Beschreibung der Studie

Impfungen können das Risiko reduzieren, z. B. an einer Lungenentzündung, Grippe (Influenza) oder Sepsis zu erkranken. In Deutschland beugen zu wenige Frauen und Männer über 60 Jahre durch Impfung einer Lungenentzündung und Influenza vor. Impfen 60+ ist ein pharma-unabhängiges Verbundprojekt im Rahmen von InfectControl2020, das anhand der Modellregion Thüringen die Impfquoten mit gezielten Informationen für die über 60-Jährigen steigern will. Für diese Intervention werden Informationen und Aktionen anhand psychologischer, kommunikationswissenschaftlicher und design-spezifischer Methoden entwickelt. Konkrete Ziele sind Steigerung der Impfquoten, Verbesserung von Impfwissen und -einstellung, Vermittlung von Wissen über Sepsis, Senkung der Anzahl von Influenza-Erkrankungen, Lungenentzündungen und Sepsis-Fällen und Entlastung des Gesundheitssystems.

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Studiendetails

Studienziel Primäre Endpunkte sind Gründe für Nicht-Impfung und Determinanten des Impfverhaltens sowie Impfraten für Influenza und Pneumokokken. Diese werden über eine repräsenative Bevölkerungsumfage sowie die Abfrage von Impfquoten über die Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen in Welle 1 und Welle 2 der Intervention (Herbst/Winter 2017/2018 und Herbst/Winter 2018/2019) erhoben.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2182000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Wohnort: Deutschland

Ausschlusskriterien

  • Alter <60 Jahre

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Deutschland

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Häufig gestellte Fragen

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Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken können Erkrankungen und potentiell lebensbedrohliche Komplikationen wie Sepsis verhindern. Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe und sind daher eine Hauptzielgruppe für Impfungen. Um die Impfquote zu erhöhen, werden gezielte Interventionen benötigt, die spezifische, theoriebasierte Determinanten des Impfverhaltens berücksichtigen. Darüber hinaus sollten Aussagen und Kampagnendesign auf altersgruppenspezifische Charakteristika angepasst werden (z.B. in Bezug auf Informationsverarbeitung und Mediennutzung). Ziel von Impfen60+ ist es, (I) die spezifischen Informations- und Kampagnenbedürfnisse der Risikogruppe zu identifizieren, (II) eine gezielte Intervention zu entwickeln, und (III) den Effekt dieser evidenz-informierten Intervention auf verschiedenen Ebenen zu messen. Impfen60+ ist eine prospektive Interventionsstudie, die nach dem multi-method Ansatz designt und evaluiert wird. Zielgruppe der Intervention sind Individuen ≥60 Jahre in einer Modellregion in Thüringen (Freistaat Thüringen, 500.000 Einwohner ≥60 Jahre). Die Interventionsentwicklung folgt theoriebasierten und evidenzinformierten Prinzipien: Daten von repräsentativen Querschnittsstudien liefern Einblicke in die spezifischen Determinanten des Impfverhaltens in der Zielgruppe. Weiterhin wird die Mediennutzung analyisiert, um geeignete Kommunikationskanäle für spezifische Subgruppen zu identifizieren. In Pilotstudien werden die Interventionsmaterialien an die spezifischen kognitiven Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst. Die Entwicklung und Implementierung der Intervention folgt einem interdisziplinären und transsektoralen Ansatz, der Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Design, Medizin, Epidemiologie und Public Health verbindet. Die Intervention wird im Herbst/Winter 2017/2018 und 2018/2019 implementiert und zwischen den Interventionswellen adjustiert. Die Evaluation der Intervention schließt folgende Parameter ein: Wahrnehmung der Kampagne, Nutzung und Erinnerung an die Interventionsmaterialien, Effekte auf die Änderung der Determinanten des Impfverhaltens, berichtete Impfquote und tatsächliche Impfquote in der Modellregion (primäre Outcomes). Darüber hinaus werden Krankheitsinzidenzen und die Kostenlast durch Influenza, Pneumonien, invasive Pneumokokkenerkrankungen und Sepsis als sekundäre Outcomes und tertiäre Outcomes analysiert. Die Daten werden neue Erkenntnisse über die Effektivität der evidenzinformierten Entwicklung von Impfkampagnen und über klinische und ökonomische Effekte der Pneumokokken- und Influenza-Impfung liefern. Aus der Effektivität der Intervention können wertvolle Erkenntnisse über die Prinzipien der Kampagnenentwicklung und -evaluation abgeleitet werden, die in die nachfolgende Entwicklung nationaler Interventionen einfließen können.

Quelle

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