Beschreibung der Studie

Die Diagnose der degenerativ-bedingten Schädigung des Halsmarkes und somit die resultierende Therapieempfehlung ist auf der Basis herkömmlicher Methoden mit klinischer Untersuchung, Elektrophysiologie und konventioneller Magnetresonanztomographie aufgrund der teilweise eingeschränkten Übereinstimmung der Parameter erschwert. Klinisch wünschenswert wäre eine frühestmögliche Auswahl der Patienten vor Entwicklung potenziell bleibender neurologischer Schädigungen mit einer überall anwendbaren Bildgebung. Das Diffusion-based Microstructural Imaging (DMI) der Halswirbelsäule ermöglicht eine genauere Darstellung geschädigter Bereiche als herkömmliche MRT-Verfahren. Daher besteht die Hypothese, dass entsprechend diese Modalität gestörte Areale im Rückenmark sensitiver darstellen kann als die konventionelle Bildgebung und damit eine bessere Übereinstimmung mit den funktionellen Einschränkungen und deren Entwicklung ermöglicht. Somit sollen in dieser prospektiven Studie Patienten mit Bandscheibenschaden und möglicher Rückenmarksschädigung im Bereich der Halswirbelsäule zusätzlich eine Darstellung der HWS mit dieser neuen MRT-Modalität erhalten, um deren diagnostische und prognostische Wertigkeit im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden zu bewerten.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Sensitivität und Spezifität der MIDI bei Patienten mit funktionell (klinisch oder elektrophysiologisch) vorhandener oder abstinenter Myelopathie.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Symptomatik einer degenerativen zervikalen Radikulopathie oder Myelopathie und MR-tomographischer zervikaler Bandscheibenschaden mit assoziierter Spinalkanalstenose und Myelon-Kontakt bzw. -Kompression
  • Alter > 18 Jahre und Aufklärungsfähigkeit
  • Schriftliche Einverständniserklärung der Patientin/des Patienten nach Aufklärung

Ausschlusskriterien

  • MRT-Ausschlusskriterien
  • Patienten mit zervikalen Voroperationen
  • Nicht-degenerative Ursachen der assoziierten Symptomatik (Tumor, Entzündung/Infektion, Trauma)
  • Schwere internistische Grunderkrankung
  • folgende zentral-neurologische oder psychiatrische Erkrankungen: schwerer Schlaganfall, fortgeschrittene Demenz, M. Parkinson, Multiple Sklerose oder vergleichbare ZNS-inflammatorische Erkrankung, schwere Depression, schwere schizoaffektive Erkrankung

Adressen und Kontakt

Neurozentrum, Freiburg im Breisgau

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Freiburg im Breisgau via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Diagnose der degenerativen zervikalen Myelopathie und die resultierende Therapie-Empfehlung sind auf Grundlage der bekanntermaßen eingeschränkten Korrelation von klinischer Symptomatik, Elektrophysiologie und konventioneller Magnetresonanztomographie (MRT) in einem Teil der Patienten erschwert. Hierbei handelt es sich vorrangig um frühe Krankheitsstadien mit noch abstinenter oder milder Symptomatik sowie unsicher zuordenbaren Symptomen aufgrund von Komorbiditäten. Da die zervikale Myelopathie bei ausbleibender Behandlung ein hohes Risiko für progrediente und bleibende neurologische Einschränkungen und Invalidität bedeutet, ist eine frühestmögliche Selektion der Patienten vor Entwicklung irreversibler Schäden erstrebenswert. Die routinemäßige MRT-Bildgebung mit T1- und T2-Wichtung zeigt eine eingeschränkte Korrelation mit den klinischen Symptomen mit einer Sensitivität von bestenfalls 60%. Eine zuverlässigere, ubiquitär anwendbare Bildgebung könnte somit die Versorgung deutlich verbessern. Das Microstructural Diffusion-based Imaging (MIDI) ist eine neuartige Darstellung mikrostruktureller Gewebeveränderungen auf Basis einer subkompartimentellen Auswertung der Volumenelemente des Diffusion Tensor Imaging. Es ermöglicht eine sensitivere Darstellung diffusionsgestörter Areale als herkömmliche MRT-Sequenzen. Dies konnte bereits bei Patienten mit zerebraler Ischämie gezeigt werden. Daher besteht die Hypothese, dass das MIDI auch myelopathisch veränderte Areale im Halsmark sensitiver darstellen könnte und somit eine bessere Korrelation mit funktionellen Einschränkungen und deren Entwicklung ermöglicht. Diese Fragestellung soll in einer prospektiven Beobachtungsstudie bei Patienten mit monosegmentalem zervikalem Bandscheibenschaden untersucht werden. Die Probanden werden nach Einschluss eine zusätzliche MRT der Halswirbelsäule mittels MIDI sowie eine elektrophysiologische Untersuchung erhalten. Eine klinische Re-Evaluation findet nach 3, 6 und 12 Monaten statt. Zur Verlaufsuntersuchung nach einem Jahr werden erneut MIDI-Bildgebung und Elektrophysiologie durchgeführt. Folglich sollen Sensitivität und Spezifität der neuen Bildgebung bestimmt sowie die Korrelation zu den Myelopathie-Zeichen in den bisherigen MRT-Verfahren bewertet werden. Zusätzlich soll die Langzeitbegutachtung neue Erkenntnisse über die Entwicklung der MIDI-Veränderungen assoziiert zum klinischen Verlauf erbringen. Ziel ist es perspektivisch die Diagnostik der zervikalen Myelopathie zu verbessern und damit die Beratung betroffener Patienten bezüglich operativer Therapie und assoziierter Prognose zu optimieren.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: