Beschreibung der Studie

Resultierend aus den Forschungserkenntnissen myofaszialer Strukturen entwickelte sich inzwischen eine zunehmende Anwendung myofaszialer Behandlungs- und Trainingsmöglichkeiten in der Therapie und im Freizeit- sowie Leistungssport. Im therapeutischen Bereich werden hierfür extra entwickelte Behandlungswerkzeuge verwendet, um tiefer, flächiger und gezielter das myofasziale Gewebe zu erreichen. Bislang ist allerdings über deren wirklichen Nutzen wenig bekannt. Im Rahmen der vorliegenden Studie soll daher untersucht werden, welche Auswirkungen sich durch eine gerätegestützte Weichteilbehandlung an der Lendenwirbelsäule bei gesunden Sportlern aufzeigen. An der Untersuchung können alle Sportlerinnen und Sportler im Alter zwischen 15 und 35 Jahren teilnehmen. Sie müssen neben einem Trainingsumfang von mindestens drei Mal 90 Minuten pro Woche ihren Sport wettkampforientiert ausüben. Zudem müssen sie sportgesund und frei von akuten Verletzungen am Bewegungsapparat sein. Des Weiteren dürfen sie innerhalb der vergangenen vier Wochen keine Rückenbeschwerden erlitten haben und nicht unter chronischen Erkrankungen leiden. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei eine mögliche Veränderung der Gewebskonsistenz, der Schmerzwahrnehmung und der funktionellen sowie strukturellen Beweglichkeit. Als Vergleich dienen zwei Kontrollgruppen (Gruppe B: Wärme, Gruppe C: Placebo-Ultraschall), um die Messergebnisse der gerätegestützten Behandlung (Gruppe A) einordnen zu können. Gruppe A erhält eine standardisierte Behandlung an der Lendenwirbelsäule mittels eines extra für diese Zwecke angefertigten Behandlungswerkzeuges aus medizinischem Edelstahl. Gruppe B unterzieht sich einer Wärmebehandlung durch einen auf den unteren Rücken aufgelegten Wärmeträger, wohingegen Gruppe C eine Ultraschallbehandlung mittels eines inaktiven, therapeutischen Ultraschallgerätes erhält. Die Behandlungen erfolgen jeweils einmalig auf der rechten Seite des unteren Rückens über eine Dauer von acht Minuten. Die Messverfahren zur Ermittlung der Behandlungsauswirkungen sind für alle drei Gruppen identisch und werden zu drei Zeitpunkten (unmittelbar vorher, unmittelbar nachher sowie 45 Minuten nach Behandlungsende) auf beiden Körperseiten erhoben. Vorab werden die Größe und das Gewicht der Probanden aufgenommen, gefolgt von einer Messung der Körperzusammensetzung sowie der Hautfaltendicke im zu behandelnden Areal. Innerhalb der drei Messreihen unterziehen sich die Probanden einer Messung des Muskelruhetonus, einer segmentalen Messung des elektrischen Gewebswiderstandes, einer Temperaturmessung sowie der Erstellung eines Thermografiebildes. Zudem erfolgen eine Messung der Gewebssteifigkeit und der Druckschmerzhaftigkeit, eine diagnostische Ultraschallaufzeichnung sowie ein Beweglichkeitstest für das Hüftgelenk, die Lendenwirbelsäule und die Brustwirbelsäule. Zusätzlich zum Vergleich der einmaligen Intervention sollen Probanden der Gruppe A über einen Zeitraum von fünf Wochen zehn gerätegestützte Behandlungen erhalten, um den Langzeiteffekt der Intervention zu beobachten. Kontrolliert wird der Langzeiteffekt durch die Kontrollgruppe C, welche zwar an den weiteren Messungen teilnimmt, jedoch keine weitere Placebobehandlung erhält.

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Studiendetails

Studienziel Den primären Endpunkt stellt die bildgebende Ultraschalldiagnostik dar, mittels derer die Dicke der Gewebsschichten, die Gewebssteifigkeit sowie die Scherbeweglichkeit der thorakolumbalen Strukturen, jeweils in Millimetern (mm) gemessen, bestimmt werden. Dies erfolgt im Rahmen der Datenerhebung, unmittelbar vor, unmittelbar nach sowie 45 Minuten nach der Intervention. Dazu wird der lineare 3,8 cm Ultraschallkopf longitudinal ausgerichtet und mittig, 2 cm lateral des interspinösen Raums von L2/L3, mit der medialen Kante aufgelegt. Die Aufzeichnung wird mittels einem einzelnen, auf die thorakolumbale Faszie fokussierten, Ultraschall-Beams mit einer Tiefe von 3,2 cm erfasst. Während der Messung wird die Behandlungsliege elektrisch um die Umdrehungsachse zwischen dem Fußteil und dem mittleren Teil der Behandlungsliege in eine sogenannte Dachstellung von 45 Grad (°) gefahren. Daraus resultiert im Rumpf auf Höhe der Spina iliaca anterior superior eine passive Flexion. Über die gesamte Bewegungsdauer erfolgt eine Ultraschallaufzeichnung mittels der Cine-Loop Funktion, anhand derer anschließend die zuvor genannten Messgrößen ermittelt werden. Im Anschluss wird die Liege zurück in die Ausgangsposition gefahren und mittels eines, am Ultraschallkopf befestigten, Kraftmessgerätes (F100, Sauter) die Gewebssteifigkeit des unteren Rückens ermittelt. Dazu erfolgt die Aufzeichnung eines Ultraschallbildes in der Ausgangsstellung sowie eines zweiten Bildes bei einer Kraftapplikation von 5 Newton (N) (± 0,25) auf den Ultraschallkopf und eines dritten Bildes bei 10 N (± 0,25). Anschließend wird anhand der Ultraschallbilder dreimal die Dicke jeder einzelnen Gewebsschicht ohne sowie mit den zwei unterschiedlichen Kraftapplikationen in Millimetern bestimmt. Die daraus resultierenden Differenzen mit und ohne appliziertem Druck geben einen Aufschluss über die Gewebssteifigkeit (Jafari et al. 2017).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung, Placebo
Finanzierungsquelle Physiotherapie Weber

