Beschreibung der Studie

Diese Studie dient dazu, die emotionalen Fähigkeiten von Menschen mit chronischen Schmerzen genauer zu untersuchen. Unser Anliegen ist es, herauszufinden, wie gut es Menschen mit chronischen Schmerzen, die sich in einer für Schmerzen spezialisierten Einrichtung zur Therapie befinden, gelingt, Gefühle zu identifizieren, zu verstehen, auszudrücken, diese zu regulieren und aktiv zu nutzen. Außerdem wollen wir schauen, inwiefern die emotionalen Kompetenzen der Patienten Einfluss auf den Therapieerfolg nehmen. Dazu werden verschiedene Fragebögen und Tests verwendet.

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Studiendetails

Studienziel Hauptzielparameter: I. Emotionale Kompetenzen (1) Erkennen eigener Emotionen (Selbst- und Fremdbeurteilungsskalen des Emotionale- Kompetenz- Fragebogen – EKF) (2) Erkennen von Emotionen bei anderen (EKF) (3) Regulation und Kontrolle eigener Gefühle (EKF) (4) Emotionale Expressivität (EKF) a) konstruktive Aufmerksamkeitslenkung (Fragebogen zur emotionsspezifischen Selbsteinschätzung emotionaler Kompetenzen SEK-ES) b) Klarheit (- SEK-ES ) c) Verstehen (SEK-ES) d) Akzeptieren (SEK-ES) e) Toleranz (SEK-ES) f) Konfrontationsbereitschaft (SEK-ES) g) effektive Selbstunterstützung (SEK-ES) h) Modifikationserfolg (SEK-ES) i) Veränderungsbezogene Selbsteffizienz (SEK-ES) j) Modifikationskompetenz (SEK-ES) Diese emotionalen Kompetenzen werden in Form von Selbstbeurteilungsfragebögen (EKF, SEK-ES) zu Beginn der Tagesklinik, zum Ende der 4 Wöchigen Behandlung und zur Auffrischungswoche (nach 14 Wochen) erhoben. Die Fremdeinschätzung findet nach 4 Wochen Behandlung statt. II. Emotionale Intelligenz (Subgruppe) 1) Erfahrungsbasierte Emotionale Intelligenz 2) Strategische Emotionale Intelligenz Eine Subgruppe der Pat. wird mittels eines Leistungstests (Mayer-Salovey-Caruso-Emotionale-Intelligenz-Test- MSCEIT) vor Beginn der Behandlung hinsichtlich ihrer emotionalen Intelligenz getestet.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 206
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle USC - Universitäts SchmerzCentrumUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Bei der Untersuchung werden erwachsene Patienten mit chronischen, nicht-tumorbedingen Schmerzen (Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen) eingeschlossen, welche sich in einer tagesklinischen, multimodalen Schmerztherapie des Universitätsschmerzzentrums (USC) Dresden befinden. Voraussetzungen dafür sind ein chronisches Schmerzsyndrom, das Ausbleiben von Erfolgen mittels unimodalen Therapieansätzen, damit einhergehende psychosoziale Beeinträchtigungen und schmerzbedingte Beeinträchtigung im Alltag. Trotz dessen muss eine ausreichende körperliche Leistungsfähigkeit gegeben sein.

Ausschlusskriterien

  • tumorbedingte Schmerzen
  • Alter unter 18 Jahren
  • akute organische Befunde (z.B. gravierende kardiologische Erkrankungen)
  • schwere psychiatrische Komorbidiäten (Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, Persönlichkeitsstörungen, aktuelle Trauma, akute Suizidalität)
  • soziale Einschränkungen (Entfernung von der Klinik, u.U. laufendes Rentenverfahren)

