Beschreibung der Studie

Dies ist eine Online-Tagebuch-Studie zur Erfassung des Zusammenhangs von nichtsuizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSSV) und damit verbundenen Vorstellungsbildern. NSSV ist ein häufiges Phänomen unter Studentinnen. Studien zeigen, dass die mentale Vorstellung von Handlungen die Wahrscheinlichkeit erhöht, solche auszuführen und dass Personen, die sich selbst verletzen, dies häufig auch in ihrer Vorstellung (wieder-)erleben. Im ersten Teil der Studie soll mit einem Online-Screening überprüft werden, welcher Anteil der Personen, die sich selbst verletzen, bestimmte damit zusammenhängende Vorstellungsbilder (Bilder "vor dem inneren Auge") erlebt. Im zweiten Teil soll überprüft werden, wie beide Phänomene - NSSV und Vorstellungsbilder - im Alltag zusammenhängen. Dazu füllen Personen, die beides erleben, an zehn Tagen abends ein Online-Tagebuch aus. Potenzielle Studenteilnehmer für den ersten Teil sind Studentinnen, die sich im vergangenen Jahr mindestens fünf Mal selbst verletzt haben (A-Kriterium NSSV nach DSM-V). Potenzielle Studenteilnehmer für den zweitenTeil sind Teilnehmerinnen des ersten Teils, die zusätzlich die Kritirien für die Diagnose NSSV erfüllen, jedoch keine Störung aus dem schizophrenen Formenkreis sowie keine Substanzabhängigkeit haben und die zusätzlich nicht akut selbst- oder fremdgefährdend sind.

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Studiendetails

Studienziel Teil 1: Das Vorhandensein von Vorstellungsbildern wird mit einem Item (ja/nein) erfasst. Teil 2: Die Häufigkeit der Selbstverletzung wird zur Baseline mit DSHI und BSL-95 gemessen. Sie wird zusätzlich über das Tagebuch erfasst. Die Häufigkeit des Auftretens von Vorstellungsbildern wird zur Baseline retrospektiv über die letzte Woche erfragt (1 Item) und über das Tagebuch erfasst. Der Affekt nach dem Vorstellungsbild wird mit dem PANAS gemessen (zur Baseline und täglich). Bestimmte Charakteristika der Vorstellungsbilder wie Lebhaftigkeit, Compellingness, Kontrollierbarkeit, Hier-und-Jetzt-Erleben, Belastung, Tröstlichkeit werden mit je einem Item auf einer Skala von 1-9 gemessen und weitere Charakteristika wie Inhalte oder auftretende Gedanken werden mit offenen Fragen erfasst (jeweils Baseline und Tagebuch). Das Gefühl von Gefangensein (Entrapment) wird zur Baseline mit der Entrapment-Skala erfasst sowie täglich mit je einem Item (Skala 1-9), täglich mit einem Item (Skala 1-9) wird ebenso das Gefühl der Niederlage erfasst.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 16
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie des psychologischen Instituts der J.W. Goethe-Universität Frankfurt

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teil 1 (Online-Befragung): Studentin, mind. fünf NSSV-Ereignisse im vergangenen Jahr
  • Teil 2 (Interview und Online-Tagebuch): Studentin, NSSV-Kriterien, mind. 1x in der Woche vor der Befragung selbst verletzt; mind. 1x Vorstellungsbilder zu NSSV erlebt

Ausschlusskriterien

  • Teil 1: Es gibt keine Ausschlusskriterien aufgrund der Selbstselektion in die Online-Studie.
  • Teil 2: Akute Suizidalität oder Fremdgefährdung, Erkrankungen aus dem schizophreniformen Störungskreis, Abhängigkeit von psychotropen Substanzen inkl. Alkohol

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Studie erfasst Nichtsuizidale Selbstverletzung (NSSV) und damit verbundene Vorstellungsbilder in einer studentischen Stichprobe. Hintergrund: NSSV ist ein häufiges Phänomen unter Studentinnen. Studien zeigen, dass die mentale Vorstellung von Handlungen die Wahrscheinlichkeit erhöht, solche auszuführen und dass Personen, die sich selbst verletzen, dies häufig auch in ihrer Vorstellung (wieder-)erleben. Das Ziel der Studie ist zu erfassen, welcher Anteil an Personen, die sich häufig selbst verletzt haben, entsprechende Vorstellungsbilder dazu erlebt und anschließend den Zusammenhang von Bildern und Verhalten zu untersuchen. Folgende Hypothesen sollen überprüft werden: H1 Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Selbstverletzung und der Häufigkeit von Vorstellungsbildern zu Selbstverletzung. H2 An Tagen mit NSSV verglichen mit Tagen ohne NSSV finden sich die folgenden Unterschiede: Mehr Belastung, Tröstlichkeit, fesselnder Charakter und Hier-und-Jetzt-Erleben und weniger Kontrollierbarkeit der Vorstellungsbilder, mehr negativer Affekt und mehr Entrapment (sich in einer unangenehmen Situation gefangen fühlen). Methode: Studentinnen einer deutschen Hochschule, die sich häufig selbst verletzt haben, werden zur Teilnahme an einer kurzen Onlinestudie (Teil 1) aufgerufen. Hier wird nach Vorstellungsbildern gefragt und es werden dysfunktionale Verhaltensweisen (darunter Selbstverletzung) anhand der Verhaltensskala der Borderline Symptom Liste (BSL-95) erfasst. Interessierte Teilnehmerinnen können eine Kontaktadresse für die Teilnahme an Teil 2 hinterlassen. Teil 2 ist ein Online-Tagebuch u.a. zu Selbstverletzung und Vorstellungsbildern an 10 Tagen. Studenteilnehmer Teil 1 (N=201): Alle Studentinnen einer deutschen Hochschule, die sich häufig selbst verletzt haben. Hier war die TN-Zahl offen/ungeplant ; alle Studentinnen der Hochschule eine Einladungsmail mit dem Link zum Screening. Teil 2 (n=18): Subgruppe aus Teil 1, die sich in der vorangegangenen Woche verletzt haben und bereits Vorstellungsbilder dazu erlebt haben und das Einschlusskriterium erfüllen (Diagnose NSSV (DSM-V)) und die Ausschlusskriterien nicht erfüllen (akute Suizidalität oder Fremdgefährdung, Substanzabhängigkeit oder schizophrene Erkrankungen). Mit diesen Personen wurden ein Interview und ein Tagebuch durchgeführt. Geplant war der Einschluss von 16 Personen. Aktualisierung 19.04.2019 Folgende Änderungen an diesem Dokument wurden vorgenommen: - Aufgrund der kleinen Gruppen mit n=8 TN, die sich im Beobachtungszeitraum des Tagebuchs selbst verletzt hatten und n=10, die sich nicht verletzt hatten, werden Ergebnisse teilweise nur deskriptiv/explorativ ausgewertet und berichtet (nachträgliche Änderung ist aufgrund einer unzureichenden Überlegung im Vorfeld notwendig geworden). - Entsprechend den Empfehlungen von Hasking und Boyes (2018) wurden sprachliche Veränderungen vorgenommen, um die Sprache neutral und inklusiv zu halten; weitere Fehler in der Beschreibung wurden korrigiert. - Die Zahl der Kooperationspartner für das Projekt hat sich im Verlauf reduziert.

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