Beschreibung der Studie

Bei etwa einem Drittel aller Epilepsiepatienten gelingt es nicht, mit den derzeit zur Verfügung stehenden Medikamenten Anfallsfreiheit zu erzielen. Diese „pharmakoresistenten“ Patienten leiden nicht nur an einer deutlich eingeschränkten Lebenserwartung, zusätzlichen psychischen und somatischen Begleiterkrankungen, sondern sind auch erheblichen Risiken durch die immer wiederkehrenden Anfälle ausgesetzt. Die Sterblichkeit ist im Vergleich zur Normalbevölkerung bis zu 2-3-fach erhöht. Daher wird bei diesen Patienten ein epilepsiechirurgischer Eingriff in Betracht gezogen, welcher in 60-80% der Fälle zur Anfallsfreiheit führt. Dabei wird das anfallsverursachende Gehirngewebe, die so genannte epileptogene Zone, entfernt. Diese sogennante „epileptogene“ Region muss eindeutig identifiziert und vom angrenzenden funktionalen Gewebe abgegrenzt werden. In der prächirurgischen Evaluation werden mit Hilfe aller verfügbaren diagnostischen Mitteln (z.B. Magnetresonanztomographie, intensives Elektroencephalogramm(EEG)-Video-Monitoring, neuropsychologische Testung, usw.) Informationen zusammengetragen, um die zu entfernende Region einzugrenzen. Bleiben nach dieser ausführlichen Evaluation noch Zweifel an der Ausdehnung dieser Region, so wird eine invasive EEG-Ableitung vorgeschlagen, was bei etwa 10-15% der Kandidaten für eine chirurgische Intervention notwendig ist. Dabei werden Elektroden direkt in das Gehirn oder an dessen Oberfläche implantiert um eine genauere Ableitung der Gehirnaktivität zu ermöglichen. Eine solche invasive EEG-Ableitung dauert ca. eine bis drei Wochen. Ein neuer Marker für die epileptogene Region ist hochfrequente Aktivität im Bereich von 40-500 Hz und darüber. Diese hochfrequente Aktivität weist eine hohe Spezifität für die epileptogene Zone auf, jedoch wurde sie bisher fast ausschließlich mittels invasivem EEG gemessen. Es scheint jedoch vielversprechend, mittels hochauflösendem EEG an der Kopfoberfläche nach hochfrequenter Aktivität zu suchen. Studien am Patienten stehen hierzu allerdings noch aus. Insbesondere stellt sich die Frage, ob in Zukunft das hochauflösende Oberflächen-EEG in Kombination mit geeigneten Analysemethoden die Implantation von Elektroden zumindest in manchen Fällen ersetzen könnte. In der vorliegenden Studie soll hochfrequente Aktivität im hochauflösenden Oberflächen EEG gesucht werden. Wir möchten den relativen Vorteil des HD-EEGs gegenüber dem konventionellen EEG System feststellen, die automatische Detektion der hochfrequenten Aktivität an der Oberfläche weiterentwickeln und die an der Oberfläche detektierten Aktivitäten mit Quellenlokalisationsmethoden und anhand von invasiven Daten validieren. Außerdem möchten wir versuchen epileptische HFOs mit "normalen" gesunden HFOs durch kognitive Aufgaben unterscheiden.

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Studiendetails

Studienziel Detektierbarkeit von hochfrequenten Oszillationen (HFOs); Vergleich der Detektierbarkeit von HFOs im hochauflösenden Oberflächen EEG mit herkömmlichen klinischen standard EEGs
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • fokale Epilepsie, einsichts- und urteilsfähig

Ausschlusskriterien

  • zusätzliche progradiente neurologische Erkrankungen; psychogene Anfälle

Adressen und Kontakt

Universitätsklinik für Neurologie, Christia-Doppler Klinik Salzburg, Salzburg, AT

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Epilepsiezentrum, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Etwa ein Drittel aller Epilepsiepatienten erreicht mit der derzeit zur Verfügung stehenden Medikation keine Anfallsfreiheit. Diese „pharmakoresistenten“ Patienten leiden nicht nur an einer deutlich eingeschränkten Lebenserwartung, einer erhöhten Komorbidität psychischer und somatischer Erkrankungen, sondern sind auch erheblichen Risiken durch die immer wiederkehrenden Anfälle ausgesetzt. Die Sterblichkeit ist im Vergleich zur Normalbevölkerung bis zu 2-3-fach erhöht. Bei diesen Patienten muss ein epilepsiechirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden, der bei ca. 60-80% der pharmakoresistenten Epilepsien zur Anfallsfreiheit führt. Für einen erfolgreichen epilepsiechirurgischen Eingriff ist es von Nöten die epileptogene Zone so gut wie möglich zu lokalisieren und vom angrenzenden, eloquenten Gewebe abzugrenzen. In manchen Fällen (ca. 10-15%) bedarf es neben den herkömmlichen diagnostischen Verfahren (z.B. Magnetresonanztomographie, intensives Elektroencephalogramm(EEG)-Video-Monitoring, neuropsychologische Testung, usw.) auch einer invasiven EEG Ableitung mit Tiefenelektroden, subduralen Streifen- oder Rasterelektroden. Eine solche invasive EEG-Ableitung dauert ca. eine bis drei Wochen. Anhand von invasiv aufgezeichneten Anfällen aber auch interiktaler epileptiformer Aktivität wird auf die epileptogene Zone geschlossen. Ein neuer Marker für diese Region ist hochfrequente Aktivität im Bereich von 40-500 Hz und darüber. Gegenüber epileptischen Spikes weist diese hochfrequente Aktivität eine hohe Spezifität für die epileptogene Zone auf. Hochfrequente Aktivität wurde bisher fast ausschließlich mittels invasivem EEG gemessen, allerdings zeigen neuere Simulationsstudien, dass es vielversprechend wäre, mittels hochauflösendem EEG an der Kopfoberfläche nach hochfrequenter Aktivität zu suchen. Studien am Patienten stehen hierzu allerdings noch aus. Insbesondere stellt sich die Frage, ob in Zukunft das hochauflösende Oberflächen-EEG in Kombination mit geeigneten Quellenlokalisationsalgorithmen die Implantation von Elektroden zumindest in manchen Fällen ersetzen könnte. In der vorliegenden Studie soll hochfrequente Aktivität im hochauflösenden Oberflächen EEG gesucht werden. Wir möchten den relativen Vorteil des HD-EEGs gegenüber dem konventionellen 10-20 System feststellen, die automatische Detektion der hochfrequenten Aktivität an der Oberfläche weiterentwickeln und die an der Oberfläche detektierten Aktivitäten mit Quellenlokalisationsmethoden und anhand von invasiven Daten validieren. Ferner sollen mittels kognitiven Aufgaben physiologische HFOs evoziert werden um diese mit pathologischen HFOs zu vergleichen.

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