Beschreibung der Studie

Die Herzkatheteruntersuchung hat eine wichtige Rolle bei der Beurteilung von Durchblutungsstörungen des Herzens. Jedoch können nicht alle Engstellen der Blutgefäße des Herzens adäquat visuell beurteilt werden. Dafür werden Messungen mit einem Druckdraht durchgeführt. Die fraktionierte Flußreserve (Fractional Flow Reserve/FFR) ist dabei der aktuelle Goldstandard. Instantaneous wave-free Ratio (iFR) und Quantitative Flow Ratio (QFR) als alternative Methoden könnten die Signifikanz von Engstellen vereinfachen und kostengünstiger machen. Doch bevor sie zusammen in der täglichen Praxis verwendet werden können, muss QFR in Bezug auf iFR und FFR validiert werden. Dafür werden Patienten, die eine klinische Indikation zur Herzkatheteruntersuchung besitzen und bei denen eine Beurteilung von Engstellen via FFR Messung indiziert ist, in diese Studie eingeschlossen.

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Studiendetails

Studienziel Sensitivität und Spezifität von Quantitative Flow Ratio (QFR) im Vergleich zu instantaneous wave-free Ratio (iFR): Anteil der Patienten mit positiver / negativer QFR und positiven / negativen iFR. Diagnostische Genauigkeit von QFR im Vergleich zu IFR Diagnostische Berechnung in der Grauzone. Definition der QFR-Grenzen zur Erreichung von 95% Sensitivität und Spezifität im Vergleich zu iFR
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 280
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Elisabeth Krankenhaus EssenKlinik für Kardiologie und Angiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten zwischen 19 und 89 Jahren bei denen aus klinischer Indikation eine Koronarangiographie durchgeführt wird (mit Symptomen der myokardialen Ischämie oder abnormaler Stresstest) und eine weitere hämodynamische Beurteilung einer Koronarstenose erforderlich ist.
  • Alter> 18 mit Symptomen einer myokardialen Ischämie, Angina oder Angina-Äquivalent (Brustschmerzen, abnorme Belastungstests, abnorme nichtinvasive Tests)
  • Patienten, die in jüngster Zeit (> 3 Tage) ein akutes Koronarsyndrom durchgemacht haben, können nur bei einem zweiten Eingriff eingeschlossen werden für die Gefäße, die nicht verantwortlich sind fur den akuten Myokardinfarkt. .
  • Einverständnis zur Studienteilnahme; Fähigkeit die geplante Prozedur zu verstehen. Die Einverständniserklärung muss vor der Untersuchung gelesen und unterschrieben sein.
  • Patienten, die für eine Koronarangiographie und / oder perkutane koronare Intervention geeignet sind
  • Koronare Herzerkrankung mit mindestens 1 oder mehreren koronaren Stenosen (30-90% Stenosegrad in der visuellen Beurteilung) der nativen epikardialen Gefäße oder seiner Seitäste

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation für Adenosin
  • Vorherige ACVB-OP mit offenem Bypass zum untersuchten Gefäß

Adressen und Kontakt

Elisabeth Krankenhaus, Essen

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Häufig gestellte Fragen

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Die Koronarangiographie hat eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der koronaren Herzkrankheit. Intermediäre koronare Engstellen können nicht immer adäquat mit visueller Beurteilung allein spezifiziert werden. In diesen Engstellen ist es notwendig zu beurteilen, ob sie hämodynamisch signifikant sind oder nicht. Die fraktionierte Flußreserve (Fractional Flow Reserve/FFR) ist der aktuelle Goldstandard zur Bestimmung des funktionellen Schweregrades einer Koronararterienverengung. Dabei wird über einen an einem koronaren Führungsdraht befestigten Druckaufnehmer der Blutdruck distal einer Koronarstenose gemessen und in Relation zum Blutdruck der Körperhauptschlagader gestellt. Die Messungen erfolgen unter einer pharmakologisch herbeigeführten maximalen Durchblutungssteigerung. Die FFR-geführte Revaskularisierung verbessert Langzeitergebnisse und ist kosteneffektiv. Jedoch bleibt die FFR in der Praxis nicht ausreichend genutzt. Gründe dafür sind unter anderem die Kosten des Druckdrahts, mögliche Nebenwirkungen von Adenosin und die erforderliche Verlängerung der Untersuchung. Instantaneous wave-free ratio (iFR) ist eine alternative Möglichkeit, die Fluss limitierende Wirkung einer Koronarstenose zu bestimmen. Es stützt sich auch auf Messungen mit einem Druckdraht, aber ohne die Notwendigkeit eine maximale Durchblutungssteigerung durch Adenosin zu induzieren. Zwei randomisierte Studien bestätigten die Nichtunterlegenheit der iFR im Vergleich zur FFR. Jedoch entstehen auch bei der iFR Kosten für den Druckdraht und eine Verlängerung der Untersuchungszeit. Quantitative Flow Ratio (QFR) ist eine weitere neuartige Technik die hämodynamische Bedeutung von Engstellen zu beurteilen. Es handelt sich dabei um eine software-basierte Analyse von konventionellen angiographischen Bildern, die die funktionelle Relevanz von koronaren Engstellen abschätzen kann. Es benutzt die Information von 2 angulierten angiographischen Bildserien des untersuchten Gefäßes und die Information des zeitlichen Ablaufs der Kontrastmitteldarstellung. Die FAVOR Pilot Studie hat bestätigt, dass die QFR eine gute Übereinstimmung mit der FFR zeigt. Zur Zeit rekrutiert eine größere, multizentrische Studie zu Bestätigung. iFR und QFR könnten die hämodynamische Beurteilung von Stenosen vereinfachen und kostengünstiger machen. Doch bevor sie zusammen in der täglichen Praxis verwendet werden können, muss QFR in Bezug auf iFR validiert werden. Das primäre Ziel der Studie ist es, die diagnostische Übereinstimmung zwischen QFR und dem druckdrahtbasierten iFR in klinischen Alltag zu untersuchen.

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