Beschreibung der Studie

Seit einigen Jahren hat sich in der Knietotalendoprothetik der Einsatz von unterschiedlichen Prothesendesigns etabliert. Dabei variiert die Verbindung zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbeinknochen (Tibia). Die drei in Deutschland am häufigsten verwendeten Designs sind: 1.Der hinteres Kreuzband erhaltende Eingriff (Cruciate Retaining)(CR) 2.Der hinteres Kreuzband ersetzende Eingriff (Posterior Stabilized)(PS) 3.Der Eingriff ohne Erhalt der Kreuzbänder (Cruciate Sacrificing)(CS). Neuere Erkenntnisse in der Kniekinematik zeigten, dass die Beugung (Flexion) durch eine Kombination aus Abroll- und Gleitbewegung des Oberschenkelknochens (Femur) auf dem Schienbeinknochen (Tibia) entsteht (sogenanntes Rollback). Zusätzlich ergab sich, medial (mittig) eine wesentlich geringere Gleitbewegung des Oberschenkels relativ zum Schienbein, als lateral (seitlich). Das bedeutet der Oberschenkelknochen rotiert bei Beugung um ein mediales Drehzentrum. Um dieses Phänomen auch im künstlichen Gelenkersatz möglichst natürlich wiederherzustellen, gibt es seit geraumer Zeit sogenannte medial stabilisierende Prothesendesigns (MS-Design). Auch in Deutschland hat sich das MS-Design schon viele Jahre durchgesetzt und wird zunehmend häufiger implantiert. Deshalb zeigte sich in den vergangenen Jahren, dass nicht nur die etablierten Prothesendesigns (CR, PS, und CS) zu einer hohen Patientenzufriedenheit führen, sondern auch das MS-Design. Ein bis jetzt noch nicht untersuchter Faktor zwischen den verschiedenen Prothesendesigns ist womöglich die unterschiedliche Umsetzung der Kniegelenksstabilität anhand des Designs. Somit soll Ziel dieser Studie sein, ob Patienten die mit einer medial stabilisierten Prothese (MS-Design) versorgt werden, bei alltäglichen und komplexen Bewegungen durch die höhere Stabilität im Prothesendesign, zufriedener sind im Gegensatz zu einer Patientengruppe mit einer kreuzbanderhaltenden Prothese. Zusätzlich soll die Kniestabilität und Bodenreaktionskraft (Druckkraft unter den Füßen) bei unterschiedlichen Bewegungsabläufen bestimmt werden, um auf die Einflussfaktoren der Patientenzufriedenheit rückschließen zu können.

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Studiendetails

Studienziel Messung der Kniestabilität/instabilität mittels EMG, Gangparameter und Skala Kniestabilität (1-10) Die Daten werden Präoperative sowie 6, 12 und 24 Wochen postoperativ nach folgenden Aufgaben gemessen und abgefragt: - 100 Meter gehen - Richtungswechsel gehen - Treppe rauf - Treppe runter - Aufstehen vom Stuhl Verwendete Muskelgruppen: - lateraler Quadrizeps (Vastus Lateralis) - medialer Quadrizeps (Vastus Medialis) - laterale Hamstrings (Biceps Femoris) - lateraler Gastrocnemius - mediale Hamstrings (Semitendinosus) - medialer Gastrocnemius - Glutaeus maximus
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 36
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Medizinischen Fakultät der LMU München

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Geplante Versorgung mit einer Knietotalendoprothese

Ausschlusskriterien

  • 10° Varus/Valgus Deformität
  • Starke Gonarthrose am "gesunden" Bein
  • Störung des Gangbildes
  • Geringer Fitnessstatus (Laufbandstudie)
  • Sprachkenntnis (deutsche Fragebögen)

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, München

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Häufig gestellte Fragen

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Die Knieendoprothetik stellt unterschiedlichste Designvarianten für Knietotalendoprothesensysteme zur Verfügung. Dabei sind die Varianten über den Kopplungsgrad zwischen Femur und tibialer Gleitfläche eingeteilt. Moderne Knieprothesen zielen darauf ab, eine natürliche Gelenkkinematik auch postoperativ wiederherzustellen. Ein Ansatz hierbei ist das sogenannte mediale stabilisierende Design (MS Design). Hier besteht im medialen Kompartiment eine hohe Kongruenz zwischen der Femurkomponente und dem Inlay, während im lateralen Kompartiment keine Kongruenz vorhanden ist, um ein laterales Gleiten zu ermöglichen. Die mediale Konvexität des Inlays soll eine laterale Translation um den medialen Drehpunkt im Rahmen der Kniegelenkflexion ermöglichen und somit eine physiologischere Kinematik des künstlichen Kniegelenkes bewirken. Dabei soll dieser Mechanismus zusätzlich eine anteriore-posteriore Stabilität im Kniegelenk erzeugen. Ein direkter in vivo Vergleich mit zusätzlichen bewegungsspezifischen Analysen bezüglich der Kniestabilität zwischen einer kreuzbanderhaltenden und medial stabilisierten Prothese fehlt dabei allerdings noch und könnte erste Hinweise liefern, ob die unterschiedliche Umsetzung der Kniegelenksstabilität anhand des Designs Einfluss auf die Patientenzufriedenheit hat.

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