Beschreibung der Studie

In dieser Studie werden Ansichten und Einstellungen werdender Mütter bezüglich der Versorgung Frühgeborener an der Grenze der Lebensfähigkeit untersucht. Es soll festgestellt werden, inwieweit zahlenmäßige Prognosen die Präferenzen der Mütter für oder gegen primär lebenserhaltende Maßnahmen beeinflussen. Die Studie prüft dies mittels zweier verschiedener virtueller Szenarien, welche Schwangeren vorgelegt werden, die wegen einer drohenden Frühgeburt stationär behandelt werden.

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Studiendetails

Studienziel Anteil der Probandinnen mit Präferenz, lebenserhaltende intensivmedizinische Behandlungen nach der Geburt vornehmen zu wollen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 64
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin MainzZentrum für Kinder- und Jugendmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schwangere zwischen 28+0 und 36+6 SSW;
  • stationäre Behandlung aufgrund einer drohenden Frühgeburt;
  • interdisziplinäre (Geburtshilfe und Kinderheilkunde) Beratung bezüglich der drohenden Frühgeburt erfolgt

Ausschlusskriterien

  • fehlendes Einverständnis; schwere fetale Fehlbildung; mögliche postnatale palliative Therapie; unzureichende Deutschkenntnisse; psychische Erkrankung, fehlende Einwilligungsfähigkeit

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Mainz

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Unsere Hypothese, dass im Grenzbereich der Lebensfähigkeit Frühgeborener numerische Daten keinen entscheidenden Einfluss auf die elterlichen Entscheidungen bezüglich des Einsatzes lebenserhaltender intensivmedizinischer Behandlungen haben, soll in einer randomisiert-kontrollierten Studie untersucht werden. Es wird zudem erkundet, ob und wie die werdenden Eltern an dieser kritischen Entscheidungsfindung partizipieren wollen und welche qualitativen Faktoren die elterlichen Entscheidungen beeinflussen könnten. Es wird davon ausgegangen, dass solche elterlichen Entscheidungen von persönlichen Erfahrungen und Werten, von Kultur, Religion und sozialem Hintergrund geleitet werden. Die Rekrutierung von Probandinnen erfolgt unter schwangeren Frauen (zwischen 28 + 0/7 und 36 + 6/7 SSW), die aufgrund einer drohenden Frühgeburt hospitalisiert sind. Durch die vergleichsweise deutlich fortgeschrittenere Schwangerschaft soll sichergestellt werden, dass zwischen den Szenarien der Studie und der eigenen Situation eine genügende Distanz und Differenz besteht und es so nicht zu – möglicher Weise auch belastenden – Übertragungen auf die eigene Situation kommt. Den Frauen wird ein schriftliches virtuelles Szenario einer drohenden Geburt eines extrem unreifen Frühgeborenen im Grenzbereich der Lebensfähigkeit vorgestellt. Die Probandinnen werden hierbei zu zwei Szenarien randomisiert. In beiden Fällen hat das vorgestellte Kind eine enorm eingeschränkte Prognose, so dass beide mögliche Optionen – lebenserhaltende intensivmedizinische Behandlungen, aber auch palliative Therapie - ethisch zulässig wären. Im ersten Fall lässt sich anhand populationsbezogener numerischer Ergebnisdaten eine Überlebenschance von rund 30% abschätzen. Im zweiten Fall wird exakt das gleiche Szenario dargestellt, lediglich mit unterschiedlichen numerischen Daten (GA, Gewicht) woraus sich eine Überlebenschance von 60% abschätzen lässt. Die Fallpräsentation ist ausführlich und möglichst neutral gehalten. Sie umfasst neben quantitativen auch qualitative Daten, um Behandlungsmethoden und die erwarteten Outcomes deutlich und verständlich zu machen. Es werden ihnen zwei Optionen vorgestellt 1) intensivmedizinische Therapie oder 2) palliative Therapie. Die Teilnehmerinnen geben ihre Präferenz an (intensivmedizinisch, palliativ, keine Präferenz, d.h. Behandlung gemäß ärztlicher Empfehlung). Anschließend werden die teilnehmenden Frauen aufgefordert, einen Fragebogen über allgemeine Entscheidungsfindungspräferenzen, kulturelle, religiöse und soziale Hintergründe und persönliche Werte auszufüllen. Die primäre Hypothese dieser Studie ist, dass sich deutliche Unterschiede in der Überlebensprognose nicht in gleichem Maße in den Präferenzraten werdender Mütter für oder gegen lebenserhaltende Maßnahmen widerspiegeln. Es wird postuliert, dass im Grenzbereich der Lebensfähigkeit, wenn den werdenden Müttern ein entscheidendes Mitspracherecht bei der Entscheidungsfindung eingeräumt wird, vielmehr persönliche Werte, Ansichten und Erfahrungen und gerade nicht abstrakte numerische Daten, die Entscheidungspräferenz determinieren. Sekundäre Fragestellungen beinhalten die Untersuchung allgemeiner Entscheidungsfindungsmechanismen sowie Einstellungen zu Chancen und Risiken intensivmedizinischer Behandlungen.

Quelle

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