Beschreibung der Studie

Essanfälle stellen das Kardinalsymptom der Binge-Eating-Störung (BES) dar. Mehrere Studien liefern Hinweise, dass die Belohnungssensitivität für Nahrungsmittelreize an der Aufrechterhaltung der BES beteiligt ist. Dies bedeutet, dass insbesondere hochkalorische Nahrungsmittelreize für Betroffene der BES einen besonders belohnenden Charakter aufweisen. In der Studie erhalten Frauen und Männer mit der Diagnose einer BES daher ein Nahrungsmittel-Expositionstraining à vier Sitzungen, das die Belohnungssensitivität für Nahrungsmittelreize reduzieren soll. Vor und nach dem Training werden anhand der Methode der Blickbewegungsmessung (Eye-Tracking), der Elektroenzephalographie (EEG) und von Reaktionszeitmessungen Untersuchungen durchgeführt, bei der den ProbandInnen verschiedene Nahrungsmittelreize dargeboten werden. Während das Training ausschließlich Frauen und Männern mit der Diagnose einer BES vorbehalten ist, werden für die Untersuchungen auch übergewichtige TeilnehmerInnen ohne BES und normalgewichtige TeilnehmerInnen ohne BES gesucht.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel 1) Unterscheiden sich Personen mit BES von übergewichtigen und normalgewichtigen Personen ohne BES hinsichtlich der Aufmerksamkeitszuwendung auf essensbezogene Reize? (Hypothesen jeweils für BES-Gruppe im Vergleich zu Kontrollgruppen formuliert) a) Eyetracking: Häufiger erste Fixation auf essensbezogene Reize b) Eyetracking: Längere erste Fixation, wenn auf essensbezogene Reize c) Eyetracking: Längere Blickdauer auf essensbezogene Reize insgesamt d) Eyetracking: Je stärker der Bias auf essensbezogene Reize, desto höher ist die Esspathologie ausgeprägt e) EEG: Kürzere Latenzen und höhere Amplituden in den EKPs bei essensbezogenen Reize f) EEG: Je höher die Amplitude auf essensbezogene Reize, desto höher ist die Esspathologie ausgeprägt. g) Verhaltensdaten: Erhöhte Annäherungs- und verringerte Vermeidungstendenz bei essensbezogenen Reize
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • BMI
  • BES: 17.5 - 45
  • Übergewichtige KG: 25 - 45
  • Normalgewichtige KG: 17.5 - 25
  • Diagnose
  • BES: BES Diagnose nach DSM-5
  • Beide KG: Keine BES Diagnose nach DSM-5
  • Sonstiges
  • Generell: Normale oder korrigierte Sehfähigkeit

Ausschlusskriterien

  • Generell: Schwerwiegende körperliche Erkrankungen; Aktuelle Schwangerschaft oder Stillzeit Farbfehlsichtigkeit oder schwere Augenerkrankung; Aktuelle Teilnahme an anderen Therapien/Therapiestudien; aktuelle Teilnahme an Gewichtsreduktionsprogrammen; Aktuell Vorliegen von Wahnideen bzw. Halluzinationen; Aktuelle manische Episode; Aktuelle Suizidalität; Aktuelle Alkohol- oder Substanzabhängigkeit
  • BES: Bulimia Nervosa
  • Beide KG: Life-Time Diagnose einer Essstörung

Adressen und Kontakt

Universität, Tübingen

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Tübingen via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten des Studienarztes und Informationen über mögliche nächste Schritte an Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Universität, Freiburg im Breisgau

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Freiburg im Breisgau via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten des Studienarztes und Informationen über mögliche nächste Schritte an Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Essanfälle stellen das Kardinalsymptom der Binge-Eating-Störung (BES) dar. Informationsverarbeitungsmodelle gehen davon aus, dass durch hochkalorische Nahrungsmittel, dysfunktionale Gedächtnis-, Beurteilungs- und Aufmerksamkeitsprozesse aktiviert werden, die an der Aufrechtrechterhaltung des pathologischen Essverhaltens von Patienten mit einer Essstörung substanziell beteiligt sind (Williamson et al., 2004; Vitousek, & Hollon, 1990). Erste empirische Studien stützen die Annahmen, indem z. B. gezeigt wurde, dass Personen mit BES im Vergleich zu Kontrollpersonen durch eine verstärkte Aufmerksamkeitszuwendung auf essensbezogene Reize gekennzeichnet sind (u.a. Schag et al., 2013; Svaldi et al., 2010). Nach dem aktuellen Forschungsstand ist allerdings unklar, (a) ob diese Mechanismen veränderbar sind, und (b) eine Veränderung der beschriebenen Aufmerksamkeitsprozesse auch zu einer Reduktion der Essanfallshäufigkeit bei Patienten mit der Diagnose einer BES führt. Daher plant das aktuelle Forschungsprojekt, im Rahmen zweier Experimente unter Nutzung von Eye Tracking und EEG bei Personen mit und ohne BES Aufmerksamkeitsprozesse bei der Verarbeitung störungstypischer und neutraler Reize in Anlehnung an die Studien von Schmitz et al. (2014) und Svaldi et al. (2010) zu erfassen. Die experimentellen Studien sollen vor und nach einem Aufmerksamkeits-Modifikationstraining (AMT) durchgeführt werden. Das AMT basiert auf der Dot-Probe Aufgabe, in der Personen einen Probe per Tastendruck so schnell wie möglich danach klassifizieren müssen, ob er auf der linken oder rechten Seite präsentiert wurde. Im Rahmen des AMT wird eine Modifikation bzw. Reduktion eines störungstypischen Bias angestrebt, indem der imperative Stimulus überproportional häufig (ca. 90 % aller Trials) auf einen neutralen Reiz folgt, sodass die Probanden mit der Zeit implizit lernen, ihre Aufmerksamkeit von einem störungstypischen Reiz wegzulenken.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: