Beschreibung der Studie

Das Anliegen der Studie ist es, die Schmerztherapie nach thoraxchirurgischen Operationen wissenschaftlich und qualitätssichernd zu begleiten und zu untersuchen, ob das Auftreten von andauernden (chronischen) Schmerzen auch abhängig vom individuellen sogenannten Bindungstypen oder Bindungsmuster (geprägt durch Erfahrungen in Beziehungen) ist. Bei jedem Menschen liegt ein individueller Bindungstyp vor, der meist in der frühen Kindheit angelegt wird und vermutlich bis zum Lebensende konstant bleibt. Der Bindungstyp beschreibt die Art und Weise, wie eine Person Vertrauensverhältnisse eingeht. Man unterscheidet sichere und unsichere Bindungstypen, die möglicherweise unterschiedliche Einflüsse auf den Therapieverlauf einer Erkrankung nehmen können. Die Patienten erhalten während der Behandlung im Krankenhaus am ersten und zehnten Tag nach der Operation (postoperativ) und bei der normalen Nachsorgeuntersuchung nach einem halben Jahr unterschiedliche Fragebögen u.a. zu ihrem Bindungstyp und ihren eventuellen Beschwerden (u.a. Schmerzstärke). Die Durchführung dieser Studie soll insgesamt ein Jahr dauern. Es sollen insgesamt circa 300 Patienten teilnehmen. Ziel der Studie ist es, die postoperative Schmerztherapie zu verbessern und Strategien zur Vorbeugung von andauernden (chronischen) Schmerzen zu entwickeln.

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Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt dieser Beobachtungsstudie ist die an den verschiedenen Untersuchungszeitpunkten, d.h. am ersten und zehnten postoperativen Tag, sowie die nach einem halben Jahr postoperativ angegebene Schmerzstärke gemessen mit Numerischer Rating Skala und QUIPS-Fragebogen (Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Schmerzzentrum der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die zu einem thoraxchirurgischen Eingriff geplant wurden.
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Vorliegende, unterschriebene Einwilligungserklärung
  • Patienteneinverständnis nach detaillierter Aufklärung über die geplante Studie

Ausschlusskriterien

  • Patienten unter 18 Jahren
  • Patienten, die keine Einwilligungserklärung unterschrieben haben
  • Patienten, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen nach der Prämedikationsvisite nicht für einen operativen Eingriff freigegeben wurden

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Köln

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Diese klinische Beobachtungsstudie untersucht, welche Faktoren zu einer Chronifizierung von Schmerzen beitragen können. Insbesondere soll untersucht werden, ob PatientInnen mit einem unsicheren Bindungstyp bzw. -muster eine höhere Chronifizierungsrate postoperativer Schmerzen nach thoraxchirurgischen Eingriffen aufweisen. Bei jedem Menschen liegt ein individueller Bindungstyp vor, der meist in der frühen Kindheit angelegt wird und dann – so weit es bekannt ist – bis zum Lebensende relativ stabil bleibt. Der Bindungstyp beschreibt die Art und Weise, wie eine Person Vertrauensverhältnisse eingeht. Dieser kann sicher oder unsicher (mit mehreren Subtypen) sein (i). Für einige Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus konnte bereits gezeigt werden, dass der vorliegende Bindungstyp Einflüsse auf den Krankheits- und Therapieverlauf hat (ii). Für Schmerzerkrankungen existieren diesbezüglich vor allem für die ambulante und die Langzeitbehandlung noch keine ausreichenden Daten. Die PatientInnen sollen jeweils am ersten und zehnten postoperativen Tag befragt werden, sowie erneut nach sechs Monaten. Erhoben werden zu den genannten Zeitpunkten: -HADS-Fragebogen (HADS=Hospital Anxiety and Depression Scale), ein Fragebogen zur Selbstbeurteilung von depressiven Symptomen und Angstsymptomen -ECR-R-Fragebogen (ECR-R = „Experiences in close relationships - revised“) zur Feststellung des Bindungstyps -F-SOZU- Fragebögen zur Feststellung der sozialen Unterstützung -QUIPS-Fragebogen (QUIPS = „Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“) In dieser geplanten klinischen Beobachtungsstudie sollen über einen Zeitraum von einem Jahr erwachsene PatientInnen , die sich einem thoraxchirurgischen Eingriff jeglicher Art unterziehen, befragt werden. Dabei soll jeweils am ersten postoperativen Tag das individuelle Schmerzempfinden und die Qualität der Schmerztherapie mittels QUIPS gemessen werden. Am zehnten postoperativen Tag werden die individuellen Schmerzen erneut mit Hilfe des QUIPS erfasst und zusätzlich die oben genannten Fragebögen HADS, ECR-R und F-SozU zum Einsatz kommen, um den Bindungstyp und die psychische Verfassung der PatientInnen zu dokumentieren. Nach dem Prinzip einer Zweipunkt-Studie werden die Patienten ein halbes Jahr nach Befragung, im Rahmen der regulären OP-Nachsorge, erneut in die Ambulanz eingeladen, um wieder mittels HADS, ECR-R, F-SOZU und QUIPS befragt zu werden. Der primäre Endpunkt dieser Beobachtungsstudie ist die an den verschiedenen Untersuchungszeitpunkten, d.h. am ersten postoperativen Tag des stationären Aufenthaltes, sowie die nach einem halben Jahr postoperativ angegebene Schmerzstärke. Sekundäre Endpunkte sind Zufriedenheit mit der Schmerztherapie, Opioidverbrauch, Mortalität, Morbidität, Gebrauch von Nikotin und Alkohol, Nebenwirkungen sowie perioperative Komplikationen. So soll erfaßt werden, welche Faktoren sich auf den Schmerzverlauf bei den PatientInnen auswirken und insbesondere welchen Einfluß das Vorliegen unterschiedlicher Bindungsmuster auf eine Schmerzchronifizierung hat. Zukünftiges Ziel dabei ist es, die postoperative Schmerztherapie zu verbessern und zukünftig Strategien zur Prophylaxe von chronischen Schmerzen zu entwickeln, beispielsweise über maßgeschneiderte psychosomatische Interventionen. (i) Adult attachment measures: A 25-year review, Paula Ravitz, Robert Maunder, Jon Hunter, Bhadra Sthankiya, William Lancee, Journal of Psychosomatic Research 69 (2010) 419–432 (ii) Relationship styles and mortality in patients with diabetes, Ciechanowski P1, Russo J, Katon WJ, Lin EH, Ludman E, Heckbert S, Von Korff M, Williams LH, Young BA, Diabetes Care, 2010 Mar;33(3):539-44. doi: 10.2337/dc09-1298. Epub 2009 Dec 10.

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