Beschreibung der Studie

Fatigue bei Multipler Sklerose (MS) ist gekennzeichnet durch körperliche und kognitive (die geistige Leistungsfähigkeit betreffende) Einschränkungen sowie depressive Verstimmung. Die Fatigue lässt sich bisher nur bedingt durch Medikamente oder durch geistige und körperliche Aktivierung behandeln. Neue Therapieverfahren sind somit erforderlich. Bei neuropsychiatrischen Erkrankungen werden in den letzten Jahren vermehrt nicht-invasive (d.h. nicht-eindringende) Hirnstimulationsverfahren untersucht, wie z.B. die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS, transcranial Direct Current Stimulation), bei welcher eine schwaches Stromfeld mittels Elektroden am Kopf angelegt wird und wodurch Nervenzellen zu mehr Aktivität angeregt werden und krankhafte Zustände einer Unterfunktion bestimmter Gehirnbereiche verändert werden. Erste Pilotstudien zeigten, dass eine Stimulation von vorne gelegenen Hirngebieten, nämlich des linken dorsolateralen präfrontalen Kortex mit transkranieller Gleichstromstimulation (tDCS) zu einer Verbesserung von geistiger Leistungsfähigkeit und Schmerzempfinden bei MS-Patienten führte. In dieser Studie, die von der Psychiatrischen Klinik in Kooperation mit dem Institut für Neuroimmunologie sowie dem Henri-Mondor-Krankenhaus in Créteil, Frankreich, durchgeführt wird, sollen 24 MS-Patienten mit Fatigue jeweils eine Woche lang (je 5 Stimulationen zu je 20 min Dauer) mit aktiver und Plazebostimulation (Scheinstimulation) behandelt werden. Danach folgt eine dreiwöchige Wartephase und die Patienten erhalten die jeweils andere Bedingung für eine Woche. Die Veränderung von geistiger Leistungsfähigkeit, Fatigue, Stimmung und Emotionserkennung werden mit Aufmerksamkeitstests am Computer sowie mit Fragebögen zu Selbst- oder Fremdeinschätzung erhoben. Zusätzlich werden Bewegungsumfang und Schlafverhalten mittels Aktigrafie gemessen. Es wird erwartet, dass die Patienten nach aktiver Stimulation eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit und eine Verminderung ihrer psychischen Belastung zeigen, während unter Plazebostimulation keine Effekte zu erwarten sind. Insgesamt sollen an beiden Zentren zusammen 24 Patienten rekrutiert werden.

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung von Kognition (2-back test, Symbol Digit modalities test), Arbeitsgedächtnis, und Fatigue (fatigue severity scale, modified fatigue Impact scale) nach aktiver Stimulation im Vergleich zu Plazebostimulation nach 5 Tagen Behandlung.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 24
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Psychiatrische Klinik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Rechtshänder - gesicherte Diagnose einer Multiplen Sklerose nach den McDonald 2010 Kriterien - Fatigue seit mehr als 6 Monaten mit Nachweis eines Punktwerts > 5 auf der Fatigue Severity Scale - Alter 18 bis 75 Jahre - stabile Medikation und körperliche Aktivität seit mindestens einem Monat

Ausschlusskriterien

  • Schübe in den letzten zwei Monaten - Expanded Disability Status Scale ≥ 6.5 - schwere Depression basierend auf Beck Depression Inventory (BDI>19) - Tagesschläfrigkeit basierend auf der Epworth Sleepiness Scle (ESS>11) - andere neurologische oder psychiatrische Erkrankungen

Adressen und Kontakt

LMU, Klinikum der Universität München, München

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Häufig gestellte Fragen

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Diese doppelblinde randomisierte Studie wird am Henri-Mondor Krankenhaus, Créteil, Frankreich, und an der Psychiatrischen Universitätsklinik der LMU München in Kooperation mit dem Institut für klinische Neuroimmunologie der LMU durchgeführt. Sie soll die Wirksamkeit bifrontaler tDCS bei Fatigue bei Multipler Sklerose nachweisen. In der ersten Behandlungswoche erhalten die Patienten fünf Stimulationen aktive bzw. Plazebo-tDCS (randomisierte doppelblinde Zuweisung). Die transkranielle Gleichstromstimulation (2 mA, 20 min) wird über 20 Minuten über dem linken (anodal) und rechten (kathodal) präfrontalen Kortex an 5 Tagen appliziert (1. Woche). Es folgt ein dreiwöchiges wash-out-Intervall. Dann erfolgt die zweite Behandlungswoche, wobei nun die jeweils andere Kondition verwendet wird. Fatigue und Stimmung werden durch spezifische Fragebögen erfasst. Ebenso werden Aktigrafie und Emotionerkennung gemessen.

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