Beschreibung der Studie

Die Zahl der Patienten mit schweren obstruktiven Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder der COPD erfährt von Jahr zu Jahr in Deutschland eine weitere Zunahme. Insbesondere Patienten mit einer COPD werden im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung häufig beatmungspflichtig. Im Falle einer Beatmung stirbt jeder dritte Patient im Krankenhaus. Zudem bleiben 20% der Überlebenden auch zu Hause danach beatmungspflichtig mit einer sehr eingeschränkten Lebensqualität. Wenn die akute Exazerbation der COPD mit einer nicht-invasiven Beatmung (NIV), d.h. mit einem Überdruck über eine Maske behandelt werden kann, liegt die Sterblichkeit im Krankenhaus bei unter 10% Um die Überdruckbeatmung über die Maske möglichst optimieren zu können, ist es möglich das die Patienten in der Akutsituation zusätzlich mit einem neuen Beatmungsverfahren Neurally adjusted ventilatory assist (NAVA) besser behandelt werden können. Dieses Verfahren registriert die Zwerchfellaktivität und damit das was der Patient auch wirklich will. Sollte auch mit allen Maßnahmen keine Stabilisierung der Überdruckbeatmung möglich sein, besteht als Alternative die Möglichkeit über Katheter und eine künstliche Lunge (ECCO2R) CO2 aus dem Körper herauszuholen. Wenn sich hierdurch eine längere Beatmung vermeiden lässt, könnte sich die Prognose der Patienten weiter verbessern. Im Rahmen dieser Pilotstudie soll das Zusammenspiel zwischen der extrakorporalen CO2 Elimination und der nicht-invasiven Beatmung über NAVA untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Messung der ventilatorischen Antwort auf eine reduzierte und dann fehlende extrakorporale CO2 Elimination
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 25
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Kliniken der Stadt KölnKlinikum Merheim

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Akute Exazerbation eines Asthma bronchiale oder einer COPD mit der Notwendigkeit einer Beatmung und einer extrakorporalen CO2 Elimination bei nicht beherrschbarer respiratorischer Azidose
  • Anlage der NAVA Sonde und der extrakorporalen CO2 Elimination möglich

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft
  • Alter<18 Jahre
  • Alter>75 Jahre
  • Antikoagulation nicht möglich
  • Nicht-invasive Beatmung nicht möglich

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Chronisch obstruktive Lungenerkrankung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die nicht-invasive Beatmung ist Mittel der Wahl zur Behandlung der akuten Exazerbation der COPD, sofern sich bei Vorliegen einer respiratorischen Azidose ein pH Wert zwischen 7.2 und 7.35 ergibt. Trotz der guten Etablierung der NIV Therapie kommt es in 10-25% der Fälle zu einem NIV Versagen. Hierdurch kann zwar unmittelbar das Leben der Patienten gesichert werden, es erhöht sich aber die Zahl der nosokomialen Infektionen wie auch die Mortalität die alleine im Krankenhaus bei etwa 30% liegt. Eine Vermeidung der Intubation hat daher viele potentielle Vorteile und könnte die Mortalität nachhaltig senken. Mittels extrakorporaler CO2 Elimination lässt sich nach neueren Studiendaten eine Intubation vermeiden und damit die negativen Effekte der invasiven Beatmung reduzieren. In einer Studie am Tierexperiment konnten wir nachweisen, dass mit einem Blutfluss von 1000 ml/min etwa 50-60% des gesamten CO2 eliminiert werden kann, und damit eine schwere respiratorische Azidose ausgeglichen werden. In zwei Case-control Studien konnte die Vermeidung der Intubation bei COPD mittlerweile als Grundkonzept gezeigt werden. Zusätzlich ist eine Beatmung mit Neurally Adjusted Ventilator Assist (NAVA) bei schwerer COPD von Vorteil, dass sie von der Pneumatik unabhängig ist, und damit eine perfekte Synchronisation selbst bei schwerer Überblähung erlaubt. Aufgrund dieser Eigenschaft präferieren wir diesen Beatmungsmodus für die akute Exazerbation der COPD. Gerade die Kombination der extrakorporalen CO2 Elimination mit NIV-NAVA erscheint daher besonders naheliegend. Im Rahmen der vorliegenden Studie soll daher die Interaktion zwischen extrakorporaler CO2 Elimination und der letztlich über den Patienten gesteuerten Beatmung mittels NAVA untersucht werden. In einer ähnlichen Studie konnte wir dies bereits bei Patienten im Weaning von der ECMO bei ARDS zeigen. Aus der Studie soll ein Standard Operating Procedure hervorgehen, nachdem diese Patientengruppe strukturiert entwöhnt wird.

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