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männliche und weibliche Sportler im Alter zwischen 15 und 35 Jahren;
  • Wettkampforientiere Sportausübung;
  • Mindestens drei Trainingseinheiten im Umfang von 90 Minuten pro Woche;
  • Sportgesund;

Ausschlusskriterien

  • Akute Verletzungen des Bewegungsapparates;
  • Chronische Erkrankungen;
  • Rückenbeschwerden innerhalb der vergangenen vier Wochen

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Praxis, Hürth/Köln

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Resultierend aus den Forschungserkenntnissen myofaszialer Strukturen entwickelte sich inzwischen eine zunehmende Anwendung myofaszialer Behandlungs- und Trainingsmöglichkeiten in der Therapie und im Freizeit- sowie Leistungssport. Im therapeutischen Bereich werden hierfür extra zu diesem Zwecke angefertigte Behandlungswerkzeuge verwendet, um tiefer, flächiger und gezielter das myofasziale Gewebe zu erreichen. Bislang ist allerdings über deren wirklichen Nutzen wenig bekannt. Im Rahmen der vorliegenden Studie soll daher untersucht werden, welche Auswirkungen sich durch eine gerätegestützte, myofasziale Behandlung an der Lendenwirbelsäule bei gesunden Sportlern aufzeigen. An der Untersuchung können alle Sportlerinnen und Sportler im Alter zwischen 15 und 35 Jahren teilnehmen. Sie müssen neben einem Trainingsumfang von mindestens drei Mal 90 Minuten pro Woche ihren Sport wettkampforientiert ausüben. Zudem müssen sie sportgesund und frei von akuten Verletzungen am Bewegungsapparat sein. Des Weiteren dürfen sie innerhalb der vergangenen vier Wochen keine Rückenbeschwerden erlitten haben und nicht unter chronischen Erkrankungen leiden. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei eine mögliche Veränderung der Gewebskonsistenz, der Schmerzwahrnehmung und der funktionellen sowie strukturellen Beweglichkeit. Dazu erfolgt ein randomisiertes, placebokontrolliertes Studiendesign. Als Vergleich dienen zwei Kontrollgruppen (Gruppe B: Wärme, Gruppe C: Placebo-Ultraschall), um die Messergebnisse der gerätegestützten, myofaszialen Behandlung (Gruppe A) einordnen zu können. Gruppe A erhält eine standardisierte myofasziale Behandlung an der Lendenwirbelsäule mittels eines extra für diese Zwecke angefertigten Behandlungswerkzeuges aus medizinischem Edelstahl. Gruppe B unterzieht sich einer Wärmebehandlung durch einen auf den unteren Rücken aufgelegten Wärmeträger, wohingegen Gruppe C eine Ultraschallbehandlung mittels eines inaktiven, therapeutischen Ultraschallgerätes erhält. Die Behandlungen erfolgen jeweils einmalig auf der rechten Seite des unteren Rückens über eine Dauer von acht Minuten. Die Messverfahren zur Ermittlung der Behandlungsauswirkungen sind für alle drei Gruppen identisch und werden zu drei Zeitpunkten (unmittelbar vorher, unmittelbar nachher sowie 45 Minuten nach Behandlungsende) auf beiden Körperseiten erhoben. Vorab werden die Größe und das Gewicht der Probanden aufgenommen, gefolgt von einer medizinischen Bioimpedanzanalyse und einer Kalipermessung zur Ermittlung der Hautfaltendicke im zu behandelnden Areal. Innerhalb der drei Messreihen unterziehen sich die Probanden einer Elektromyografie, einer segmentalen Bioimpedanzmessung, einer Temperaturmessung sowie der Erstellung eines Thermografiebildes. Zudem erfolgen eine Messung der Gewebssteifigkeit (Indentometrie) und der Druckschmerzhaftigkeit (Algometrie), eine diagnostische Ultraschallaufzeichnung (Dicke der Gewebsschichten, Scherbeweglichkeit und Gewebssteifigkeit) sowie ein Beweglichkeitstest für das Hüftgelenk, die Lendenwirbelsäule und die Brustwirbelsäule. Zusätzlich zum Vergleich der einmaligen Intervention sollen Probanden der Gruppe A über einen Zeitraum von fünf Wochen zehn gerätegestützte, myofasziale Behandlungen erhalten, um den Langzeiteffekt der Intervention zu beobachten. Kontrolliert wird der Langzeiteffekt durch die Kontrollgruppe C, welche zwar an den weiteren Messungen teilnimmt, jedoch keine weitere Placebobehandlung erhält.

Quelle

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