Beschreibung der Studie

In der CT Angiografie (CTA), einer bildgebenden computertomographischen Methode zur Beurteilung von Blutgefäßen, wird in der Regel iodhaltiges Kontrastmittel (KM) über einen Gefäßzugang im Arm gespritzt, um die Blutgefäße vom umliegenden Gewebe besser unterscheiden zu können. Um einen optimalen Kontrast zwischen Blutgefäß und umgebendem Gewebe zu erreichen, ist es wichtig, dass genau zu dem Zeitpunkt gescannt wird, wenn die Kontrastmittelanreicherung in den zu untersuchenden Gefäßen maximal ist. Um den Zeitpunkt Akquisition der Bilddaten festzulegen, wird meist das sogenannte Bolus-Tracking-Verfahren eingesetzt. Dabei wird zuerst ein Schnittbild angefertigt, welcher aus einer Schicht besteht und sich meistens am Anfang des zu untersuchenden Bereichs befindet. In diesem Scan wird in einer Arterie, z.B. in der Hauptschlagader, eine rundliche Messung platziert, welche die CT-Dichte im entsprechenden Gefäß mißt. Danach wird das Kontrastmittel für die CT-Untersuchung gespritzt und die CT-Dichte im entsprechenden Gefäß in regelmäßigen Zeitabständen (z.B. 1 oder 2 Sekunden) in der gleichen Schicht gemessen. Wenn die CT-Dichte im Gefäß einen im Voraus definierten Schwellwert überschreitet, wird nach einer im Voraus definierten Verzögerung, z.B. 6 Sekunden, die Akquisition der Bilddaten gestartet. Auch wenn dieses Verfahren in der klinischen Routine bei einer Vielzahl von Patienten zu einer zufriedenstellenden Bildqualität führt, bleibt es dennoch ungewiss, ob der Scan zum optimalen Zeitpunkt bezüglich der Kontrastmittel-Anreicherung stattgefunden hat. Beispielsweise verläuft die Kontrastmittel-Anreicherung bei Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion im Vergleich zu Gesunden deutlich langsamer, was bei diesen Patienten dazu führt, dass bei fester Scan-Verzögerung zu einem Zeitpunkt untersucht wird, welcher noch deutlich vor der maximalen Anreicherung des Kontrastmittels liegt. Aufgrund dieser interindividuellen Unterschiede der Kontrastmittelanreicherung wäre es deshalb erstrebenswert, die Scan-Verzögerung je nach individuellem Kontrastmittel-Verhalten anpassen zu können. Um dies zu ermöglichen, wurde eine neue Software entwickelt, die die CT-Dichte im untersuchten Gefäß nach Kontrastmittelgabe in Echtzeit analysiert und dann in Abhängigkeit von der Kreislaufzeit des Patienten den optimalen Zeitpunkt für die Bildakquisition ermittelt. Diese neue SOftware soll also bewirken, dass die CT-Untersuchung genau zum richtigen Zeitpunkt ausgeführt wird, und damit das Kontrastmittel am effizientesten genutzt wird. Im Rahmen der Studie sollen Patienten, bei denen routinemäßig eine Computertomographie des Herzens durchgeführt wird und deren Herzfrequenz gleichmäßig unter 65 Schlägen pro Minute liegt, per Zufallsprinzip entweder mit dem Standardverfahren der zuvor festgelegten Verzögerung oder mit der durch die neue Software individuell festgelegte Verzögerung untersucht. Ziel der Studie ist es demnach, zu untersuchen, inwieweit die Software in der Lage ist, eine bessere Kontrastmittelanreicherung im Gefäß zu erreichen als es mit dem Standardverfahren der Fall ist.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die erreichte CT-Dichte im linken Ventrikel sowie im Aortenbulbus. Die CT-Dichte wird bei allen Patienten nach Abschluss der Rekrutierung systematisch analysiert, indem in den CT-Daten die mittlere CT-Dichte in einer 1 cm² großen Messung im Cavum des linken Ventrikels sowie im Aortenbulbus ermittelt wird.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik für Radiologie Klinikum der Universität München Campus Großhadern

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Im Rahmen der klinischen Routine durchgeführte koronare CT-Angiographie
  • Stabile Herzfrequenz unter 65 Schlägen pro Minute, um mit Niedrigdosis-Technik untersuchen zu können

Ausschlusskriterien

  • Arrhythmien
  • Herzfrequenz ≥ 65 Schläge pro Minute
  • Allergie auf jodhaltiges Kontrastmittel
  • Niereninsuffizienz
  • Hyperthyreose

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Angina Pectoris-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Es handelt sich um eine prospektive Studie, in der Patienten eingeschlossen werden sollen, bei denen zum Ausschluss oder zur Diagnose einer koronaren Herzkrankheit eine koronare CT-Angiographie durchgeführt werden soll. Die Patienten werden mittels prospektivem Spiral-CT mit schnellem Tischvorschub an einem Dual-Source CT-Gerät der 3. Generation untersucht, um eine minimale Strahlendosis von <2 mSv zu erreichen. Um eine gute Kontrastierung der Koronararterien zu erreichen, werden 60 ml Kontrastmittel über eine Dauer von 10 Sekunden verabreicht, gefolgt von 100 ml Kochsalz-Lösung. Das Scan Timing wird mittels Bolus-Tracking durchgeführt. Die Festlegung des post-trigger-delay (Verzögerung der Scan-Initiation nach Erreichen eines Schwellenwertes der Kontrastierung von 100 HU in der Aorta ascendens) erfolgt randomisiert entweder standardmäßig mittels manueller Festlegung auf 6 Sekunden oder automatisiert durch eine Auswertung der Kontrastmittel-Anflutung in Echtzeit durch Verwendung des oben beschriebenen Algorithmus. Die gewonnenen Bilddaten sollen hinsichtlich der erreichten Kontrastierung sowie der insgesamt erzielten Bildqualität zwischen beiden Gruppen verglichen werden.

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