Beschreibung der Studie

Vorhofflimmern ist die weltweit häufigste Herzrhythmusstörung. Neben anderen Symptomen ist ein unregelmäßiger Puls ein Zeichen dieser Erkrankung. Vorhofflimmern kann heutzutage gut behandelt werden, trotzdem kann es nach einer erfolgreichen Behandlung zu einem Wiederauftreten der Erkrankung kommen. Um dieses frühzeitig zu erkennen und besser handeln zu können, empfiehlt es sich, regelmäßig bei sich selbst den Puls zu messen. Eine Messung per Hand hat dabei viele Vorteile. Viele Patientinnen und Patienten beherrschen diese Fähigkeit allerdings nicht. Deshalb wurde eine spezielle Schulung entwickelt, um Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern eine Pulsmessung per Hand bei sich selbst beizubringen. Diese neu entwickelte Schulung soll in einer Pilot-Studie getestet werden. Die Ziele der Studie sind es, den Effekt, die Machbarkeit und die Akzeptanz der Schulung zu untersuchen. Darüber hinaus werden auch die Machbarkeit der Methoden der Studie getestet werden. Die Forschungshypothese lautet: Durch die Teilnahme an einer Pflege-geleiteten Schulung zur manuellen Pulsmessung zeigen Teilnehmende danach bessere Fähigkeiten bei der Pulsmessung und ein verbessertes Symptommanagement im Vergleich zu Teilnehmenden, die nicht an dieser Schulung teilnahmen. Potentielle Teilnehmende sind stationäre Patienten ab 35 Jahren, die an Vorhofflimmern erkrankt sind und maximal 30 Autominuten vom Studienzentrum (Klinikum) entfernt wohnen.

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Studiendetails

Studienziel Fähigkeit zur Durchführung einer manuellen Pulsmessung bei sich selbst; Beobachtung durch Gesundheitsfachperson anhand einer Checkliste; 2. Datenerhebungszeitpunkt (25-35 Tage nach Studieneinschluss)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 1 bis 2
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • stationär aufgenommen; Diagnose paroxysmales oder persistierendes Vorhofflimmern; Wohnort in einem vordefinierten geographischem Gebiet, das vom Krankenhaus aus in ca. 25 Minuten mit dem Auto erreichbar ist; Deutschkenntnisse in Wort und Schrift

Ausschlusskriterien

  • kognitive Einschränkung (z.B. Demenz); physische Beeinträchtigung beider oberer Extremitäten; Zustand nach AV-Knoten-Ablation mit Herzschrittmacherimplantation; Lebenserwartung kleiner als 2 Monate; Personen, die bereits an einer vergleichbaren Schulung teilnahmen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Vorhofflimmern-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Hintergrund: Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit mit steigenden Inzidenz- und Prävalenzraten. Diese chronische Krankheit stellt eine der Hauptursachen für Schlaganfälle dar und hat negative Auswirkungen für betroffene Individuen, Gesundheitssysteme und die Wirtschaft. Trotz der effektiven Behandlung treten bei VHF oft Rezidive auf. Um ein optimales therapeutisches Management der Erkrankung zu erreichen und um das Risiko von Komplikationen zu minimieren, ist eine aktive Patientenbeteiligung von wesentlicher Bedeutung. Dies wiederum erfordert Selbstmanagement-Fähigkeiten von den Patienten. Zwei Hauptkomponenten des Selbstmanagements sind Selbstüberwachung und Symptom-Management. Da ein unregelmäßiger Puls ein Symptom von VHF ist, stellt eine manuelle Puls-Selbstmessung ein Verfahren zur Selbstüberwachung und zur Erkennung von Rezidiven dar. Allerdings sind nur wenige Patienten mit VHF in der Lage eine Puls-Selbstmessung durchzuführen. Bestehende edukative Interventionen in Bezug auf Puls-Selbstmessung fokussieren nur auf Screening-Zwecke für Teilnehmende ohne VHF. Aufgrund fehlender Interventionen, vor allem in Deutschland, wurde eine pflege-geleitete Intervention für Patienten mit VHF zur Selbstüberwachung und zur Verbesserung des Selbstmanagements durch Puls-Selbstmessung entwickelt. Ziel: Testung dieser neuen Intervention in Bezug auf Akzeptanz, Durchführbarkeit, Adhärenz und ihren Effekt auf die Fähigkeit zur Puls-Selbstmessung und hinsichtlich des Symptom-Managements. Methoden: Zu diesem Zweck soll eine randomisierte kontrollierte Pilotprobe am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen durchgeführt werden. Geplant ist eine Stichprobe von 20 Teilnehmenden in zwei Studienarmen. Die erste Gruppe erhält die Intervention und die zweite Gruppe erhält die Standardversorgung. Die Daten sollen an zwei Zeitpunkten anhand von Fragebögen, Feldnotizen, Checklisten, Fall-Vignetten, Audioaufnahmen und einem Tagebuch erhoben werden. Datenanalyse: Die Daten werden mit deskriptiven und inferenz-statistischen Methoden unter Verwendung von Häufigkeiten, Häufigkeitsverteilungen, Variabilität und Maße der zentralen Tendenz analysiert. Ethik und Finanzierung: Diese Pilotprobe wird die ethischen Prinzipien der Wohltätigkeit, Respekt für Personen und Gerechtigkeit einhalten. Unterstützt wird diese Studie teilweise durch finanzielle Mittel des Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen.

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