Beschreibung der Studie

Ein typisches Merkmal von proximalen Schienbeinfrakturen ist das gleichzeitige Vorliegen eines Gelenk- und eines metaphysären (Schaft-) Frakturanteils. Die Gelenkstufen müssen anatomisch eingerichtet und mit absoluter Stabilität fixiert werden, die Metaphyse hingegen erfordert eine Fixierung mit relativer Stabilität. Das kann durch interne oder externe Stabilisierung (äußeres Gestell) erfolgen. Ziel der Studie war es, beide Methoden miteinader zu vergleichen.

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Studiendetails

Studienziel knöcherne Heilung nach 6 Monaten beurteilt anhand des Röntgenbildes und der klinischen Belastbarkeit
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Inklusionskriterien waren: Patienten mit einer AO 41 A2, A3 oder C1-3 Fraktur, die entweder mit einem Ilizarov Ringfixateur oder mit winkelstabilen Platten zwischen dem 1.1.2009 und dem 31.12.2015 versorgt wurden.

Ausschlusskriterien

  • Exklusionskriterien waren: Patienten jünger als 15 Jahre mit offenen Wachstumsfugen, Operation > 3 Wochen nach Trauma, Patienten mit pathologischen Frakturen (einschl. Osteoporose).

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Unterschenkelbruch-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Das gleichzeitige Vorliegen einer artikulären Inkongruenz und einer metaphsären Komponente ist ein typisches Kennzeichen von proximalen Tibiafrakturen. Während die Gelenkstufe eine anatomische Reposition und interne Fixierung mit absoluter Stabilität erfordert, wird die Metaphyse mit relativer Stabilität fixiert, was den biologischen Erfordernissen angepasst ist. Winkelstabile Plattensysteme, die in den 90iger Jahren eingeführt wurden, erlauben eine adäquate Adressierung beider Frakturanteile. Ein mehr traditioneller Ansatz ist die Kombination aus Zugschrauben für die Gelenkrekonstruktion mit einem Ringfixateur nach Ilizarov, der die Metaphyse stabilisiert. Klinische Ergebnisse wurden für beide Verfahren publiziert, vergleichende Studien fehlen allerdings. Eine kürzlich publizierte Metaanalyse hat beide Verfahren anhand von Kohortenstudien verglichen. Obwohl das Paper eine differenzierte Analyse gestattet, sind die Schwierigkeiten offensichtlich, da hauptsächlich Fallserien und nicht-vergleichende Studien eingeschlossen wurden und die Ein- und Ausschlusskriterien teilweise nicht übereinstimmen. Zusammenfassen ist die aktuelle Literatur limitiert auf eine Expertenlevelevidenz. Deshalb sind vergleichende Studien notwendig. Eine Schwierigkeit bei chirurgischen Studien ist, dass das behandelnde Zentrum die Proceduren beherrschen muss. Deshalb werden vergleichende Studien mit einem 'Ein Arm - eine Operation' Design zunehmend angewendet, da die jeweilige Operation im Zentrum oft und mit guter Qualität erbracht wird. Als ein erster Schritt soll eine retrospektive Analyse an zwei Zentren durchgeführt werden, die vergleichbar sind hinsichtlich case load und Kompetenz, aber unterschiedliche Stabilisierungsmethoden für proximale Tibiafrakturen anwenden. Die Effektivität der knöchernen Heilung ist ein adäquater Endpunkt, weil er ausschlaggebend und gut dokumentiert ist. Unsere Hypothese ist, dass die Behandlung mit einem Ilizarov Ringfixateur genauso effektiv ist wie die mit winkelstabilen Platten.

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