Adressen und Kontakt

Universitätsschmercentrum (USC), Dresden

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Häufig gestellte Fragen

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Obwohl jeder Mensch Emotionen erlebt, variiert interpersonell das Ausmaß dessen, in welchem wir in der Lage sind Emotionen zu identifizieren, zu verstehen, auszudrücken, diese zu regulieren und unsere eigenen Emotionen bzw. die der anderen aktiv zu nutzen (Mayer et al. 2004, 2008). Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, die emotionalen Kompetenzen von Patienten mit chronischen Schmerzen in einer spezialisierten Einrichtung und deren Einfluss auf den Therapieerfolg abzubilden. Wie gut können Patienten mit chronischen Schmerzen, im Vergleich zur Normalbevölkerung, ihre Emotionen wahrnehmen, benennen, nach außen hin ausdrücken, regulieren, akzeptieren und für sich nutzen? Wie schätzen Patienten, die sich in einer interdisziplinären tagesklinischen Schmerztherapie befinden, ihre emotionalen Kompetenzen selbst ein? Und stimmen diese Einschätzungen mit den Beurteilungen der Therapeuten überein? Oder wie steht es um die emotionalen Fähigkeiten der Patienten in einer schmerzspezialisierten Einrichtung, erfasst man diese im Leistungstest? Außerdem stellt sich die Frage, ob sich die emotionalen Kompetenzen im Laufe der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie verändern. Offen ist zudem, welchen Einfluss die emotionalen Kompetenzen der Patienten einer interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie auf den Therapieerfolg haben. Unterscheiden sich die Einschätzungen der Patienten in ihrem Vorhersagewert für den Therapieerfolg von den Einschätzungen der Therapeuten? Bei der Untersuchung werden erwachsenen Patienten mit chronischen, nicht-tumorbedingen Schmerzen (Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen) eingeschlossen, welche sich in der tagesklinischen interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie des Universitätsschmerzzentrums (USC) Dresden befinden. Der Behandlungszeitraum setzt sich zusammen aus einer 4-wöchigen Hauptbehandlungsphase und einer nach 10 Wochen Alltagserprobung anschließenden Auffrischungswoche. Neben der ärztlichen Betreuung absolvieren die Patienten im Rahmen eines strukturierten Wochenplanes physiotherapeutische, psychotherapeutische und kunsttherapeutische Gruppen. Die Datenerfassung dieser Studie erfolgt im Rahmen der fortlaufenden Erfassung bzw. Evaluation des Therapieverlaufs der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie und deren Einflussfaktoren. Es handelt sich um eine Studie mit deskriptiv-beobachtenden und methodischen Anteilen. Hauptzielparameter sind die emotionale Kompetenz und die dahinterliegende emotionale Intelligenz. Nebenzielparameter sind die Therapieoutcomes der interdisziplinären Schmerztherapie (Katastrophisierung, Akzeptanz, Lebensqualität, Depressivität, Angst, Schmerzstärke und schmerzbedingte Beeinträchtigungen) und die Art der Erfassungsmethode der Emotionalen Kompetenz (Selbstbeurteilung, Fremdbeurteilung, Leistungstest). Mittels Fragebögen (Selbst- und Fremdbeurteilungsskalen des Emotionale- Kompetenz- Fragebogen – EKF (Rindermann, 2009), Fragebogen zur emotionsspezifischen Selbsteinschätzung emotionaler Kompetenzen - SEK-ES (Ebert et al., 2012), Pain Catastrophizing Scale (PCS, Meyer et al. 2008), Chronic Pain Acceptance Questionnaire (deutsche Fassung, CPAQ-D, Nilges et al. 2007), Short Form 12 - einer aus 12 Items bestehende Kurzform der Short Form 36 (Bullinger and Kirchberger, 1998), Depressions-Angst-Stress-Skalen (DASS; Nilges and Essau, 2015), deutsche Version des Chronic Pain Grade questionnaire - GCPS (Klasen et al., 2004)) und einem Test (Mayer-Salovey-Caruso Test zur Emotionalen Intelligenz - MSCEIT(Steinmayr et al., 2011)) werden die zugehörigen Zielparameter erfasst. Apriori-Berechnungen ergeben eine nötige Gesamtstichprobengröße von N=206. Aus der oben beschriebenen Stichprobe wird eine Subgruppe von n=56 den Leistungstest absolvieren. In Abhängigkeit der Qualität des Datenmaterials sind parametrische Verfahren zur Testung von Unterschiedshypothesen (Varianzanalysen mit Messwiederholung) und Zusammenhangshypothesen (Regression und Korrelation) vorgesehen. Bei einer erwarteten mittleren Effektstärke und einem α-Niveau von 5% wird auf eine Teststärke von 90% abgezielt. Im Zuge von multiplen Testungen wird eine alpha-Fehler-Kumulation durch eine Bonferroni-Adjustierung vorgebeugt. Die Auswertung erfolgt mittels der Statistiksoftware IBM SPSS 21.

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