Beschreibung der Studie

Das Projekt beruht auf der Erkenntnis, dass viele Störungen wie chronische Schmerzen, der Muskelabbau nach Verletzungen oder altersbedingte Demenz mit veränderter Körperwahrnehmung und veränderten sensorischen und motorischen Funktionen zu tun haben. Als Folge entstehen in den Arealen des Gehirns, die die Wahrnehmung durch die Sinnesorgane und die Motorik repräsentieren, krankheitsfördernde plastische Veränderungen. Diese können aber durch Training beeinflusst und rückgängig gemacht werden. Dabei hilft der Umstand, dass man dem Gehirn durch die Präsentation von virtuellen Realitäten suggerieren kann, dass beispielsweise das verletzte Bein sich bewegt oder sich die im Alter verminderte Tastempfindlichkeit wieder herstellt. Eine Verbesserung kann zusätzlich durch sensomotorisches Training in Kombination mit Computerspielen erreicht werden. Angewendet werden die Programme bei chronischen Schmerzen, bei Immobilität infolge von Verletzungen und bei motorischen Störungen. Außerdem soll der Anwendungsbereich um das Störungsbild der frühen Demenzanzeichen erweitert werden. Die Ergebnisse können dann als Basis für neue Behandlungsansätze dienen und die grundlegende Erforschung der Körperrepräsentation und das Verständnis des Zusammenspiels von Motorik, Tastsinn, Sehen und Hören fördern.

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Studiendetails

Studienziel 1. Studentische Versuchspersonen: vor Training - nach Training (nach 2 Wochen), bzw. Experimentalbedingung - Kontrollbedingung; sensomotorische Veränderungen durch Immobilisation, bzw. Training (Kraftmessung) 2. Personen mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen: vor Training - nach Training (nach 12 Wochen), bzw. Experimentalbedingung - Kontrollbedingung; Veränderung im Schmerzlevel (Multidimensionaler Schmerzfragebogen) 3. Personen mit leichter kognitiver Einschränkung: vor Training - nach Training (nach 12 Wochen), bzw. Experimentalbedingung - Kontrollbedingung; Veränderungen in der kognitiven Performance (Montreal Cognitive Assessment, CANTAB) 4. Personen mit Immobilisierung verursacht durch Verletzung: Experimentalbedingung - Kontrollbedingung; Ausmaß sensomotorischer Defizite (Kraftmessung, sensorische Schwellen; nur nach Immobilisierung)
Status Teilnahme möglich
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 260
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorliegen von der Gruppenzugehörigkeit (chronische musculoskelettale Schmerzen; leichte kognitive Einschränkungen; Immobilisierung durch Verletzung; Abwesenheit dieser Faktoren = gesunde Kontrollprobanden)

Ausschlusskriterien

  • MRT-Ausschlusskriterien, nicht-einwillungsfähige Probanden, Schwangerschaft, Vorliegen einer psychischen Störung

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

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Häufig gestellte Fragen

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Die neuronalen Netzwerke, die der Schmerzverarbeitung und der Körperrepräsentation zugrunde liegen, überlappen und interagieren mehr als man früher dachte. Somatosensorische, visuelle, intero-zeptive und motorische Prozesse tragen zur Bildung der Körperwahrnehmung bei und können in Be-handlungen kombiniert werden, die eine normale Körperwahrnehmung wieder herstellen sollen. Auf der Basis von neu von uns entwickelten psychologischen Behandlungsverfahren, die die Körperreprä-sentation beim Phantomschmerz verändern sollten, entwerfen wir neue Trainingsprozeduren, die mit virtueller und erweiterter Realität arbeiten, um eine normale Körperrepräsentation zu erreichen und sensorische, motorische und kognitive Funktionen zu verbessern. Wir wenden diese Interventionen bei Schmerz und motorischen Dysfunktionen nach Verletzungen an, wo sich durch Rückmeldung von Bewegung die Immobilität beeinflussen und Erholungszeiten verkürzen lassen sowie Muskelfunktionen erhalten werden können. Eine weitere neue Anwendung sind chronische muskuloskelettale Schmerzen, wo ein systematischer Aufbau einer intakten Körperrepräsentation sowie Interozeption zu einer Verminderung von Schmerz und Schmerzverhalten und einer Veränderungen maldapativer Re-präsentationen im Gehirn führen sollte. Wir erweitern diese Intervention auf Vorstadien der Demenz, wo es zu einem Zusammenbruch von sensomotorischer Verarbeitung sowie zu Immobilität kommt, die eine wichtige Rolle bei der Krankheitsprogression spielen. Dabei verwenden wir neue implizite und explizite Diagnoseverfahren, um Wahrnehmungsveränderungen und neuronale Veränderungen abzu-bilden, komputationale Modellierung, peripher-physiologische Ableitungen und bildgebende Verfahren des Gehirns. Diese Studien dienen der Entwicklung mechanismen-basierter Therapieverfahren und tragen zur Lösung grundlegender Forschungsfragen der Körperwahrnehmung bei.

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