Beschreibung der Studie

Eine Studie zur Prüfung der nachhaltigen Wirksamkeit einer achtsamkeitsbasierten Behandlung akuter Depression in einer Tagesklinik der psychiatrischen Abteilung des Asklepios Klinikums Hamburg-Harburg. Probanden, die das Einschlusskritierium einer mittelgradigen oder schweren akuten Depression erfüllten, wurden einer von zwei Studienkonditionen randomisiert zugeordnet - sie nahmen entweder in einer psychopharmakologischen Beratungs-Bedingung während der Wartezeit vor Aufnahme in die Tagesklinik oder während der achtsamkeitsbasierten Depressionsbehandlung in der Tagesklinik an der Studie teil. Ziel der Studie war die Untersuchung der Wirksamkeit des achtsamkeitsbasierten Behandlungsprogramms auf Depressionssymptome, Arbeitsfähigkeit und Arbeitsverhalten, sowie Achtsamkeit und Selbstmitgefühl. Des Weiteren wurden in einer Teilstichprobe Effekte der Behandlung auf intuitive Entscheidungsprozesse, sowie explizite und implizite psychologische Prozesse (Emotionen, Selbstwert) untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Depressionssymptomatik (Becks Depressions Inventar, BDI-II): Die Depressionssymptomatik wurde während der Studie in einem vierwöchigen Intervall - Am Anfang der Studie, zur Mitte der Studie und am Ende der Studie, sowie zur Katamnese, acht Monate nach Studienende bestimmt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Asklepios proresearch

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die diagnostische Eignung für die Studie wurde mit dem Strukturierten Klinischen Interview für DSM-IV für Depression (SKID; First et al. 1997; deutsche Fassung: Wittchen et al. 1997) geprüft. Einschlusskriterien waren die Diagnose einer akuten mittelgradigen oder schweren depressiven Episode.

Ausschlusskriterien

  • Zu den Ausschlusskriterien zählten eine anamestisch vorliegende Schizophrenie oder schizoaffektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen, organische psychische Störungen, Essstörungen und aktueller Drogenmissbrauch. Darüber hinaus haben wir Patienten mit Langzeitarbeitslosigkeit ausgeschlossen, da das Behandlungskonzept einen klaren Fokus auf aktuelle arbeitsbedingte Konflikte und Verhaltensweisen legt.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Zahl der Patienten, die wegen arbeitsbedingter Erschöpfung und daraus resultierender Stress- und Depressionssymptome therapeutische Hilfe suchen, nimmt zu. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass auf Achtsamkeit basierende Interventionen für Patienten mit Stresssymptomen und akuter Depression von Vorteil sind. Diese randomisierte Kontrollstudie (N = 77) wurde zur Untersuchung der Wirksamkeit und Langzeitwirksamkeit einer achtwöchigen achtsamkeitsbasierten Depressionsbehandlung in einer Tagesklinik (Mindful depression treatment in a day clinic, MDT-DC), die sich auf erwachsene Patienten mit akuter Depression und arbeitsbezogenen Konflikte spezialisiert hat, durchgeführt. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip entweder MDT-DC oder einer psychopharmakologischen Beratungs-Bedingung (Psychopharmacological Consultation Control Condition, PCC) zugeordnet. Die Erhebung erfolgte in der MDT-DC über den Verlauf der acht Behandlungswochen, in der PCC in der Wartezeit vor Aufnahme der Behandlung. Eine Nacherhebung in der MDT-DC erfolgte acht Monate später. Unser Hauptziel war es, zu untersuchen, ob die MDT-DC am Ende der Behandlung zu klinisch signifikanten Reduktionen von selbst berichteten Depressionssymptomen im Vergleich zur PCC führt. Weitere Ziele bestanden darin, zu bestimmen, ob MDT-DC zu einer signifikanten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit und Veränderungen in arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern führt. Darüber hinaus wollten wir untersuchen, ob die Behandlungsdauer von acht Wochen ausreichend war, um Veränderungen in der Lebensbewältigung (z. B. Lösen zwischenmenschlicher Konflikte) im Verlauf des Therapieprozesses zu fördern. Ein weiteres Ziel bestand darin, mögliche Wirkmechanismen (Achtsamkeit und Selbstmitgefühl) in der Behandlung zu untersuchen. In einer Teilstichprobe (n=39) wurde zudem der Einfluss der Behandlung auf intuitive Entscheidungsprozesse untersucht sowie die Veränderung in impliziten Indikatoren von Selbstwert und Stimmung und deren Zusammenhang mit expliziten Maßen exploriert.

Quelle

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