Beschreibung der Studie

Der Startle-Reflex ist eine defensive Schreckreaktion, die durch plötzlich auftretende, intensive Reize (z.B. laute Geräusche) ausgelöst wird, und über physiologische Methoden, wie der elektrophysiologischen Messung des Lidschlussreflexes erfasst werden kann. Der Startle-Reflex wird durch die affektive (= emotionale) Voraktivierung eines Menschen moduliert. Generell kommt es bei negativen Reizen (z.B. während dem Betrachten negativer Bilder) zu einer Potenzierung der Startle-Reaktion, während positive Reize zu einer Inhibierung (Hemmung) dieser Reaktion führen. Damit erlaubt die Messung des Startle-Reflexes die physiologische Untersuchung von emotionalen Prozessen. Bisherige Studien haben gezeigt, dass die affektive Startle-Modulation bei einigen psychiatrischen Erkrankungen verändert ist. Das Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen, wie sich die affektive Verarbeitung bei Depressionspatienten über die verschiedenen Phasen einer kognitiven Verhaltenstherapie hinweg verändert. Es ist geplant 80 Probanden zu erheben: 40 Patienten mit einer depressiven Störung, die eine kognitive Verhaltenstherapie bekommen, sowie 40 gesunde Probanden. Die Durchführung der Studie beinhaltet drei Testungszeitpunkte: zu Beginn der Psychotherapie, sowie nach der 12. und der 24. Sitzung. Die Patienten durchlaufen dabei ein affektives Startle-Modulations-Paradigma. Dabei werden den Patienten negative, positive und neutrale Bilder präsentiert, während ein akustischer Schreckreiz dargeboten wird. Die hierdurch ausgelöste Schreckreaktion (u.a. Lidschluss) wird mittels Elektromyogramm (EMG) erfasst. Die emotionale Reaktion auf das präsentierte Bildmaterial wird zusätzlich mittels Hautleitfähigkeit (EDA) erfasst. Die gesunden Probanden durchlaufen die Tests in entsprechenden Zeitabständen. Es wird erwartet, dass sich die affektive Verarbeitung der Depressionspatienten zu Beginn der Therapie von jener der Kontrollgruppe unterscheidet, und dass dieser Unterschied im Verlauf der Therapie abnimmt.

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Studiendetails

Studienziel Veränderungen der Schreckreaktion bei der Visualisierung von Bildern mit unterschiedlichem affektivem Inhalt werden mittels Elektromyogramm (EMG) erfasst. Die emotionale Reaktion auf das präsentierte Bildmaterial wird zusätzlich mittels Hautleitfähigkeit (EDA) erfasst. Drei Erhebungstermine: 1) vor Therapiebeginn (im Verlauf der bzw. direkt nach den probatorischen Sitzungen), 2) nach der 12. Therapiesitzung, 3) nach der 24. Therapiesitzung. Die Erhebung der Kontrollgruppe läuft parallel nach demselben Ablaufplan ab.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Anschubfinanzierung des Forschungsausschusses und des Präsidiums der Universität des Saarlandes

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit einer depressiven Störung als Primärdiagnose, welche an einer kognitiven Verhaltenstherapie teilnehmen; Kontrollgrupe: gesunde Probanden

Ausschlusskriterien

  • keine dauerhafte Einnahme von Medikamenten (Ausnahme: orale Kontrazeptiva oder gelegentlich eine Kopfschmerztablette bis höchstens eine Woche vor Studienbeginn; in der Patientengruppe: verschriebene Psychopharmaka)
  • kein Drogen- oder Substanzmissbrauch
  • Keine Geräuschempfindlichkeit und/oder Hörschäden, wie zum Beispiel Tinnitus nicht teilnehmen

Adressen und Kontakt

Universität des Saarlandes, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Saarbrücken

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Häufig gestellte Fragen

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Die affektive Startle-Modulation ist ein valides Maß zur Erfassung emotionaler Verarbeitung beim Menschen. Es gibt zahlreiche Belege, dass die affektive Modulation des Schreckreflexes bei Menschen mit psychischen Störungen verändert ist. Allerdings gibt es bisher kaum Studien, die untersuchen, inwieweit die veränderte emotionale Verarbeitung durch Psychotherapie beeinflusst werden kann. Ziel dieser Studie ist es zum einen dies abzubilden. Zum anderen soll längsschnittlich erfasst werden, wie die affektive Modulation des Schreckreflexes mit der klinischen Symptomatik der jeweiligen Patienten und dem Therapieerfolg in Zusammenhang steht.

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