindungsunsicherheit verändert. Es handelt sich um eine quasiexperimentelle, klinische Kohortenstudie mit vier Erhebungszeitpunkten: Therapiebeginn (T1), Therapiemitte (T2), Therapieende (T3) und Katamnese 6 Monate nach Therapieende (T4). Es werden auch Daten von einer Kontrollgruppe erhoben, die keine Therapie erhalten, aber lediglich zu Messzeitpunkt T1 und T4. Hauptzielkriterien für die Wirksamkeit der multimodalen Schmerztherapie sind Veränderungen von Schmerzintensität, funktionaler Beeinträchtigung und emotionaler Beeinträchtigung sowie Oxytocin-Spiegel, Oxytocinrezeptorgen, Vasopressin-Spiegel und Cortisol-Konzentration gemessen im Blut.

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Studiendetails

Studienziel Die momentane und die Schmerzintensität der letzten Woche wird mithilfe von Visual Analogue Scales (VAS) gemessen. Des Weiteren warden Oxytocin, Vasopression im Blut gemessen- zum Zeitpunkt T1 (Therapiebeginn), T2 (Therapiemitte), T3 (Therapieende) und T4 (3 Monate nach Therapieende). Das körperliche Funktionsniveau wird anhand des Oswestry Disability Index von Mannion et al. (2006) gemessen zum Zeitpunkt T1 (Therapiebeginn), T2 (Therapiemitte), T3 (Therapieende) und T3 (6 Monate nach Therapieende). Zudem wird noch die deutsche Kurzversion der Health Survey verwendet, um die physische Funktionalität und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu den Zeitpunkten T1 (Therapiebeginn), T2 (Therapiemitte), T3 (Therapieende) und T4 (3 Monate nach Therapieende) abzufragen (Bullinger & Kirchberger, 1998).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Stiftung Psychosomatik der Wirbelsäulenerkrankungen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Studienteilnehmer der Interventionsgruppe sind alle rekrutierte Patienten der Schmerztherapeutischen Ambulanz der Orthopädischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg und nehmen an einer vierwöchigen multimodalen Schmerztherapie teil. Die Schmerztherapie beinhaltet Psychotherapie, Physiotherapie, Arztgespräche, Ergotherapie, Musik- und Tanztherapie und Individual- und Gruppentherapie für die Schmerzpatienten. Als solche,
  • haben sie chronische Schmerzen seit mindestens 6 Monaten
  • sind sie zwischen 18 und 80 Jahre alt
  • hatten sie zuvor mindestens einen Rehabilitationsaufenthalt oder zwei stationäre Schmerztherapien oder eine ambulante Schmerztherapie bei einem niedergelassenen Arzt ohne bleibende Erfolge erhalten.
  • Die Studienteilnehmer der Kontrollgruppe sind
  • zwischen 18 -65 Jahre
  • Fähigkeiten, den Umfang und die Bedeutung der Studie zu verstehen
  • schriftliche Einwilligung

Ausschlusskriterien

  • hohe CRP-Werte als Indikator für rheumatische Arthritis
  • akute Wirbelsäulenentzündungen
  • ein Tumor
  • eine diagnostizierte Psychose
  • eine Diagnose einer Bipolaren Störung oder einer neurologischen Störung
  • keine ausreichenden Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Somatoforme Störungen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Das Hauptziel der geplanten Studie besteht darin, zu überprüfen, ob sich die Wirksamkeit von multimodaler Schmerztherapie bei Patienten mit unsicheren Bindungsmustern verändert und ob sich auch physiologisch dementsprechend, die Biomarker verändern. Diese Studie soll dabei helfen kurz- und langfristige Therapieeffekte in Abhängigkeit von den Biomarkern Oxytocin und Kortisol für Schmerzpatienten aufzuzeigen, welche die bindungsorientierte multimodale Schmerztherapie erhalten. Ziel der Studie ist es, den Zusammenhang von körperlichen Symptomen und psychischen Korrelaten anhand von Biomarkern wie Oxytocin und Kortisol zu messen, um die Wirkung einer bindungsorientierten multimodalen Schmerztherapie zu evaluieren und möglicherweise zu verbessern. Gleichzeitig soll der Effekt auf die biodynamische Funktionalität, d.h. auf grundlegende den menschlichen Gang beschreibende Parameter, sowie auf die Kinematik im Rumpf- und Hüftbereich untersucht werden. Ziele der Studie sind: Zusammenhang von Oxytocin-Spiegel und Bindungstyp, Beobachtung von Oxytocin-Spiegel im Verlauf der Therapie, Vergleich Kortisol-Spiegel von Therapiebeginn mit Therapieende und Follow-up, Identifizierung von Mediatoren für Schmerzintensität und Stress (subjektives Schmerzerleben und Kortisol-Level), Vergleich von sicheren und unsicher gebundenen Patienten in Bezug auf Verlauf von Oxytocin, Depressivität, Stresserleben und Kortisol-Spiegel, Katamnese-Ergebnisse in Abhängigkeit von Bindungsstil und Oxytocin-Spiegeln und Kortisol-Spiegel

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