Beschreibung der Studie

Das Arbeitsgedächtnis ist der Teil des menschlichen Erinnerungsvermögens, der zur Aufrechterhaltung und Manipulation von Informationen dient, die in der äußeren Umwelt nicht mehr vorhanden sind. Störungen der Arbeitsgedächtnisleistung führen oft zu erheblichen Einschränkungen in Alltagsleistungen, z.B. beim logischen Denken und Kommunikationsverhalten. Erst seit wenigen Jahren konnten Studien zeigen, dass die Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses durch ein repetitives, gezieltes Training verbessert werden kann. Trotz der Entwicklung zahlreicher Trainingsprogramme gibt es aktuell keines, was sowohl auf Basis theoretischer Grundlagen implementiert wurde als auch vom Aufgabenmaterial für Personen mit geringer Arbeitsgedächtniskapazität (z.B. höheren Alters, erworbene Hirnschädigungen) geeignet ist. Das neue Arbeitsgedächtnistraining WOME wurde auf Basis einschlägiger Theorien entworfen und passt den Schwierigkeitsgrad optimal an die Trainingsleistung an und ist somit für unterschiedlich beeinträchtigte Personengruppen geeignet. In einer Pilotstudie wurde die Akzeptanz des Trainings bereits bestätigt. In der aktuellen Studie soll im Rahmen eines randomisierten, kontrollierten Designs die Wirksamkeit der Intervention an gesunden älteren Erwachsenen untersucht werden. Dazu werden vor und nach der Trainingsphase eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung und eine Bildgebung des Gehirns mittels funktioneller Magnetresonanztomografie durchgeführt. Eine wiederholte Untersuchung nach 3 Monaten soll die Nachhaltigkeit der Effekte klären. Ziel der Studie ist es festzustellen, ob das WOME Arbeitsgedächtnistraining zu einer Verbesserung der Arbeitsgedächtnisleistung führt und ob diese Verbesserung sich in Veränderungen anderer, angrenzender kognitiver Funktionen bemerkbar macht. Zudem sollen die Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit und das Wohlbefinden im Alltag überprüft werden.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Arbeitsgedächtnisleistung. Diese wird mittels verschiedener neuropsychologischer Testverfahren erhoben. In der Literatur hat sich die Blockspanne rückwärts (WMS-R) als besonders sensitiv herausgestellt, daher dient diese als primäres Outcome-Maß. Weitere untersuchte Arbeitsgedächtnismaße sind: Zahlen- und Blockspannen (WMS-R), Räumliche Ergänzung und Symbolfolgen (WMS-IV), n-back Aufgabe (TAP), Operation Span Task, PASAT (Paced Auditory Serial Addition Test). Alle Outcomes werden zu 3 Testzeitpunkten (vor der Intervention, nach der Intervention und 3 Monate nach Beendigung der Intervention) im Rahmen einer größeren neuropsychologischen Testbatterie überprüft. Die Untersuchung wird einzeln in eigenen Räumen von geschulten Personal durchgeführt, das gegenüber der Gruppenzuteilung verblindet ist.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gutes deutsches Sprachverständnis, klinisch gesund, Bereitschaft und Möglichkeit zur Teilnahme an alle Untersuchungen (inkl. MRT) und dem intensiven Trainingsprogramm

Ausschlusskriterien

  • neurologische oder psychiatrische Krankheitsgeschichte, schwere kognitive Defizite, Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Teilnahme an anderen kognitiven Trainingsprogrammen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Psychische Störung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Das Arbeitsgedächtnis dient zur Aufrechterhaltung und Manipulation von Informationen, die in der äußeren Umwelt nicht mehr vorhanden sind. Das Arbeitsgedächtnis hält relevante Informationen für folgende Handlungen und Weiterverarbeitungen aktiv. Aufgrund der Schlüsselrolle des Arbeitsgedächtnisses für viele höhere Prozesse (z.B. Intelligenz, Schlussfolgern) führen Störungen zu erheblichen Einschränkungen in Alltagsleistungen. Erst seit wenigen Jahren konnten Studien zeigen, dass die Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses durch ein repetitives, gezieltes Training verbessert werden kann. Trotz der Entwicklung zahlreicher Trainingsprogramme gibt es aktuell keines, was sowohl auf Basis theoretischer Grundlagen implementiert wurde als auch vom Aufgabenmaterial für Personen mit geringer Arbeitsgedächtniskapazität (z.B. höheren Alters, erworbene Hirnschädigungen) geeignet ist. Das neue Arbeitsgedächtnistraining WOME wurde auf Basis einschlägiger Theorien entworfen und passt den Schwierigkeitsgrad optimal an die Trainingsleistung an und ist somit für unterschiedlich beeinträchtigte Personengruppen geeignet. In einer Pilotstudie wurde die Akzeptanz des Trainings bereits bestätigt. In der aktuellen Studie soll im Rahmen eines dobbelblinden, randomisierten, kontrollierten Trials die Wirksamkeit der Intervention an gesunden älteren Erwachsenen untersucht werden. Dazu werden vor und nach der Intervention sowie zu einem 3-Monats-Follow-up eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung und eine strukturelle und funktionelle Magnetresonanztomografie des Gehirns durchgeführt. Ziel der Studie ist es festzustellen, ob das WOME Arbeitsgedächtnistraining zu einer Verbesserung der Arbeitsgedächtnisleistung führt und ob diese Verbesserung sich in einem Transfer auf relatierte kognitive Funktionen (z.B. Exekutivfunktionen) zeigt. Zudem sollen die Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit und das Wohlbefinden im Alltag überprüft werden.

Quelle

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