Beschreibung der Studie

Negative Interpretationsmuster, d.h. die Tendenz, mehrdeutige Situationen negativ zu beurteilen, treten im Rahmen der körperdysmorphen Störung nachweislich auf und können diese aufrechterhalten. Die körperdysmorphe Störung kennzeichnet sich durch eine übermäßige Beschäftigung mit einem wahrgenommenen äußeren Makel, der von anderen nicht oder kaum wahrgenommen wird. Neue Strategien für die Behandlung dieser Störung, von der 1-2% der Bevölkerung betroffen sind, sind ein wichtiges Forschungsgebiet. Die Veränderung negativer Interpretationsmuster könnte für eine Verbesserung der Symptome der KDS wichtig sein. Diese Studie untersucht die Wirksamkeit eines sog. Interpretationsmodifikationstrainings ("Interpretation Bias Modification", CBM-I) bei PatientInnen mit körperdysmorpher Störung. Im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie wird dieses Training mit einer ähnlichen aktiven Kontrollbedingung und einer Wartelistenbedingung verglichen. TeilnehmerInnen erhalten bis zu 8 Sitzungen der Intervention online über einen Zeitraum von zwei Wochen. Wir untersuchen hierbei die Effektivität auf Interpretationsverzerrungen, Symptomschwere der körperdysmorphen und damit verbundenen Symptome, auf andere kognitive Variablen, sowie Effekte auf Stressantworten gegenüber typischen stressauslösenden Situationen. Weiterhin soll bestimmt werden, für welche Patientengruppen dieses Training im Besonderen geeignet sein könnte. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für seinen späteren klinischen Einsatz im Rahmen von Therapien. Es wird angenommen, dass das CBM-I-Training den beiden anderen Bedingungen in Bezug auf Veränderungen der Interpretationsmuster und anderer kognitiver Variablen, sowie Symptome der körperdysmorphen Störung und Stressanfälligkeit überlegen ist. Geeignet für die Studienteilnahme sind Personen: die älter als 18 Jahre sind, aktuell die Kriterien einer körperdysmorphen Störung erfüllen oder diese bei sich vermuten, und die aktuell (noch) keine psychotherapeutische Behandlung erhalten. Weiterhin sollten StudienteilnehmerInnen weder aktuell noch in der Vorgeschichte eine Diagnose aus dem Bereich der schizophrenen/psychotischen Störungen, bipolaren (oder auch manisch-depressiven) Störungen bzw. eine Substanzabhängigkeit aufweisen. Aktuell sollten überdies keine akuten Selbstmordgedanken bestehen.

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Studiendetails

Studienziel Interpretationsbias (Word Sentence Association Paradigm; WSAP; Interpretation Questionnaire; IQ), körperdysmorphe Symptomschwere (Yale-Brown Obsessive-Compulsive Scale modified for BDD; BDD-Y-BOCS), Einsicht (Brown Assessment of Belief Scale; BABS); Funktionsniveau und Besserungseindruck (Clinical Global Impression Scale, CGIS; (Clinical Global Impression Scale, CGIS; WHO Disability Assessment Schedule, WHO DAS 2.0) Erhoben zu fünf Zeitpunkten: Prä-Post (nach 2-Wochen-Phase) sowie FU1 (1 Woche nach Post), FU 2 (1 Monat nach Post) sowie FU3 (3 Monate nach Post)
Status Teilnahme nur nach Einladung
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle AE Klinische Psychologie und Psychotherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • primäre Diagnose einer körperdysmorphen Störung, basierend auf aktuellem min. mittlerem Symptomschweregrad (Gesamtscore des BDD-Y-BOCS ≥ 20) und Erfüllung der DSM-5 Diagnosekriterien nach SKID-I (Vorgehen nach S. Wilhelm et al., 2014), Volljährigkeit, Einverständniserklärung, hinreichende Deutschkenntnisse zur Bearbeitung der Fragebögen und experimentellen Paradigmen; Zugang zum Internet via PC/Laptop
  • Abfrage der Ein- und Ausschlusskriterien per Telefon- und , danach Einladung geeigneter TeilnehmerInnen.

Ausschlusskriterien

  • aktueller Substanzmissbrauch und Substanzabhängigkeit (außer Nikotin), aktuelle oder vormalige Diagnose einer Schizophrenie, psychotischen Episode oder bipolaren Störung, BDI-II > 29 (i.S. einer schweren Depression; Hautzinger et al., 2006) laut SKID-I, akute Suizidalität, Veränderung der Zusammensetzung der psychopharmakologischen Medikation in den letzten 8 Wochen; aktuell laufende Psychotherapie

Adressen und Kontakt

WWU Münster, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Negative Interpretationsbiases werden als aufrechterhaltende Faktoren in aktuellen kognitiv-behavioralen Modellen der körperdysmorphen Störung diskutiert. Ihre spezifische Veränderung könnte damit einen zusätzlichen Wert in der Behandlungsoptimierung dieser Störung darstellen. Diese Studie prüft die Effektivität einer CBM-I Intervention (Interpretation Bias Modifikation) für körperdysmorphe Störung. Im Rahmen einer doppelblinden, randomisiert-kontrollierten Studie werden StudienteilnehmerInnen dabei der aktiven Intervention, einer paradigmennahen aktiven Kontrollbedingung sowie einer Wartelistenbedingung zugeteilt. StudienteilnehmerInnen erhalten diagnostische Vor- und Nachtestungen im Labor, und absolvieren dazwischen über zwei Wochen bis zu 8 Sitzungen der aktiven Experimental- oder Kontrollbedingung, oder eine Wartephase. Die Langzeiteffekte des Trainings werden im Rahmen von 1 Woche, 4 Wochen und 3 Monaten nach Trainingsabschluss im Follow-Up getestet. Hauptsächliche Outcomevariablen sind Interpretations- sowie andere kognitive Biases, Symptomschwere der körperdysmorphen Störung, sowie Stressvulnerabilität im Rahmen zweier Stressoraufgaben. Es wird angenommen, dass die CBM-I Intervention auf den genannten Variablen den beiden anderen Bedingungen überlegen ist, und dass sich dies auch im Follow-Up zeigt.

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