Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, verschiedene Rettungswege und Reanimationsmethoden zur Rettung von Patienten unter Herz-Lungen-Wiederbelebung aus einem Obergeschoss eines mehrgeschossigen Gebäudes zu untersuchen, um aus den gewonnenen Ergebnissen eine Einsatztaktik für Rettungsdienst und Feuerwehr ableiten zu können, die die bestmögliche Qualität der Wiederbelebung in dieser speziellen Situation gewährleistet. Ein Transport unter Wiederbelebung aus einem Obergeschoss ist eine seltene Einsatzsituation, zu der bisher kaum wissenschaftliche Erkenntnisse über besten Rettungsweg (in unserer Untersuchung Treppenraum, Aufzug und Drehleiterkorb) und Wiederbelebungmethode (in unserer Untersuchung Herzdruckmassage per Hand oder mittels elektrischem Gerät) vorliegen. Untersucht wird die Wiederbelebung einer Übungspuppe, die Daten zur Qualität der Wiederbelebung (Tiefe und Frequenz der Herzdruckmassage, Entlastung zwischen den Kompressionen) aufzeichnet. Teilnehmer der Untersuchung, die die Wiederbelebung durchführen, sind Beamte und Angestellte einer Feuerwehr, die im Rettungsdienst tätig sind.

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Studiendetails

Studienziel Endpunkte der Untersuchung sind die Qualität der Reanimation, ausgedrückt in Zeit der Unterbrechungen der Thoraxkompression, Tiefe und Frequenz der Kompression und Entlastung des Thorax, sowie die Dauer des Transports vom Anheben der Krankentrage im fünften Obergeschoss bis zum Erreichen des vor dem Gebäude stehenden Rettungswagens, wie von der Reanimationsübungspuppe registriert.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Feuerwehr der Stadt Brühl

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Zustimmung zu Teilnahme,
  • körperliche und geistige Eignung,
  • Ausbildung als Arzt, Notfallsanitäter, Rettungsassistent oder Rettungssanitäter

Ausschlusskriterien

  • fehlende Zustimmung,
  • fehlende körperliche oder geistige Eignung,
  • fehlende einschlägige Ausbildung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Herzstillstand-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Ziel der Studie ist es, verschiedene Rettungswege und Reanimationsmethoden zur Rettung von Patienten unter kardiopulmonaler Reanimation aus einem Obergeschoss eines mehrgeschossigen Gebäudes zu untersuchen, um aus den gewonnenen Ergebnissen eine Einsatztaktik ableiten zu können, die die bestmögliche Reanimationsqualität gewährleistet. Der Transport unter laufender CPR ist im deutschen arztbesetzten Rettungssystem unüblich. In bestimmten Fällen kann jedoch ein Transport des Patienten in ein Krankenhaus vor Erreichen eines ROSC unter andauernder CPR sinnvoll sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine reversible Ursache des Kreislaufstillstands, die innerklinisch, nicht aber außerklinisch kausal therapiert werden kann, angenommen wird. Der Transport eines Patienten unter laufender Reanimation ist jedoch mit zahlreichen Problemen behaftet: Die Qualität der Reanimation (wichtigste Parameter hierbei sind Unterbrechungen der Reanimation, Tiefe, Entlastung und Frequenz der Thoraxkompressionen) ist häufig mangelhaft und das reanimierende Personal wird mitunter erheblichen Gefahren ausgesetzt, beispielsweise da während einer Reanimation im fahrenden Rettungswagen eine Gurtsicherung nicht möglich ist. In den Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation wird aus diesem Grunde die Verwendung mechanischer Reanimationshilfen in solchen Spezialsituationen diskutiert. Es wird eine Einsatzlage simuliert, in der ein Patient unter kardiopulmonaler Reanimation aus dem fünften Obergeschoss in einen Rettungswagen transportiert werden muss. Simuliert wird dies mit einer Reanimationsübungspuppe, die die Qualität der Reanimation registriert und zur späteren Auswertung speichert. Die Reanimation wird durchgeführt von den Beamten und Angestellten einer Feuerwehr (Notfallsanitäter/Rettungsassistenten/Rettungssanitäter). Als Rettungswege werden geprüft: 1) Aufzug, mit Fahrtrage des RTW befahrbar 2) Treppenraum, Transport über ein spineboard 3) Drehleiterfahrzeug, Lagerung auf Krankentragehalterung des Drehleiterkorbs Die Thoraxkompressionen erfolgen in einer Gruppe manuell, in der anderen Gruppe mit einer mechanischen Reanimationshilfe (corpulsCPR, Firma GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH). Die drei verschiedenen Rettungswege werden jeweils mit manueller und mechanisch unterstützter Reanimation geprüft. Endpunkte der Untersuchung sind die Qualität der Reanimation, ausgedrückt in Zeit der Unterbrechungen der Thoraxkompression, Tiefe und Frequenz der Kompression und Entlastung des Thorax, sowie die Dauer des Transports vom Anheben der Krankentrage im fünften Obergeschoss bis zum Erreichen des vor dem Gebäude stehenden Rettungswagens. „Härtere“ Endpunkte, wie Überlebensraten oder neurologische Ergebnisse nach Reanimation können nicht untersucht werden, da aufgrund der geringen Fallzahl und der fehlenden Aufklärungs- und Einwilligungsmöglichkeit eine Untersuchung an humanen Patienten nicht praktikabel erscheint.

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