Beschreibung der Studie

An der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Universität Tübingen wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine neue Trainingsbehandlung für chronischen Tinnitus erprobt. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Neurofeedbacktherapie, bei der die Teilnehmer(innen) lernen,- ohne jeden medizinischen Eingriff- jene Teile ihres Gehirns, welche den Tinnituston erzeugen, zu beeinflussen und damit die Lautstärke zu senken oder den quälenden Ton zu beseitigen. Die Teilnehmer(innen), Patienten mit chronischem Tinnitus, werden zur Kontrolle in 3 Gruppen eingeteilt: eine Gruppe erhält die beschriebene Neurofeedbacktherapie, eine 2. Gruppe eine Placebo-Neurofeedbacktherapie und eine 3. Gruppe als Therapie des Tinnitus eine kognitive Verhaltenstherapie.

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Studiendetails

Studienziel In erster Linie liegt der Schwerpunkt auf Änderungen der A1-EEG-Alpha- und Delta-Leistung und Tinnitusintensität (TIM) in der EG und KG sowie Änderungen der Tinnitusintensität (TIM), Lautstärke (VAS) und Stress (VAS) per Fragebögen in der EG-, KG- und KVT-Gruppe. Die Messungen erfolgen in jeder Sitzung oder täglich sowie vor der Behandlung, zu einem Interims-Zeitpunkt, nach der Behandlung und im Follow-up ; insgesamt erfolgen mindestens 14 Messungen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung, Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einseitiger, anhaltender und stabiler Tinnitus für> 11 Wochen,
  • Normale Befunde mit einem Ohrmikroskop,
  • Normale Trommelfellmobilität und Stapedialer Reflex,
  • Fähigkeit, relevante Fragebögen auszufüllen,
  • Lücke zwischen dem Schalldruckpegel im audiometrischen Tinnitus Matching (Tinnitus Ebene oben
  • und die Tinnituslautstärke (Zenner und Maddalena, 2005).

Ausschlusskriterien

  • Pulsatile, intermittierende oder nicht-persistente Tinnitus,
  • Bilateraler Tinnitus,
  • Tinnitus als Begleiterscheinung einer bekannten systemischen Erkrankung (wie vestibuläres Schwannom, Endolymphatische Hydrops oder Menière-Krankheit),
  • Bekannter retrocochlearer Hörfehler (wie jene, die durch Hirnstammaudiometrie erkannt wurden),
  • Leitende Hörverluste von mehr als 10 dB bei zwei oder mehr Frequenzen,
  • Gehörgang oder Mittelohrentzündung oder Erguss,
  • Ein- oder doppelseitige totale Taubheit,
  • Status nach einem craniocerebralen Trauma,
  • Zervikogener oder stomatognatogener Tinnitus,
  • Beginn der Therapie mit Masker 2 Monate vor der Therapie,
  • Beginn von autogenem Training oder Psychotherapie <4 Wochen vor Therapie,
  • Laufende Akupunkturtherapie,
  • Medikamentöse Behandlung für Tinnitus innerhalb von 24 Stunden vor der Therapie,
  • Unfähigkeit, Medikamente abzusetzen, von denen bekannt ist, dass sie mit Tinnitus assoziiert sind (hochdosiertes Aspirin, Chinidin,
  • oder psychotrope Medikation vor dem Eintritt in die Studie,
  • Epilepsie,
  • Alter> 60,
  • Parkinson-Krankheit,
  • Demenz,
  • Akute allergische Erkrankung,
  • Neurologische oder psychiatrische Erkrankung,
  • Drogen- oder Alkoholmissbrauch, der den regulären Abschluss der Studie beeinträchtigen würde,
  • Zehrende Krankheiten,
  • Geschichte einer schweren ischämischen Störung (vorheriger Schlaganfall, früherer Herzinfarkt, periphere arterielle)
  • ,
  • Exposition gegenüber einer Intervention innerhalb der letzten 4 Wochen,
  • Erwartete Nichtverfügbarkeit für Studienbesuche oder -verfahren,
  • Unzureichende deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Tübingen

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Chronischer Tinnitus ist durch reduzierte neuronale Hemmung im zentralen auditorischen System gekennzeichnet. Das Projekt untersucht eine neue Rehabilitationsstrategie, nämlich das Training der lokalen neuronalen Hemmung mittels Neurofeedback der lokalen Alpha-Aktivität im primären auditorischen Kortex. Drei vergleichbare randomisierte Gruppen von jeweils 20 Patienten mit chronischem Tinnitus erhalten: (1) in der Experimentalgruppe (EG) Neurofeedback der lokalen auditorischen Alpha-Aktivität mit gleichzeitiger Alpha-Blockade im somato-sensorischen und visuellen Projektionsareal, um die physiologische Hemmung im auditorischen System zu reaktivieren, erhalten (2) in der Kontrollgruppe (KG) identisches Training wie die EG, aber ohne Kontingenz (zeitliche Assoziation) zwischen der Alpha-Aktivität im auditorischen Kortex und dem Feedback und erhalten (3) eine kognitive Verhaltenstherapie (CBT) des Tinnitus in der dritten Gruppe. Wir erwarten, dass sich in der EG sowohl neurophysiologisch wie auch verhaltens- und wahrnehmungsmäßig eine stabile Reduktion des Tinnitus beobachten lässt und ferner, dass lokale neuronale Hemmung (EEG-Alpha-Aktivität im auditorischen Kortex) und kortikale Reorganisation die auf der Verhaltensebene beobachtbare Besserung durch das Neurofeedbacktraining der Alpha-Aktivität im primären auditorischen Kortex widerspiegeln.

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