Beschreibung der Studie

An der Universität zu Köln soll im Rahmen des NRW Fortschrittskolleg GROW (Wohlbefinden bis ins hohe Alter) eine Befragung zur Lebensqualität geriatrischer Patienten/-innen, welche sich in stationrer geriatrischer Rehabilitation befinden, durchgeführt werden. Hierbei stehen die beiden Zielgrößen körperliches Funktionsniveau und Wohlbefinden im Vordergrund und wie sich diese in dieser speziellen Stichprobe von alten bis sehr alten Patienten/-innen darstellen. Insbesondere soll es um die Ableitung eines Modells von Ressourcen und Barrieren, also prinzipiell eher günstigen oder eher ungünstigen Bedingungen, für die Lebensqualität geriatrischer Patienten/-innen gehen. Es ist ein Anliegen der vorliegenden Studie, der immer noch wenig gehörten Forderung Rechnung zu tragen, dass die ganzheitliche Betrachtung der Lebensqualität geriatrischer Patienten/-innen und möglicher Einflussgrößen noch mehr in den Blick geriatrischer Bemühungen rücken sollten, als sich allein auf medizinisch-körperliche Parameter bei der Verlaufs- und Ergebnismessung zu begrenzen. Hierfür werden bis zu 100 Patienten/-innen einer geriatrischen Rehabilitationsklinik bei Aufnahme, Entlassung und drei Monate nach der Entlassung bezüglich ihrer Lebensqualität und medizinischer, psychologischer und sozialer Variablen befragt. Es gilt dabei zu testen, inwiefern körperliches Funktionsniveau und Wohlbefinden nicht nur von körperlichen Variablen wie etwa dem Vorliegen mehrer Krankheiten oder Schmerzen beeinflusst werden sondern auch von Persönlichkeitsmerkmalen und dem sozialen Umfeld. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse können dann Maßnahmen für geriatrische Patienten/-innen überlegt werden, die zum Erhalt und/oder zur Steigerung der Lebensqualität in einem ganzheitlichen Sinne beitragen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel ist es, die Lebensqualität, definiert als Funktionalität und subjektives Wohlbefinden, geriatrischer Patienten/-innen in stationärer geriatrischer Rehabilitation im Längsschnitt umfassend und detailliert zu beleuchten. Funktionalität und subjektives Wohlbefinden werden dabei anhand folgender Fragebögen gemessen: Instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens "Instrumental Activities of Daily Living (IADL)"; Wahrgenommene Autonomie im Alter (WAA); Selbstakzeptanz (Subskala der Ryff-Skalen); Reflektion der Vergangenheit "Reflection on the Past" (Subskala der “Meaning in Life”-Skala); Positive Lebensbewertung "Positive Valuation of Life (PVOL)"; Single-Item Einsamkeit aus der "Center for Epidemiologic Studies - Depression Scale (CES-D)"; positiver und negativer Affekt "Positive Affect and Negative Affect Schedule (PANAS)"; Depression im Alter Skala, Kurzform (DIA-S); Single-Item Allgemeine Lebenszufriedenheit Mögliche biopsychosoziale Prädiktoren werden anhand folgender Fragebögen erfasst: Single-Item Gewichtsverlust aus der FRAIL-Skala; Single-Items subjektive Gesundheit und Schmerz aus der "Short Form 8 (SF-8)"; visuelle Einschränkung (selbst konstruiert); Big Five-Persönlichkeitsinventar 10 (BFI-10); Internale und Externale Kontrollüberzeugungen 4 (IE-4); Single-Item Haushaltsgröße; Items zu sozialem Netzwerk und sozialer Unterstützung in Anlehnung an den Deutschen Alterssurvey (DEAS); Sozialer Vergleich (selbst konstruiert); Skala zur Pflegequalität, Kurzform "Caring Behaviors Inventory, short form (CBI-S)" Die Befragung findet bei Aufnahme, Entlassung und drei Monate nach der Entlassung statt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • MMSE-Score ≥ 17 Punkte; die verbalen Kommunikationsfähigkeiten müssen für die Teilnahme am Interview genügen; es darf keine Kontraindikation aufgrund der Schwere der Krankheit gegeben sein

Ausschlusskriterien

  • MMSE-Score < 17 Punkte; nicht ausreichende verbale Kommunikationsfähigkeiten; ärztliche Kontraindikation aufgrund der Schwere der Krankheit; Verweigerung der Studienteilnahme

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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An der Universität zu Köln soll im Rahmen des NRW Fortschrittskolleg GROW (Wohlbefinden bis ins hohe Alter) eine Befragung zur Lebensqualität geriatrischer Patienten/-innen, welcher sich in stationrer geriatrischer Rehabilitation befinden, durchgeführt werden. Es handellt sich sich um eine nichtinterventionelle Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten (Aufnahme, Entlassung, drei Monate nach Entlassung). Im Vordergrund stehen die beiden Zielgrößen Funktionalität und subjektives Wohlbefinden und wie sich diese in dieser speziellen Stichprobe von alten bis sehr alten Patienten/-innen darstellen. Insbesondere soll es um die Ableitung eines biopsychosozialen Modells von Ressourcen und Barrieren für die Lebensqualität geriatrischer Patienten/-innen gehen. Es geht also darum, die Lebensqualität geriatrischer Patienten/-innen und mögliche, auch psychosoziale, Indikatoren noch mehr in den Fokus geriatrischer Bemühungen zu rücken und sich nicht allein auf medizinisch-körperliche Parameter bei der Verlaufs- und Ergebnismessung zu begrenzen. Es ist geplant, dass ca. 100 Patienten/-innen einer geriatrischen Rehabilitationsklinik bei Aufnahme und Entlassung (und drei Monate nach der Entlassung per Telefon) bezüglich ihrer Funktionalität (u.a. ADL) und ihres Wohlbefindens (u.a. Lebenszufriedenheit, Affekt und Lebensbewertung) und biopsychosozialer Variablen (u.a. Multimorbidität, Schmerzen, Kontrollüberzeugungen, soziale Unterstützung und Vergleichsprozesse) befragt werden und diese Daten um vereinzelte Informationen aus den elektronischen Akten (u.a. Diagnosen, verordnete Medikamente) und um die Ergebnisse aus dem geriatrischen Assessment, welches durch das Pflege- und therapeutische Personal durchgeführt wird, ergänzt werden. Mit Hilfe der Erkenntnisse, wie sich Funktionalität und subjektives Wohlbefinden bei geriatrischen Patienten/-innen zusammensetzen und welche Lebensqualitätsressourcen oder auch -barrieren bei dieser Patientenpopulation vorliegen, soll dann ein biopsychosoziales Erklärungsmodell getestet werden, um abschließend etwaige Interventionsansätze im geriatrischen Setting zum Erhalt und/oder zur Steigerung der Lebensqualität geriatrischer Patienten/-innen in einem ganzheitlichen Sinne zu überlegen.

Quelle

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