Beschreibung der Studie

Die erhöhte Anfälligkeit für Infektionen der oberen Atemwege und Lungenentzündungen ist ein seit langem bekanntes klinisches Problem bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und trägt maßgeblich zur Morbidität und Mortalität bei. Bei knapp 1/5 der Patienten mit Herzschwäche/ chronischer Herzinsuffizienz auf der Warteliste zur Herztransplantation wurden verminderte Antikörper-Spiegel (Hypogammaglobulinämie) und Verminderung von Lymphozyten nachgewiesen. Dies ging mit einer erhöhten Infektionsrate einher. Die Häufigkeit von Hypogammaglobulinämie bei Patienten mit Herzinsuffizienz, die nicht auf der Warteliste für eine Herztransplantation stehen stehen, ist jedoch nicht bekannt. Auch gibt es keine detaillierten immunologischen Daten bei diesen Patienten. Dies ist jedoch klinisch hochrelevant für die Patienten, da mit Immunglobulinsubstitution eine wirksame Therapie verfügbar wäre. Deshalb möchten wir die Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz im Detail immunologisch untersuchen. Im Rahmen der AWIS-Studie haben Nieters et al einen Selbstbeurteilungsfragebogen zum Thema Infektanfälligkeit in der allgemeinen Bevölkerung entwickelt und validiert. Damit werden wir die Infektanfälligkeit unserer Studienpopulation erfassen und mit den immunologischen Daten in Beziehung setzen. Die Daten der Patienten werden außerdem mit denen der Normalbevölkerung vergleichen. Langfristig könnte aus den erhobenen Daten ein einfaches "Screening"-Werkzeug für infektanfällige Patienten mit Herzinsuffizienz entstehen.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der Infektanfälligkeits(RTI-)Scores und entsprechender immunologischer Daten (Immunglobulin-Spiegel, Lymphozytenanzahl, Impfantwort) zwischen Studienpopulation und Normalbevölkerung eingebettet in die AWIS-Kohorte.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erwachsene Patienten des Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen (UHZ) auf der Warteliste zur Herztransplantation;
  • Erwachsene Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz NYHA II-IV, aus verschiedenen Gründen im UHZ in Behandlung;
  • Erwachsene Patienten des UHZ Freiburg mit angeborenen Herzfehlern und einem der folgenden Kriterien: Eisenmenger Syndrom, Fontan-OP in der Vorgeschichte, NYHA Stadium >/= II

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Universitäts-Herzzentrum, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Chronische Herzinsuffizienz ist eine häufige Erkrankung. Eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen trägt entscheidend zur Morbidität und Mortalität dieser Patienten bei. Über Lymphopenie und Hypogammaglobulinämie wurde bei diesen Patienten berichtet und mit einem erhöhten Risiko für Atemwegsinfektionen korreliert. Die Pathophysiologie der Hypogammaglobulinämie ist allerdings noch nicht im Detail erforscht und der Großteil der Patienten unterläuft keinem Screening für sekundäre Immundefizienz, obwohl es mit der Immunglobulinsubstition bei Hypogammaglobulinämie eine effektive Behandlungsmöglichkeit gäbe. Unsere Studienpopulation umfasst etwa 150 Patienten, die im Herzzentrum Freiburg entweder auf der Warteliste zur Herztransplantation stehen, an einer chronischen Herzinsuffizienz leiden (NYHA II-IV) oder deren bestehende Herzinsuffizienz auf einen angeborenen Herzfehler zurückzuführen ist . Um die Anfälligkeit der Normalbevölkerung für Atemwegserkrankungen zu erfassen, haben Nieters et al einen Selbstbeurteilungs-Fragebogen entwickelt und validiert. Diesen Fragebogen werden wir verwenden, um die Infektionsrate bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zu erfassen und mit der Normalbevölkerung zu vergleichen. Des Weiteren werden wir eine Analyse des adaptiven Immunsystems vornehmen, indem wir quantitative Messungen von Immunglobulinen und Lymphozytensubpopulationen durchführen und dieses ebenfalls mit den Daten der Normalbevölkerung vergleichen. Patienten, bei denen eine Lymphopenie und Hypogammaglobulinämie vorliegt, werden genauer auf Impfantworten, Immunglobulin-Subklassen sowie T- und B-Lymphozyten Subpopulationen hin untersucht werden. Die resultierenden immunologischen Daten werden mit den Daten zur Infektanfälligkeit aus dem Fragebogen korreliert. Ziel der Studie ist die Etablierung eines geeigneten Screeningverfahrens zur Bestimmung von Infektanfälligkeit und immunologischen Auffälligkeiten bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Zukünftig könnten daraus supportive Therapien für diese Patienten abgeleitet werden.

Quelle

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