Beschreibung der Studie

Das Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R. führt gemeinsam mit dem DZNE Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen Magdeburg aktuell eine Studie dazu durch, wohin Patienten mit Demenz vom Krankenhaus entlassen werden. In Krankenhäusern muss die Entscheidung darüber getroffen werden, wohin ein Patient entlassen wird: zurück nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung. Für Patienten mit Demenz ist es wichtig, dass diese Entscheidung gut vorbereitet und richtig getroffen wird. Im Rahmen der Studie untersucht das Klinikum den Prozess der Entscheidungsfindung und möchte diesen durch die Einführung eines standardisierten Leitfadens verbessern. Ziel ist, dass die Entlassungsentscheidung unter Berücksichtigung aller Informationen möglichst optimal getroffen wird. Sowohl vor als auch nach der Einführung des Leitfadens sollen Befragungen stattfinden. Um zu verfolgen, wie die Entscheidung getroffen wird, werden mit den Patienten (sofern möglich), mit den Angehörigen / gesetzlichen Betreuern und mit dem Behandlungsteam, d. h. den behandelnden Ärzten, Pflegern, Therapeuten und Sozialarbeitern Befragungen durchgeführt. Auch die medizinische Dokumentation wird eingesehen. Nach der Entlassung werden die Angehörigen / gesetzlichen Betreuer regelmäßig telefonisch kontaktiert und zum Zustand des Patienten und zur Zufriedenheit mit der Wohnsituation befragt. Nach Einführung dieses Leitfadens werden bei der Befragung bessere Ergebnisse bei dem Patienten erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass Patienten selbstständiger sind, weniger Symptome aufweisen, seltener in ein Krankenhaus wiederaufgenommen werden müssen, seltener versterben und zufriedener sind mit der getroffenen Entscheidung zum Wohnort.

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Studiendetails

Studienziel Dokumentation Zustandekommen der Entscheidung, wohin ein Patient mit Nebendiagnose Demenz entlassen wird; Analyse entsprechender Prädiktoren, die zur Entlassungsentscheidung führen kurz vor der Entlassung des Patienten; halbstandardisierte Interviews mit den an der Entlassung beteiligten Klinikmitarbeitern sowie (sofern möglich) den Patienten selbst und deren Angehörigen / gesetzlichen Betreuern; Interviewleitfäden forscherseitig neu konzipiert
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung in der Robert Bosch Stiftung
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Der Patient wohnt vor Krankenhausaufnahme in einer häuslichen Umgebung und hat eine diagnostizierte Demenz bzw. dokumentierten Verdacht auf eine Demenz. Alternativ: Der Patient wohnt vor Krankenhausaufnahme in einer häuslichen Umgebung, ist 75 Jahre alt oder älter und hat im Uhrentest ein auffälliges Ergebnis.

Ausschlusskriterien

  • Der Patient hat in seiner Vorgeschichte eine psychiatrische Erkrankung. Die Verständigung mit dem Patienten bzw. einem informierten Auskunftspartner (Angehöriger / gesetzlicher Betreuer) ist wegen Sprachbarrieren nicht ausreichend möglich. Patient wird kürzer als 3 Tage in der Rekrutierungsstation behandelt. Es ist kein informierter Auskunftspartner verfügbar.

Adressen und Kontakt

Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg

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Häufig gestellte Fragen

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Hauptzweck: Die Studie "WOHIN" fokussiert die Standardisierung der Entscheidung, wohin Patienten von Akutkrankenhäusern, die als Nebendiagnose eine Demenz haben und prästationär noch in der eigenen Häuslichkeit gewohnt haben, poststationär entlassen werden. Hintergrund: Akutkrankenhäuser sind oft Entscheidungsort über den Wohnortwechsel von Patienten mit einer Demenz. Was wird gemacht: Zunächst soll das übliche Prozedere der Entscheidung, wohin der Patient entlassen wird (IST-Zustand) in vier Kliniken des Universitätsklinikums Magdeburg A. ö. R. erhoben werden. Dies soll unter Hinzunahme der medizinischen Dokumentation und mit Hilfe von patientenbezogenen Interviews mit den an der Entlassung beteiligten Klinikmitarbeitern sowie (sofern möglich) den Patienten selbst und deren Angehörigen / gesetzlichen Betreuern kurz vor Entlassung geschehen. Auf dieser Grundlage wird sodann ein Entscheidungspfad entwickelt und in die Kliniken implementiert. Dieser Pfad beinhaltet darüber hinaus eine standardisierte Beurteilung der Entscheidungsfähigkeit von Patienten mit einer Demenz. Erste Erfahrungen mit dem Pfad sollen systematisch überprüft werden. Hierzu findet eine zweiphasige Verlaufsuntersuchung im Kontroll- und Interventionsgruppendesign (vor und nach der Implementierung des Pfades) statt, in der Angehörige / gesetzliche Betreuer von Patienten in Intervallen auch nach der Entlassung telefonisch befragt werden. Studienteilnehmer: Studienteilnehmer sind Patienten mit der Nebendiagnose Demenz, die prästationär noch in der eigenen Häuslichkeit gewohnt haben. Ziele: Die Entlassungsentscheidung soll unter Berücksichtigung aller Informationen möglichst optimal getroffen werden. Die Qualität der Entscheidungen über den Entlassungswohnort soll verbessert werden. Hypothesen: Im Gegensatz zur Kontrollgruppe werden in der Interventionsgruppe signifikant bessere Outcomes erwartet für die Kriterien Selbstständigkeit, Neuropsychiatrische Symptome, Krankenhauswiederaufnahmen, Mortalität, Zufriedenheit mit Rahmen der Behandlung getroffenen Endscheidung zum Wohnort nach der Entlassung sowie zu der Wohnsituation im Verlauf.

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