Beschreibung der Studie

Warum sich der Verdauungskanal bei Kindern und Jugendlichen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) entzündet, ist nicht vollständig verstanden. Forschungsergebnisse und Studien weisen auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren hin, die in der Folge zu einer Störung im Wechselwirken zwischen Immunsystem und Mikrobiom (Gesamtheit aller Mikroorganismen) im Darm führen. Aufgrund des Anstiegs von CED-Neuerkrankungen in Industrienationen in nur wenigen Jahrzehnten, spielen Milieuveränderungen im Darm durch veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten wahrscheinlich eine große Rolle. Es ist bereits bekannt, dass eine CED mit Veränderungen im Darm-Mikrobiom einhergehen. Diese Veränderungen werden unter dem Begriff "Dysbiose" zusammengefasst. Wir wollen die Rolle des Mikrobioms für die CED bei Kindern und Jugendlichen unter verschiedenen Therapie im Langzeitverlauf verstehen.

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Studiendetails

Studienziel Longitudinale Untersuchung mikrobieller Signaturen und ihrer funktionellen Relevanz für entzündliche Darmerkrankungen bei pädiatrischen Patienten über 2 Jahre.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Abteilung für pädiatrische Gastroenterologie und HepatologieDr. von Haunersches Kinderspital Klinikum der Universität München

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit gesicherter oder dringendem Verdacht auf eine entzündliche Darmerkrankung, die aufgrund ihrer hohen Krankheitsaktivität eine Behandlung mit exklusiver Ernährungstherapie, Glukokortikoiden, Aminosalicylaten, Immunsuppressiva (z.B. Azathioprin, Methotrexat), Antibiotika oder Biologica benötigen.

Ausschlusskriterien

  • Patienten bei denen sich die Diagnose nicht bestätigt, werden sekundär von der Studie ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

Klinikum der Universität München, Dr. von Haunersches Kinderspital; Abteilung für pädiatrische Gastroenterologie und Hepatologie, München

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Weltweit wird eine Zunahme der Inzidenz der chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) im Kindesalter beobachtet, (aktuell 5–11/100.000 Kinder und Jugendliche <18 Jahre pro Jahr). Die beiden am besten definierten Entitäten einer CED sind Morbus Crohn und Colitis ulzerosa. Eine im Kindes- oder Jugendalter diagnostizierte CED ist im Vergleich zum Erwachsenenalter durch einen aggressiveren Verlauf und ausgedehnteren Befall charakterisiert. Aktuelle Konzepte gehen von einer multifaktoriellen Ätiologie der CED aus, bei der es basierend auf einer genetischen Prädisposition zu einer überschießenden Reaktion des Immunsystems auf das Mikrobiom (Gesamtheit aller Mikroorganismen) im Darmlumen kommt. Die Folge ist eine chronische, schubartig verlaufende Entzündung. Klinische und epidemiologische Beobachtungen, genetische Untersuchungen und tierexperimentelle Studien weisen auf die zentrale Rolle der gestörten Mikroben-Wirt-Interaktion für die CED-Pathogenese hin. Bei Patienten mit CED ist die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms im Sinne einer „intestinalen Dysbiose“ verändert. Diese Dysbiose ist durch eine Reduktion der Mikroben-Diversität charakterisiert, die zu einem Ungleichgewicht zwischen kommensalen (sog. Symbionten) und potentiell schädlichen Mikroorganismen (sog. Pathobionten) führt. So werden beispielsweise bei M. Crohn Clostridiales und speziell die Spezies Faecalibacterium prausnitzii reduziert, Enterobacteriales wie Escherichia coli dagegen vermehrt beobachtet. In wie fern diese Dysbiose ursächlich für die CED verantwortlich oder eine Konsequenz der chronischen Entzündung ist, ist bisher nicht verstanden. Aktuell lässt sich die Frage der Kausalität nur in Tiermodellen nachstellen. Es gilt jedoch als möglich, dass die CED-Dysbiose zur Chronizität und Krankheitsprogression beiträgt. Es existieren sehr wenige Studien, die das Mikrobiom longitudinal bei CED untersuchen und bisher keine Studien bei betroffenen Kindern oder Jugendlichen. Daher ist nur wenig bekannt, wie sich das Mikrobiom im Verlauf durch chronische Entzündung und unter dem Einfluss verschiedener Therapien (z.B. Ernährungstherapie, immunsuppressive Therapie mit Kortikosteroiden oder anti-TNF etc.) entwickelt und welche Funktionen dieses chronisch erkrankte Mikrobiom einnimmt. In dieser Studie wollen wir Änderungen des Darm-Mikrobioms und deren Effekte auf Immunregulation und Krankheitsaktivität im individuellen Verlauf bei Kindern und Jugendlichen über zwei Jahre prospektiv verfolgen.

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