Beschreibung der Studie

Aus verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen ist bereits bekannt, dass Patienten mit depressiver Episode schlechter autonom modulieren, das heißt zum Beispiel situationsgemäß ihren Herzschlag oder Blutdruck an Anforderungen anpassen. Zur Bestimmung der Modulationsfähigkeit schauen wir uns in verschiedenen Situationen Herz-Kreislauf-Parameter genauer an, z.B. den kontinuierlichen Blutdruck, die Herzrate, die Atemfrequenz, die Hautleitfähigkeit und Sauerstoffsättigung. Die Situationen sind entweder entspannend oder anfordernd, z.B. entspannt auf einem Sessel liegen als Entspannung oder schnelles Aufstehen und für 2 Minuten stehen bleiben als Anforderung. Wir untersuchen diese Modulationsfähigkeit zu zwei Zeitpunkten, einmal zu Beginn eines stationären Aufenthalts und noch einmal drei Wochen später, um zu prüfen, ob sich erstens die Depressionssymptome geändert haben, zweitens die Modulation verändert hat und drittens ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Parametern gibt. Für das Unterfangen sollen 30 Patienten zwischen 18 und 65 mit mittelschwerer oder schwerer depressiver Episode untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Baroreflexsensitivität, welche zu beiden Messzeitpunkten (zu Beginn eines stationären Aufenthalts und drei Wochen später) im Rahmen der autonomen Testung ermittelt wird. Die Baroreflexsensitivität lässt sich berechnen, wenn die auf rasche Blutdruckänderungen folgenden Herzfrequenzveränderungen mit erfasst werden. Es werden Sequenzen ermittelt, während derer der Blutdruck über wenigstens drei RR-Intervalle ansteigt, während die Abstände zwischen den RR-Intervallen länger werden oder vice versa. Die Steigung einer Regressionsgeraden aus Veränderungen der RR-Intervalle und des Blutdrucks entspricht der Baroreflexsensitivität.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie/Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose entweder F32.1 (Mittelgradige depressive Episode) oder F32.2 (Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome), stationäre Behandlung über mindestens 3 Wochen, Einwilligungsfähigkeit, Alter zwischen 18 und 65 Jahren

Ausschlusskriterien

  • Erkrankungen und Störungen, die das cardiovaskuläre System bzw das autonome Nervensystem betreffen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

In der geplanten Untersuchung soll die mit einer stationären Behandlung einhergehende Änderung der autonomen Modulationsfähigkeit untersucht werden. Die Verlaufs-Studie soll dabei einen naturalistischen Charakter haben und die Stichprobe soll einen repräsentativen Querschnitt stationär behandelter Patienten aufweisen, die wegen depressiver Störungen in Behandlung sind. Zur Vergleichbarkeit mit Befunden anderer Untersuchungen soll dabei ein standardisiertes Procedere, bestehend aus Baseline-Messung in Ruhe, metronomischer Atmung, zwei Valsalva-Manövern erfolgen und aktive Orthostase, genutzt werden, welches ein breites Spektrum der autonomen Modulationsfähigkeit abbilden. Geplant ist der Einschluss von 30 Patienten mit gegenwärtig depressiver Episode. Um eine Veränderung über die Zeit zu prüfen soll zu zwei Messzeitpunkten, einmal zu Beginn und einmal drei Wochen später gemessen werden.

Quelle

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