Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll ein recht neues therapeutisches Verfahren auf ihre Wirksamkeit im Vergleich zu etablierten Psychotherapieverfahren unter natürlichen Bedingungen überprüft werden. Dazu werden Patienten einer psychiatrischen Station für depressive und Begleiterkrankungen bei Aufnahme, bei Entlassung und 6 Monate nach Entlassung mit Hilfe eines Interviews sowie mit Fragebögen untersucht. Die Patienten werden entweder über die Notaufnahme, über die Warteliste oder als Verlegung von anderen Stationen aufgenommen, vom Oberarzt über die Studie aufgeklärt und bei Einwilligung zufällig, d.h. nach Gruppenkapazität, in eine der beiden Gruppen eingeteilt. Während des Aufenthalts nehmen die Pat. 2x pro Woche an den jeweiligen Therapieverfahren (Akzeptanz und Commitmenttherapie oder Kognitive Verhaltenstherapie) sowie an den anderen Stationsangeboten (z.B. Ergotherapie) teil. Die Gruppentherapien werden zudem via Audio aufgezeichnet, um nach Abschluss der Studie die Inhalte der Sitzungen genauer zu prüfen. Alle Patienten werden bei der Studienaufklärung darüber informiert. Die Studie verfolgt die folgenden Ziele: 1. Die Wirksamkeit der Akzeptanz und Commitmenttherapie (ACT) im Vergleich zur Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) zur untersuchen. 2. Überprüfen, ob es Patientengruppen gibt, die von der einen Therapie besser profitieren als von der anderen. 3. Überprüfen, ob die ACT-spezifschen Interventionen wie z.B. Achtsamkeit wirksam sind und sich die Patienten darin verbessern. 4. Entwicklung eines Beurteilungsbogens zur Behandlungsintegrität, d.h. inwiefern haben die Therapeuten auch wirklich das gemacht, was sie machen sollten. Wir vermuten, dass ACT und KVT in allen Störungsbereichen gleichermaßen zu einer Verbesserung der Symptomatik führen. Wir gehen davon aus, dass Patienten mit mehreren psychischen Störungen besser von ACT als von KVT profitieren; zudem glauben wir, dass Pat. mit einer geringeren Lebenszufriedenheit, und Ausprägung in den ACT-relevanten Variablen (z.B. Achtsamkeit) besser von ACT profitieren als von KVT. Wir gehen davon aus, dass die die ACT-relevanten Variablen mit der Verbesserung der Symptomatik (z.B. Depression) zusammenhängen und sich alle ACT Patienten in diesen Variablen (z.B. Achtsamkeit) verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Depressivität (ADS, MADRS), Generelle Symptombelastung (ISR), Lebenszufriedenheit (SWLS, Beeinträchtigung Funktionsbereiche), bei Aufnahme, bei Entlassung und 6 Monate nach Beendigung der Therapie in elektronischer Form mit Hilfe eines Tablets.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 170
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestens eine psychische Störung

Ausschlusskriterien

  • Keine Einwilligung
  • Krisenintervention/wird zeitnah verlegt
  • Akut psychotisch
  • geistige Behinderung
  • Akute Intoxikation/Abhängigkeitserkrankung im Vordergund/weniger als 3 Monate abstinent
  • Mögliche Überforderung (z.B. Sprachbarriere)
  • Teilnahme bereits erfolgt

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Affektive Störung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) ist ein recht neues verhaltenstherapeutisches Verfahren, für das belastbare Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Diese Studie verfolgt 3 Hauptziele: 1. Die Wirksamkeit der ACT im Vergleich zur kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) im stationären Setting zu prüfen. 2. Herausfinden, für welche Patienten ACT und für welche Patienten KVT zu einem besseren Behandlungserfolg führt. 3. Empirische Überprüfung des theoretisch angenommenen Behandlungsmodells sowie möglicher Korrelationen zu den störungsspezifischen Outcome-Variablen. 4. Entwicklung eines Ratingbogens zur Behandlungsintegrität von ACT und KVT. Hierfür werden psychiatrische Patienten einer Station für affektive Störungen und komorbide Erkrankungen prä, post und 6-months follow-up anhand des SKID-I Interviews sowie einiger störungsspezifischer und ACT-spezifischer (z.B. Achtsamkeit) Fragebögen untersucht.

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