Beschreibung der Studie

Psychische Störungen kommen in Deutschland häufig vor. Obwohl Menschen mit psychischen Erkrankungen arbeiten wollen, sind gesundheitsbedingte Frühverrentungen in dieser Bevölkerungsgruppe besonders hoch. Fast jeder zweiten Frühverrentung im Jahr 2012 lag die Diagnose einer psychischen Erkrankung zugrunde. Ziel der betrieblichen Wiedereingliederung ist es, die Erwerbsteilhabe der Betroffenen zu erhalten und langfristig zu sichern. Dennoch ist der komplexe Prozess einer erfolgreichen und langfristigen Wiedereingliederung in Deutschland nur unzureichend erforscht. Die Studie untersucht systematisch den Prozess von der Entlassung aus der Klinik bis zur Rückkehr an die Arbeit nach einer psychischen Erkrankung. Um hemmende und förderliche Faktoren im Rückkehrprozess aus der Sicht der Betroffenen besser beschreiben und verstehen zu können, werden 300 Personen mit einer psychischen Erkrankung wiederholt im Zuge ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz befragt und darunter 32 zusätzlich vertiefend interviewt. Aus den Erkenntnissen der Studie sollen Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der betrieblichen Wiedereingliederung entwickelt werden.

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Studiendetails

Studienziel Zeit bis zur Rückkehr in den Betrieb (in Tagen)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • in den letzten 12 Monaten weniger als 6 Monate Arbeitsunfähigkeit;
  • sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis in Voll- oder Teilzeit (mindestens 15 Stunden);
  • unbefristeter oder noch mindestens 18 Monate befristeter Arbeitsvertrag;
  • Absicht zur Rückkehr in den bisherigen Betrieb;
  • aktuell aufgrund einer der folgenden Erstdiagnosen und ggf. einer Zweitdiagnose dieses Spektrums in Behandlung:
  • gt; Depressive Episode (F32.0, F32.1, F32.2)
  • gt; Rezidivierende, depressive Episode (F33.0, F33.1 und F33.2)
  • gt; Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01)
  • gt; Panikstörung (F41.0)
  • gt; Generalisierte Angststörung (F41.1)
  • gt; Angst und depressive Störung gemischt (F41.2)
  • gt; Anpassungsstörungen (F43.2)
  • gt; Burnout (Z73) bzw. Entwicklung der psychischen Erkrankung im Sinne eines Burnouts;
  • aktuell keine schweren somatischen Komorbiditäten.

Ausschlusskriterien

  • alle unter den Einschlusskriterien nicht genannten psychischen Störungen;
  • schwerwiegende, organische Komorbiditäten (z.B. Krebserkrankung, schwere angeborene Erkrankung, schwere Stoffwechselerkrankung, etc.);
  • alle sonstigen geringfügigen Beschäftigungen, Qualifizierungsmaßnahmen, Arbeitslosigkeit, Vorruhestand etc.;
  • keine Absicht zur Rückkehr an den vorherigen Arbeitsplatz (sondern z.B. Planung eines Unternehmenswechsels, Rentenantrages oder Arbeitslosengeldes);
  • keine ausreichenden Deutschkenntnisse, um einer telefonischen Befragung oder einem Interview zu folgen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Psychische Störungen kommen in Deutschland häufig vor. Obwohl Menschen mit psychischen Erkrankungen arbeiten wollen, sind gesundheitsbedingte Frühverrentungen in dieser Bevölkerungsgruppe besonders hoch. Fast jeder zweiten Frühverrentung im Jahr 2012 lag die Diagnose einer psychischen Erkrankung zugrunde. Eine erfolgreiche betriebliche Wiedereingliederung [international: return to work (RTW)] nach einer psychischen Erkrankung ist ein komplexer und multifaktoriell beeinflusster Prozess. Ziel des Prozesses ist es, die Erwerbsteilhabe zu erhalten und langfristig zu sichern. In Deutschland ist der Prozess der Wiedereingliederung psychisch erkrankter Menschen bislang wissenschaftlich kaum untersucht, Längsschnittstudien liegen nicht vor. Bei der Studie handelt es sich um eine Mixed-Methods-Follow-Up-Studie, die den RTW-Prozess von der Behandlung in Akut- und Rehabilitationskliniken bis zur Rückkehr in den Betrieb untersucht. Die Längsschnittstudie kombiniert dabei quantitative und qualitative Methoden. Die quantitative Befragungsstudie mit 300 Teilnehmenden umfasst vier Erhebungszeitpunkte (t0 = am Ende des Klinikaufenthalts, t1 = nach 6 Monaten, t2 = nach 12 Monaten, t3 = nach 18 Monaten), an denen die Teilnehmenden mittels eines standardisierten Fragebogens telefonisch befragt werden. Die qualitative Interviewstudie mit 32 der 300 Personen umfasst drei Erhebungszeitpunkte (t0 = am Ende des Klinikaufenthalts, t1 = nach 6 Monaten, t2 = nach 12 Monaten), an denen diese Teilstichprobe zusätzlich narrativ fundiert interviewt wird. Ziel der Studie ist es, sowohl den RTW-Prozess von der Behandlung bis zur Rückkehr in den Betrieb transparent zu machen als auch daran anschließend Handlungsempfehlungen für die praktische Arbeit zu generieren.

Quelle

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