Beschreibung der Studie

Gemäß nationaler und internationaler evidenzbasierter Behandlungsleitlinien stellen traumafokussierte/traumaadaptierte Psychotherapien die Behandlungsmethoden der ersten Wahl in der Behandlung von Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) dar. Während der Konfrontationstherapie setzen sich Patienten direkt mit ihren Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen an das traumatische Ereignis auseinander. Zwischen den Empfehlungen und der Versorgungsrealität besteht jedoch eine zum Teil erhebliche Diskrepanz. Ziel der vorliegenden Studie besteht in der Erfassung der physiologischen und psychischen Stressreaktionen bei Patienten mit PTBS und ihren behandelnden Therapeuten bei der Durchführung von Traumakonfrontation. Es wird angenommen, dass sowohl Patienten als auch Therapeuten erhöhte Stressreaktionen vor, während und nach der Konfrontationssitzung zeigen im Vergleich zur Umsetzung anderer therapeutischer Verfahren (Zielerreichungsskalierung = Kontrollbedingung). Es sollen 20 PTBS-Patienten und deren 20 Therapeuten untersucht werden. Zur Erfassung der physiologischen Stressreaktionen werden Speichel-Cortisol- und Speichel-Alpha-Amylase-Proben bei Patienten und Therapeuten entnommen. Alpha-Amylase gilt als Indikator für die Aktivität des Sympathico-adrenergen Systems, welches bei Stress direkt aktiviert wird und als „schnelle“ Stressachse gilt. Cortisol hingegen ist das Endprodukt der Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und bildet die „langsame Stressachse“ ab. Sowohl Cortisol als auch Alpha-Amylase können einfach und nicht invasiv aus dem Speichel erfasst werden. Hierzu werden jeweils 5 Speichelproben vor, während und nach der ersten 50minütigen Konfrontationssitzung sowohl vom Patienten als auch dem Therapeuten entnommen. Als Kontrollbedingungen werden außerdem jeweils 5 Speichelproben (= 5 Messzeitpunkte) vor, während und nach einer Therapiesitzung ohne Konfrontation (Zielerreichungsskalierung) sowohl beim Patienten als auch beim Therapeuten entnommen. Zur Erfassung verschiedener psychologischer Maße füllen die Therapeuten vor der Traumakonfrontation einen Fragebogen zur Erfassung der Therapeuteneinstellung bezüglich der Konfrontation sowie einen Fragebogen zur Einschätzung der eigenen therapeutischen Kompetenzen aus. Patienten und Therapeuten füllen außerdem zu allen 5 Messzeitpunkten, sowohl während der Traumakonfrontation als auch während der "Kontrollsitzung" die Visuelle Analogskala zur globalen Erfassung des eigenen Stresserlebens aus. Am Ende der jeweiligen Sitzungen füllen Patienten und Therapeuten einen Fragebogen zur Einschätzung des Therapieerfolgs der jeweiligen Stunde aus.

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Studiendetails

Studienziel Erfasst werden physiologische Maße des Stresserlebens (Speichel-Cortisol, Speichel-Alpha-Amylase) bei PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung)-Patienten und deren Therapeuten zu jeweils 5 Messzeitpunkten vor, während und nach der Konfrontationssitzung und vor, während und nach einer Kontrollsitzung (Zielerreichungsskalierung). Weiterhin wird die Therapieerfahrung und die Therapeuteneinstellung bezüglich der Konfrontation und eine Einschätzung der eigenen therapeutischen Kompetenzen vom Therapeuten erhoben. Die Visuelle Analogskala zur globalen Erfassung des eigenen Stresserlebens wird zu den 5 Messzeitpunkten während der Konfrontationssitzung und der Kontrollsitzung sowohl beim Patienten als auch beim Therapeuten erfasst. Zusätzlich wird zum Abschluss der Konfrontationssitzung und der Kontrollsitzung ein Fragebogen zur Einschätzung des Therapieerfolgs der entsprechenden Sitzung sowohl beim Patienten als auch beim Therapeuten erfasst.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Anschubfinanzierung des Forschungsausschusses und des Präsidiums der Universität des Saarlandes

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien Patienten: Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) als Primärdiagnose, welche an einer kognitiven Verhaltenstherapie teilnehmen.
  • Einschlusskriterien Therapeuten: Psychotherapeuten mit Approbation oder Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision

Ausschlusskriterien

  • Patienten: psychotisches Erleben, Suizidalität, mangelnde Impulskontrolle, dissoziative Symptome

Adressen und Kontakt

Psychotherapeutische Universitätsambulanz der Universität des Saarlandes, Saarbrücken

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Häufig gestellte Fragen

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Gemäß nationaler und internationaler evidenzbasierter Behandlungsleitlinien stellen traumafokussierte/traumaadaptierte Psychotherapien die Behandlungsmethoden der ersten Wahl in der Behandlung von Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) dar. Zwischen diesen Empfehlungen und der Versorgungsrealität besteht eine zum Teil erhebliche Diskrepanz. Ziel der vorliegenden Studie besteht in der Erfassung physiologischer als auch psychologischer Stressreaktionen bei Patienten mit PTBS und ihren behandelnden Therapeuten im Zusammenhang mit der Durchführung von Konfrontationsverfahren. Es wird angenommen, dass sowohl Patienten als auch Therapeuten erhöhte Stressreaktionen bei bzw. vor der Traumakonfrontation zeigen im Vergleich zur Umsetzung anderer therapeutischer Interventionen (z.B. Psychoedukation oder Maßnahmen der Stabilisierung).

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