Beschreibung der Studie

Bei der Parkinson-Erkrankung stehen die Bewegungsstörungen im Vordergrund. Darüber hinaus können jedoch häufig auch Symptome einer Demenz, z.B. Schwierigkeiten beim Erinnern, bei der kognitiven Flexibilität oder bei der Aufmerksamkeit, auftreten. Diese sogenannten kognitiven Beeinträchtigungen führen wiederum dazu, dass der Alltag nicht mehr ohne Hilfe gemeistert werden kann. Demenzpatienten in stationären Einrichtungen sind typerscherweise in einem fortgeschritteneren Stadium als Patienten, die zu Hause leben. Für die Behandlung der kognitiven Störungen rücken zusätzlich zu den medikamentösen Interventionen nun auch nicht-medikamentöse Therapieoptionen in den klinischen und wissenschaftlichen Fokus. Darunter fallen u.a. kognitive Therapien. Ein positiver Einfluss kognitiver Therapieverfahren konnte schon bei stationären Patienten mit anderen Demenzen nachgewiesen werden. Die Studie wird in einer spezifischen - weltweit und auch in den Niederlanden bislang einmaligen Einrichtung speziell für Parkinson-Patienten mit kognitiven Störungen durchgeführt. Wir möchten dabei die Wirksamkeit von kognitiver Stimulation – einer bestimmten Form der kognitiven Therapie – bei einer Gruppe stationär versorgter Parkinson-Patienten mit kognitiven Störungen untersuchen. Die Therapieform wird jeweils in Kleingruppen mit 3 bis 5 Personen über einen Zeitraum von 8 Wochen zweimal wöchentlich für 60 Minuten angeboten. Hierbei möchten wir die Wirksamkeit unmittelbar nach Beendigung der Therapien sowie nach 6 Wochen untersuchen. Verwendet werden dafür neuropsychologische Tests und Fragebögen. Wir möchten insgesamt maximal 20 stationäre Patienten aus dem medizinischen Zentrum in Kerkrade (Pflegeheim Lückerheide), Niederlande, in die Studie einschließen. Die Studie wird in Kooperation mit den Universitäten Maastricht, Nijmegen und Groningen durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Kognition; Erhebungszeitpunkte: Prä-, Post- und Follow-up-Erhebungen nach 6 Wochen; verwendete Testverfahren: CERAD (+ Trail Making Test A+B, letter fluency), Clock Drawing Test
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 12
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Klinische Diagnose durch Facharzt gestellt (Neurologe oder Psychiater); Leichte bis moderate/mittelschwere Demenz; Alter: ab 50 Jahren, Muttersprache Niederländisch bzw. sehr gute Niederländisch Kenntnisse; Uneingeschränkte oder ausreichend korrigierte Seh- und Hörfähigkeit

Ausschlusskriterien

  • MMST-Gesamtscore unter 10 Punkten; Major Depression (operationalisiert über die CDS > 12) (Rasmus, 2009); Alkohol- und Drogenmissbrauch in den letzten drei Jahren; Akute Suizidalität, Akute psychotische Symptome und andere schwerwiegende/lebensbedrohliche Komorbiditäten, die einer Studienteilnahme entgegenstehen

Adressen und Kontakt

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Die Wirksamkeit von kognitivem Training bei PD-Patienten ohne kognitive Beeinträchtigungen, mit leichten kognitiven Störungen (MCI) sowie bei stationären (Nicht-PD-) Demenz Patienten konnte bereits in einigen Studien gezeigt werden. Es existiert allerdings bislang keine einzige Studie, die die Wirksamkeit kognitionsbasierter Interventionen, insbesondere kognitiver Stimulation, bei stationären Parkinson Patienten mit kognitiven Störungen untersucht. Es soll erstmalig die Wirksamkeit eines kognitiven Stimulationsprogramms bei stationären Parkinson Patienten mit kognitiven Störungen untersucht werden. Die Studie ist als randomisierte, kontrollierte Studie mit Cross-Over Design konzipiert. Die Uniklinik Köln wird in Kooperation mit der Universität Maastricht, Universität Nijmegen und der Universität Groningen die stationären Parkinson-Patienten mit kognitiver Störung im Medizinischen Zentrum in Kerkrade rekrutieren. Die Patienten werden randomisiert in die Interventionsgruppe A und Interventionsgruppe B eingeteilt und dann entweder in den ersten oder in den zweiten 8 Wochen zweimal wöchentlich ein 60 minütiges kognitive Stimulation erhalten. Vor und nach der Intervention sowie 6 Wochen jeweils nach Beendigung der achtwöchigen Intervention wird eine neuropsychologische Testbatterie mit den Patienten durchgeführt; auch das Pflegepersonal wird befragt zu psychiatrischen Symptomen, Depression, Lebensqualität und ADLs des Patienten. Es werden ausschließlich neuropsychologische sowie klinische Testverfahren zum Einsatz kommen. Das primäre Outcome stellt die kognitive Leistungsfähigkeit dar. Die sekundären Outcomes umfassen Lebensqualität, Depression, Verhaltens- und psychiatrische Symptome und ADLs. Es kommen ausschließlich Papier- und Bleistift-Tests sowie Fragebögen zum Einsatz. Folgende Hypothese soll überprüft werden: Durch die kognitive Stimulation ergibt sich bei beiden Interventionsgruppen ein kurzfristiger und langfristiger Effekt auf die kognitiven Leistungen sowie auf Lebensqualität, depressive Symptomatik, Verhaltens- und psychische Symptome und ADLs.

Quelle

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