Beschreibung der Studie

Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse können nur schwer über ihre aktuellen Beschwerden und Vorerkrankungen Auskunft geben. Eine digitale Kommunikationshilfe für 13 verschiedene Sprachen und Dialekte ermöglicht es, dass Patient*innen bereits im Wartezimmer auf einem Tablet-PC Angaben zu ihren Beschwerden machen können. Im Anschluss wird eine übersetzte Zusammenfassung ausgedruckt und steht für das ärztliche Gespräch zur Verfügung. Der Einsatz der digitalen Kommunikationshilfe wird zunächst im Grenzdurchgangslager Friedland erprobt und wissenschaftlich ausgewertet. Ein Vergleich von Personen, die die Kommunikationshilfe verwenden und denen die sie nicht verwenden (Menschen, die keine der 13 Sprachen sprechen oder aus anderen Gründen nicht wollen) soll zeigen, inwieweit die Kommunikationshilfe das gegenseitige Verstehen verbessert und dadurch Wiedervorstellungen, die z.B. aufgrund von Missverständnissen auftreten, vermindert werden können.

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Studiendetails

Studienziel Was?: Anwendbarkeit und Zuverlässigkeit der Kommunikationshilfe Was genau? Testlauf ohne Patient*innen: Fehlersuche und Überprüfung der Vollständigkeit der Anamnesefragen Wann?: 09/2017 (vor Einsatz an Patient*innen) Wie?: Rückmeldungen von Ärztinnen und Ärzten (schriftlich, telefonisch und mündlich = keine wissenschaftliche Fragestellung nur Feedback) Was genau? Übereinstimmung von ärztlichem Eindruck (klinisches Bild) und softwaregeneriertem ICPC-2-Code Wann? Während der gesamten Laufzeit Wie? Vergleich der von der Kommunikationhilfe generierten ICPC-2-Codes und der ärztlichen Diagnosen (ICD10)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 880
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Robert-Bosch-Stiftung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Personen, die den Service der Krankenstation im Grenzdurchgangslager Friedland nutzen

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die keine der 13 Sprachen/Dialekte verstehen, können nur in der Kontrollgruppe teilnehmen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse können nur schwer über ihre aktuellen Beschwerden und Vorerkrankungen Auskunft geben. Eine digitale Kommunikationshilfe für 13 verschiedene Sprachen und Dialekte soll die Anamnese erleichtern, indem Patient*innen bereits im Wartezimmer auf einem Tablet-PC Angaben zu ihren Beschwerden machen können. Auf dieser Grundlage kodiert das Tool automatisch den Beratungsgrund als ICPC-2-Code. Im Anschluss wird eine übersetzte Zusammenfassung ausgedruckt und steht für das ärztliche Gespräch zur Verfügung. Der Einsatz der digitalen Kommunikationshilfe wird zunächst im Grenzdurchgangslager Friedland erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Dabei soll untersucht werden, inwieweit die Kommunikationshilfe das gegenseitige Verstehen verbessert. Als Indikatoren dienen die Re-konsultationsraten sowie die Gesamtkosten für die allgemeinmedizinische Versorgung. Zudem wird der subjektive Eindruck mittels Fragebogen für Patient*innen und Ärzt*innen und einzelner qualitativer Interviews erhoben. Aufgrund sinkender Flüchtlingszahlen und bestehender Rekrutierungsprobleme mussten wir die zunächst geschätzte Fallzahl von 2000 auf eine berechnete Fallzahl von 880 anpassen.

Quelle

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