Beschreibung der Studie

Die Palliativversorgung in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl an unheilbar erkrankten Menschen deutlich ausgebaut. Während für viele körperliche Symptome wie Schmerz und Atemnot wirksame medizinische Behandlungsoptionen vorliegen, existieren für psychosoziale Bedürfnisse nur wenige wirksame Konzepte. In der geplanten Studie wollen wir daher untersuchen, inwieweit bereits eine kurze Entspannungsübung zu einer Stressreduktion auf körperlicher und subjektiver Ebene führen kann. Dies überprüfen wir einerseits anhand von kurzen Fragebögen und andererseits anhand von Stresshormonen und -enzymen, die wir aus Speichelproben berechnen können. Sollte sich herausstellen, dass sich eine Entspannungsreaktion anhand dieser Messwerte zuverlässig nachweisen lässt, wäre das ein wichtiger Hinweis auf zukünftige Einsatzmöglichkeiten in groß angelgten Studien zur Wirksamkeit psychosozialer Angebote in der Palliativmedizin.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Reaktivität von Speichelcortisol: T0 zu Beginn, T1 nach 20 Minuten, T2 nach 40 Minuten, T3 nach 60 Minuten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin, Klinik für Anästhesiologie, UniversitätsKlinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Finale Phase der Erkrankung
  • Kognitive, aufmerksamkeitsbezogene oder auditive Einschränkungen (ICD: C71, C72, G93.80, H90, H91)
  • Manifeste psychiatrische Erkrankung (ICD: F00 – F99)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Ergebnisse psychoneuroimmunologischer Forschung weisen auf die Bedeutung von neuroendokrinen Stresssystemen als Bindeglied zwischen psychosozialen Belastungen, Immunreaktion und dem Verlauf von malignen Erkrankungen hin. Gerade für terminale Krankheitsstadien ist daher eine umfassende palliative Versorgung körperlicher, emotionaler und spiritueller Bedürfnisse indiziert. Dennoch liegen für den palliativmedizinischen Kontext nur sehr bedingt wirksame psychosoziale Interventionen und entsprechende Studien vor. Mittelfristiges Ziel unserer Projektgruppe ist die Durchführung einer klinischen Interventionsstudie zur Wirksamkeit eines neu entwickelten Verfahrens auf psycho-spirituelles Wohlbefinden und Stress. Mit der hier beschriebenen „Proof of concept“-Studie werden vorab wichtige offene Fragen für eine erfolgreiche Durchführung der geplanten Studie beantwortet. Untersucht wird die Reaktivität von aus Speichelproben gewonnenen Stressmarkern im Hinblick auf Durchführbarkeit, Validität und Eignung als Erfolgsmaße für Therapiestudien in der Palliativmedizin. Hierzu werden 40 Patienten einer Palliativstation im randomisiert, kontrollierten Crossover-Design einer der zwei möglichen Darbietungsreihenfolgen der Untersuchungsbedingungen zugeordnet. In der Interventionsbedingung wird den Patienten über Kopfhörer eine standardisierte Entspannungsübung vorgespielt, in der Kontrollbedingung verweilen die Patienten für die Dauer der Datenerhebung in Ruhe. Primäre Zielgröße der Studie sind Speichelcortisolproben, die in beiden Bedingungen zu vier Zeitpunkten im Abstand von je 20 Minuten erhoben werden. Zusätzlich wird aus den Proben die Konzentration von alpha-Amylase bestimmt, welche Aufschluss über die akute Aktivierung des sympathischen Nervensystems gibt. Die beiden Marker werden anhand von Veränderungsmessungen und Korrelationen zu bereits etablierten physiologischen Messgrößen (Herzfrequenzvariabilität und Peripherdurchblutung) auf Ihre Eignung als Therapieoutcomes für klinische Studien zur Wirksamkeit von psychosozialen Interventionen in der Palliativmedizin hin untersucht.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.