Beschreibung der Studie

Viele Menschen mit Koronarer Herzerkrankung leiden zusätzlich zu ihrer körperlichen Erkrankung unter einer Depression. Ziel der Studie ist es, ein Online-Training im Hinblick auf seine Durchführbarkeit und Wirksamkeit zur Reduktion depressiver Symptome bei Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzerkrankung zu überprüfen. Teilnehmende durchlaufen das Online-Training entweder sofort oder nach einer Wartezeit. Über die Gruppenzugehörigkeit entscheidet das Los. Untersucht werden Aspekte der Durchführbarkeit sowie Veränderungen in der depressiven Symptomatik, Angstsymptomatik, Lebensqualität, Angst vor dem Voranschreiten der Krankheit sowie krankheitsspezifische Risikofaktoren.

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Studiendetails

Studienziel Durchführbarkeit: Rekrutierungsstrategien (Quantifizierung der Rekrutierungsbemühungen, Drop-out-rate), Akzeptanz (ZUF-8, Messzeitpunkt: T2*, unerwünschte Ereignisse/Nebenwirkungen (INEP , Messzeitpunkt: T2, Adhärenz (Anteil derer, die das Programm vollständig durchlaufen haben, Abbruchquoten). *T2=2 Monate nach Randomisierung)
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Abteilung für klinische Psychologie und Psychotherapie, Institut für Psychologie und Pädagogik,Universität Ulm
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose einer Koronaren Herzerkrankung
  • PHQ-9-Wert ≥ 5

Ausschlusskriterien

  • Akute Suizidalität
  • Derzeitige oder Lebenszeitdiagnose einer psychotischen, schizophrenen oder bipolaren Störung.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Affektive Störung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen der Koronaren Herzkrankheit (KHK) und komorbider Depression. Depression ist unter Patienten mit KHK weit verbreitet und geht mit erhöhter kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität einher. Eine Depression stellt eine zusätzliche Belastung für KHK-Patienten dar und führt zu mangelnder Adhärenz sowie schlechteren Outcomes hinsichtlich der Behandlung der KHK. Eingeschränkte Ressourcen und begrenzte Verbesserungen in Bezug auf die Behandlung von KHK und komorbider Depression im Gesundheitssektor erfordern innovative Ansätze zur Versorgung betroffener Menschen. Die Nutzung orts- und zeitunabhängiger Internet- und mobilebasierter Interventionen (IMI) stellt aufgrund ihres niedrigschwelligen Zugangs und der einfachen Anwendung eine innovative Behandlungsmöglichkeit dar. Vorteile dieser Therapieform sind unter anderem hohe Verfügbarkeit, Kosteneffizienz und geringe wahrgenommene Stigmatisierung. Ziel der Pilotstudie ist es, Durchführbarkeit und potentielle Wirksamkeit einer begleiteten, internet- und mobile-basierten Selbsthilfeintervention gegen Depression ("WIDeCAD") bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung und depressiven Symptomen zu untersuchen. Methoden: Diese randomisiert kontrollierte Pilotstudie soll mit N = 50 an einer KHK erkrankten Patienten durchgeführt werden. Teilnehmer werden von Juni bis Juli 2017 rekrutiert. Geeignete Personen mit KHK und depressiven Symptomen (PHQ≥5) werden randomisiert einer Experimentalgruppe (n=25) oder einer Wartelistenkontrollgruppe (n=25) zugewiesen. Patienten der Experimentalgruppe erhalten sofort Zugang zu einem achtwöchigen begleiteten internet-basierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Selbsthilfeprogramm. Dieses besteht aus sieben zu bearbeitenden Lektionen mit verschiedenen Themenschwerpunkten, optionalen Zusatzlektionen sowie einer Auffrischungslektion. Die Teilnehmer erhalten nach Bearbeitung jeder Lektion Feedback durch geschulte e-Coaches (Psychologen). Teilnehmer der Wartelistenkontrollgruppe erhalten Routineversorgung und Zugang zur unbegleiteten Intervention nach Abschluss des zweiten Messzeitpunktes. Primäre Endpunkte sind Indikatoren der Durchführbarkeit des Online-Trainings. Sekundäre Endpunkte sind die Veränderungen der der depressiven Symptome (PHQ-9) sowie die Veränderung der Angst (GAD-7), Lebensqualität (Aqol), Progredienzangst (PA-F) sowie verschiedene krankheitsspezifische Aspekte und Risikofaktoren. Potentielle Effekte werden nach dem Intention-to-treat-Prinzip ausgewertet. Diskussion: Die geplante Pilotstudie wird einen Beitrag zur bisher begrenzten Evidenzlage zu internet- und mobile-basierten Interventionen für KHK-Patienten mit Depression leisten. Gewonnene Daten und Erkenntnisse über Rekrutierung, Akzeptanz und Wirksamkeit der Intervention werden als Grundlage für die anschließende Durchführung einer randomisiert kontrollierten Studie dienen.

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